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Ausfallentschädigung für Kulturschaffende

Ausfallentschädigung für Kulturschaffende

Ausfallentschädigungen sind Finanzhilfen mit dem Ziel, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Epidemie für selbständigerwerbende und freischaffende Kulturschaffende abzumildern. Anrechenbar sind finanzielle Schäden aufgrund von:

  • Absagen oder Verschiebungen, reduzierte Durchführungen von Veranstaltungen und Projekten
  • betrieblichen Einschränkungen

Selbständigerwerbende Kulturschaffende können auch eine Ausfallentschädigung für noch nicht vereinbarte Buchungen bzw. Engagements geltend machen. Diese sind mit Vergleichszahlen der letzten drei Jahre (Engagements, Honorareinnahmen) zu plausibilisieren.

Schadenszeitraum

Die Ausfallentschädigungen können für den Schadenszeitraum zwischen dem 26. September 2020 und dem 31. Dezember 2021 beantragt werden. Der Entscheid über die Absage, Verschiebung, eingeschränkte Durchführung oder betriebliche Einschränkung muss in jedem Fall vor dem 30. November 2021 erfolgt sein.

Gesuchsberechtigt sind Kulturschaffende mit folgenden Eigenschaften:

  • Sie sind eine natürliche Person. Wichtig: Einzelfirmen gelten als natürliche Personen und haben ihr Gesuch für Ausfallentschädigung folglich als Ausfallentschädigung für Kulturschaffende einzureichen;
  • Sie sind als Selbständigerwerbende oder als Freischaffende hauptberuflich im Kulturbereich tätig;
  • Sie sind mindestens seit dem 26. September 2020 als Selbständigerwerbende bei der Ausgleichskasse angemeldet oder haben als Freischaffende seit 2018 nachweislich mindestens vier befristete Anstellungen bei insgesamt mindestens zwei verschiedenen Arbeitgebern aus dem Kulturbereich.
  • Sie sind in den Bereichen Darstellende Künste, Design, Film, Visuelle Kunst, Literatur, Musik und Museen tätig;
  • Sie haben ihren Wohnsitz im Kanton Bern.

Insgesamt ausgeschlossen ist der Bildungsbereich in allen Disziplinen.

Höhe und Art der Finanzhilfen

Kulturschaffende können eine Ausfallentschädigung in Form einer nicht-rückzahlbaren Finanzhilfe beantragen. Die Ausfallentschädigungen sind subsidiär, d.h. ergänzend zu anderen finanziellen Ansprüchen der Kulturschaffenden (insbesondere Nothilfe Suisseculture Sociale, Corona-Erwerbsersatz und Arbeitslosenentschädigung). Selbständig erwerbende Kulturschaffende, die bei der Corona-Erwerbsersatzentschädigung auf ein Taggeld von weniger als 60 Franken Anspruch haben, können ihr Gesuch im «vereinfachten Verfahren» stellen. In diesem Verfahren richten die Kantone direkt und ohne Berücksichtigung weiterer staatlicher Covid-Ersatzleistungen eine Ausfallentschädigung aus.

Die Schadensberechnung bei selbständig erwerbenden Kulturschaffenden erfolgt auf der Berechnungsgrundlage von entgangenen budgetierten Erträgen. Abgezogen werden nicht angefallene Kosten. Ein allenfalls entgangener Gewinn wird nicht entschädigt.

Bei den freischaffenden Kulturschaffenden wird darauf abgestützt, welches Einkommen die betreffende Person in den für den aktuellen Schadenszeitraum relevanten Vergleichsmonaten der Jahre 2018 und 2019 mit befristeten Anstellungen im Kulturbereich erzielt hat. Der für die Ausfallentschädigung relevante Schaden ergibt sich aus der Differenz des für die Vergangenheit festgestellten Einkommens und dem heutigen Resteinkommen unter Berücksichtigung von Ersatzeinkommen wie Arbeitslosenentschädigung oder anderer anrechenbaren Entschädigungen.

Die Ausfallentschädigung deckt in allen Fällen maximal 80 Prozent des ungedeckten finanziellen Schadens.

Gesuchsfrist

Die Gesuche sind grundsätzlich rückwirkend einzureichen, das heisst der Schaden muss zum Zeitpunkt der Gesucheinreichung bereits eingetreten sein.

Folgende Fristen wurden verbindlich definiert:

  • Gesuche für finanzielle Schäden bis 30. April 2021 sind so rasch als möglich, spätestens aber bis 31. Mai 2021 einzureichen.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum 1. Mai bis 30. August 2021 sind so rasch als möglich, spätestens aber bis am 31. September 2021 einzugeben.
  • Gesuche für finanzielle Schäden im Zeitraum vom 1. September bis 31. Dezember 2021 sind so rasch als möglich, spätestens aber bis am 30. November 2021 einzugeben.

Die angeführten Fristen für den Schadenszeitraum beziehen sich auf die Durchführungsdaten der Veranstaltungen oder Projekte. Gab es Kosten – z.B. Personalkosten –, die bereits vorher in direktem Zusammenhang mit der Veranstaltung oder dem Projekt entstanden sind, können diese bei der Ausfallentschädigung geltend gemacht werden.

Falls die rückwirkende Gesuchsbearbeitung Liquiditätsengpässe verursacht, bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen.

Merkblatt Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende (PDF, 60 KB, 6 Seiten)

Schadensberechnung Absagen (Excel, 214 KB)

Schadensberechnung Reduzierte Tätigkeit (Excel, 16 KB)

FAQ Ausfallentschädigungen für Kulturschaffende (PDF, 80 KB, 5 Seiten)


Weitere Informationen

Sie wollen ein Unterstützungsgesuch bei der Kulturförderung des Kantons Bern einreichen? Bitte benutzen Sie dafür unser elektronisches Gesuchsportal.

 


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