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Corona-Pandemie

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf laufende Gesuche und Leistungsvereinbarungen

Um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen, passt die kantonale Kulturförderung ihre Förderpraxis teilweise an. Unten folgen die neuen Bestimmungen.

Projektbeiträge mit positivem Förderentscheid

Verschobene Kulturprojekte

Bereits gesprochene Projektbeiträge bleiben grundsätzlich bestehen. Verschiebungen von Kulturprojekten sind den jeweiligen Sachbearbeitenden, die auf dem Förderbescheid vermerkt sind, zu melden. Die kantonale Kulturförderung kann in der Regel keine zusätzlichen Beiträge an Mehrkosten sprechen, die durch die Verschiebung von Kulturprojekten entstehen.

Abgesagte Kulturprojekte: Noch nicht ausbezahlte Förderbeiträge

Der gesprochene Förderbeitrag wird bei Projekten, die ganz oder teilweise aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, in der Regel ausbezahlt. Voraussetzung dafür ist eine Schlussabrechnung gemäss der eingereichten Budgetstruktur, in welcher die bereits getätigten oder verpflichteten Aufwände erfasst sind. Musste ein Teil eines umfassenderen Programms oder einer Tournee abgesagt werden, ist dies auszuweisen und die Schlussabrechnung entsprechend aufzuschlüsseln. Die kantonale Kulturförderung behält sich vor, Förderbeiträge aufgrund der Schlussrechnung anteilsmässig und angemessen zu kürzen.

Abgesagte Kulturprojekte: Bereits ausbezahlte Förderbeiträge

Bereits ausbezahlte Förderbeiträge an abgesagte Kulturprojekte werden grundsätzlich nicht zurückgefordert. Bei positivem Ergebnis kann die kantonale Kulturförderung den entsprechenden Anteil des Förderbeitrags zurückfordern

Projekt-/Programmbeiträge mit ausstehendem Förderentscheid

Projektbeiträge

Bei Gesuchen um Projektbeiträge, bei denen der Förderentscheid noch ausstehend ist und die zu einem Zeitpunkt eingereicht wurden, als die Gesuchstellenden noch davon ausgehen konnten, dass ihre Veranstaltung durchgeführt wird, gilt Folgendes: Falls die Projekte zwischenzeitlich abgesagt wurden, prüft die kantonale Kulturförderung trotzdem die Möglichkeit einer Beitragssprechung, sofern bereits Umsetzungskosten entstanden sind. Für die Beurteilung muss ein aktualisiertes Budget nachgereicht werden.

Programmbeiträge

Die kantonale Kulturförderung prüft die Gesuche um diesjährige Programmbeiträge, sobald alle benötigten Unterlagen vorliegen, also auch vor der regulären Eingabefrist vom 30. April 2020. Sie beurteilt die Programm- und Finanzangaben, wie sie vor der Corona-Pandemie vorgesehen waren. Wo vorhanden konsultiert sie zudem die Gesuche der Vorjahre und stellt einen Quervergleich der Gesuchstellenden an.

Nach Abschluss des Programms informieren die Gesuchstellenden über durchgeführte, abgesagte und verschobene Veranstaltungen. In der Schlussabrechnung weisen sie alle Erträge inklusive beanspruchter Hilfs- oder Ausfallbeiträge aus. Bei positivem Ergebnis kann die kantonale Kulturförderung den entsprechenden Anteil des Programmbeitrags zurückfordern.

Institutionen mit Leistungsvertrag

In den Erläuterungen zur Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus im Kultursektor vom 20. März 2020 hält der Bundesrat fest, dass er davon ausgeht, dass die vereinbarten Subventionen an Kulturinstitutionen von allen Staatsebenen weiterbezahlt werden, auch wenn die Subventionsempfänger im Einzelfall ihre Leistungen aufgrund der aktuellen Situation nicht oder nicht vollumfänglich erbringen können. Die kantonale Kulturförderung wird sich grundsätzlich an diese Vorgabe halten. Sie erwartet von den Kulturinstitutionen, dass sie alles unternehmen, um die Kosten, welche durch die aussergewöhnliche Situation entstehen, möglichst tief zu halten (Schadenminderung) und dass sie die vorhandenen Hilfeleistungen (z.B. Kurzarbeit) in Anspruch nehmen.

Kulturelle Organisationen mit jährlichen Beiträgen

Kulturelle Organisationen mit jährlichen Beiträgen, die ihr Angebot wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant erbringen können, werden gleich wie die Institutionen mit Leistungsvertrag behandelt (vgl. Abschnitt «Institutionen mit Leistungsvertrag»). Es gelten die gleichen Erwartungen betreffend Schadenminderung. 

Massnahmen zur Abfederung der wirtschatlichen Folgen 

Am 20. März 2020 hat der Bundesrat ein umfassendes Massnahmepaket beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus abzufedern. Die Massnahmen gelten auch für den Kultursektor und können ab sofort beansprucht werden. Zu diesen Massnahmen gehören u.a. die Kurzarbeitsentschädigung und Entschädigung bei Erwerbsausfällen für Selbständige.

Ergänzend zu diesen gesamtwirtschaftlichen Massnahmen hat der Bundesrat die COVID-Verordnung Kultur erlassen. Die Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie im Kultursektor ist Teil der oben genannten Massnahmen und ordnet sich diesen unter.

Der Bund hat dem Kanton die Abwicklung folgender Massnahmen übertragen:

 

Soforthilfe für Kulturschaffende

Kulturschaffende erhalten auf Gesuch nicht rückzahlbare Nothilfen zur Deckung der unmittelbaren Lebenshaltungskosten. Diese Massnahme vollzieht der Bund in Zusammenarbeit mit dem Verein Suisseculture Sociale.

 

Kulturvereine im Laienbereich

Vereine im Bereich der Laienkultur beantragen für den mit der Absage oder Verschiebung von Veranstaltungen entstandenen Schaden eine Ausfallentschädigung nach Artikel 10 COVID-Verordnung Kultur bei dem für sie zuständigen Verband (max. 10'000 Franken pro Gesuch). Informationen dazu finden Sie bei nationalen Verbänden der kulturell tätigen Laien.

Für Veranstaltungen im Laienbereich von überregionaler Bedeutung, die durch den Kanton Bern mit Projektbeiträgen unterstützt wurden, kann eine Ausfallentschädigung beantragt werden, sofern der anrechenbare Schaden mehr als CHF 10'000 beträgt.

 

 
 

Weitere Informationen

 


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