Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Nachteilsausgleich

Im Folgenden finden sich die wichtigsten Informationen zu Nachteilsausgleichsmassnahmen an Gymnasien, Fachmittelschulen und in der Passerelle Berufs- und Fachmaturität – universitäre Hochschulen. Weitere Informationen sind im Merkblatt (PDF, 41 KB, 2 Seiten) festgehalten.

Nachteilsausgleichsmassnahmen sind Massnahmen, die einen Nachteil, welcher durch eine Beeinträchtigung entsteht oder droht, ausgleichen. Dabei werden die Ziele des Lehrplans nicht angepasst. Es werden nur formale Anpassungen (z.B. Zeitverlängerung) vorgenommen. Rückwirkend werden keine Nachteilsausgleichsmassnahmen gewährt; das heisst, Leistungsüberprüfungen können zum Beispiel nachträglich nicht neu bewertet werden.

Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen, welche schwerwiegende Auswirkungen auf schulische Fertigkeiten haben, können Nachteilsausgleichsmassnahmen in Anspruch nehmen, sofern die Beeinträchtigung voraussichtlich mindestens ein Schuljahr dauert und durch ein aussagekräftiges Gutachten einer dazu befähigten Fachstelle oder einer Fachperson nachgewiesen ist. Die Schulen unterstützen die Schülerin oder den Schüler mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen. Einen Überblick über die Aufgaben der involvierten Personen findet sich im Dokument Rollen und Funktion der Akteure (PDF, 40 KB, 1 Seite)

Vorgehen

Das Vorgehen erfolgt grundsätzlich gemäss dem Ablaufplan (PDF, 559 KB, 3 Seiten).

Aufnahmeprüfungen Gymnasium und Fachmittelschule

Die Eltern reichen zusammen mit der Anmeldung bis zum 15. Februar ein Gesuch inkl. eines aussagekräftigen Gutachtens einer Fachstelle ein. Sie geben an, welche Massnahmen auf der Sekundarstufe I gesprochen wurden. Die Schulleitung der prüfungsleitenden Schule sucht einvernehmlich Nachteilsausgleichsmassnahmen und entscheidet bei Bedarf mit einer Verfügung.

Nachteilsausgleichsmassnahmen während des Bildungsgangs

Zu Beginn des Ausbildungsgangs muss der Nachteilausgleich neu definiert werden. Dazu muss bei der Schulleitung ein Gesuch eingereicht werden. Dem Gesuch muss ein aktuelles Gutachten einer befähigten Fachstelle, einer Fachärztin oder eines Facharztes beigelegt werden. Dieses muss folgende Elemente beinhalten:

  • genaue Bezeichnung der Beeinträchtigung
  • voraussichtliche Dauer der Beeinträchtigung
  • Auswirkungen auf schulische Fertigkeiten
  • Empfehlungen zu ergänzenden angemessenen ausserschulischen Fördermöglichkeiten (z.B. Therapie, Training)

Ausgehend vom Gutachten und nach einem Gespräch werden die Nachteilsausgleichsmassnahmen in Form einer schriftlichen Vereinbarung zwischen der Schulleitung sowie der Schülerin oder dem Schüler (bzw. den Eltern) festgehalten. Die Klasse wird nach Absprache mit der Schülerin oder dem Schüler in geeigneter Form über die Nachteilsausgleichsmassnahmen informiert.
Die gewährten Nachteilsausgleichsmassnahmen werden periodisch überprüft und bei Bedarf angepasst.

Nachteilsausgleich an den Abschlussprüfungen

Die Eltern bzw. die volljährige Schülerin oder der volljährige Schüler stellen für Nachteilsausgleichsmassnahmen an der Abschlussprüfung ein Gesuch (inkl. Antrag präziser Massnahmen und aktuellstes Gutachten als Beilage) an die kantonale Prüfungskommission und reichen dieses bei ihrer Schulleitung ein. Diese leitet das Gesuch mit einer Stellungnahme und einer Kopie der letzten Vereinbarung an die kantonale Prüfungskommission weiter. Das Gesuch muss mindestens ein Jahr vor Prüfungsbeginn bei der kantonalen Prüfungskommission eintreffen. Die kantonale Prüfungskommission entscheidet über die an den Abschlussprüfungen zu gewährenden Massnahmen mit einer Verfügung. 

Beratung

Jede Schule hat eine Ansprechperson für die Beratung von Eltern, Schülerinnen und Schülern und von Fachpersonen. Um Genaueres zu erfahren, wendet man sich an die Schulleitung.

 


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.erz.be.ch/erz/de/index/mittelschule/mittelschule/nachteilsausgleich.html