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Corona-Pandemie

Hinweis

Sie haben Bedarf nach mehr Informationen zu den Covid-19-Hilfen im Kulturbereich? Sie haben grundsätzliche Fragen zu den Ausfallentschädigungen oder zu den Beiträgen an Transformationsprojekte? 

Melden Sie Ihr Interesse an kulturfoerderung@be.ch. Bei entsprechender Nachfrage organisieren wir in Kürze allen Interessierten offen stehende Zoom-Termine für Informationen und Grundsatzfragen an.

Auswirkungen der Corona-Pandemie auf laufende Gesuche und Leistungsvereinbarungen

Um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen, passt die kantonale Kulturförderung ihre Förderpraxis teilweise an. Unten folgen die neuen Bestimmungen.

Projektbeiträge mit positivem Förderentscheid

Verschiebung von Kulturprojekten

Verschiebungen von Kulturprojekten sind den jeweiligen Sachbearbeitenden, die auf dem Förderbescheid vermerkt sind, zu melden. Bereits gesprochene Projektbeiträge bleiben grundsätzlich bestehen.

Abgesagte Kulturprojekte: Noch nicht ausbezahlte Förderbeiträge

Der gesprochene Förderbeitrag wird bei Projekten, die ganz oder teilweise aufgrund der Corona-Pandemie (aufgrund von staatlichen Massnahmen oder aus sanitarischen Gründen) abgesagt werden, in der Regel ausbezahlt. Voraussetzung dafür ist eine Schlussabrechnung gemäss der eingereichten Budgetstruktur, in welcher die bereits getätigten oder verpflichteten Aufwände erfasst sind. Musste ein Teil eines umfassenderen Programms oder einer Tournee abgesagt werden, ist dies auszuweisen und die Schlussabrechnung entsprechend aufzuschlüsseln. Die kantonale Kulturförderung behält sich vor, Förderbeiträge aufgrund der Schlussrechnung anteilsmässig und angemessen zu kürzen.

Abgesagte Kulturprojekte: Bereits ausbezahlte Förderbeiträge

Bereits ausbezahlte Förderbeiträge an abgesagte Kulturprojekte werden grundsätzlich nicht zurückgefordert. Bei positivem Ergebnis kann die kantonale Kulturförderung den entsprechenden Anteil des Förderbeitrags zurückfordern

Projekt-/Programmbeiträge mit ausstehendem Förderentscheid

Projektbeiträge

Bei Gesuchen um Projektbeiträge, bei denen der Förderentscheid noch ausstehend ist und die zu einem Zeitpunkt eingereicht wurden, als die Gesuchstellenden noch davon ausgehen konnten, dass ihre Veranstaltung durchgeführt wird, gilt Folgendes: Falls die Projekte zwischenzeitlich abgesagt wurden, prüft die kantonale Kulturförderung trotzdem die Möglichkeit einer Beitragssprechung, sofern bereits Umsetzungskosten entstanden sind. Für die Beurteilung muss ein aktualisiertes Budget nachgereicht werden.

Programmbeiträge

Die kantonale Kulturförderung prüft die Gesuche um diesjährige Programmbeiträge zu der regulären Eingabefrist vom 31. Oktober 2020. Nach Abschluss des Programms informieren die Gesuchstellenden über durchgeführte, abgesagte und verschobene Veranstaltungen. In der Schlussabrechnung weisen sie alle Erträge inklusive beanspruchter Hilfs- oder Ausfallbeiträge aus. Bei positivem Ergebnis kann die kantonale Kulturförderung den entsprechenden Anteil des Programmbeitrags zurückfordern.

Effektive Durchführung von verschobenen Kulturprojekten / Mehrkosten

Bei Projekten, die aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden mussten, wird die ursprünglich geplante Durchführung gleich behandelt wie eine Absage. Siehe: Abgesagte Kulturprojekte: Noch nicht ausbezahlte Förderbeiträge. Für die reinen Projektkosten der effektiven Durchführung (Verschiebung) kann ein neues Gesuch gestellt werden. Es gelten die regulären Förderkriterien und Fristen. 

Institutionen mit Leistungsvertrag

In den Erläuterungen zur Verordnung über die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus im Kultursektor vom 20. März 2020 hält der Bundesrat fest, dass er davon ausgeht, dass die vereinbarten Subventionen an Kulturinstitutionen von allen Staatsebenen weiterbezahlt werden, auch wenn die Subventionsempfänger im Einzelfall ihre Leistungen aufgrund der aktuellen Situation nicht oder nicht vollumfänglich erbringen können. Die kantonale Kulturförderung wird sich grundsätzlich an diese Vorgabe halten. Sie erwartet von den Kulturinstitutionen, dass sie alles unternehmen, um die Kosten, welche durch die aussergewöhnliche Situation entstehen, möglichst tief zu halten (Schadenminderung) und dass sie die vorhandenen Hilfeleistungen (z.B. Kurzarbeit) in Anspruch nehmen.

Kulturelle Organisationen mit jährlichen Beiträgen

Kulturelle Organisationen mit jährlichen Beiträgen, die ihr Angebot wegen der Corona-Pandemie nicht wie geplant erbringen können, werden gleich wie die Institutionen mit Leistungsvertrag behandelt (vgl. Abschnitt «Institutionen mit Leistungsvertrag»). Es gelten die gleichen Erwartungen betreffend Schadenminderung. 

 

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