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Der Kanton fördert die kulturelle Teilhabe mit Beiträgen an sieben Kooperationsprojekte

4. April 2018

Aus 41 Bewerbungen für den Förderakzent «Perspektivenwechsel – Impulsbeiträge für Kooperationsprojekte» hat die Jury die sieben besten Projekte ausgewählt. Diese fördern die Zusammenarbeit und den Austausch von Kulturschaffenden mit Akteuren aus anderen gesellschaftlichen Bereichen. Von diesem Perspektivenwechsel profitieren sowohl die Beteiligten als auch das breite Publikum. Die Stärkung der kulturellen Teilhabe ist eines der Ziele der kantonalen Kulturstrategie 2018.

Mit der Ausschreibung von Impulsbeiträgen setzt das Amt für Kultur des Kantons Bern gezielte Akzente in seiner Unterstützung von Kulturprojekten. Im Rahmen der Ausschreibung «Perspektivenwechsel – Impulsbeiträge für Kooperationsprojekte» werden die Beiträge nun zum dritten Mal vergeben.

Das Ziel der Ausschreibung ist es, Kulturakteurinnen und -akteuren (Institutionen, Organisationen, Kulturschaffenden) die Zusammenarbeit mit Beteiligten aus anderen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen – beispielsweise aus dem Sport, dem Sozialbereich oder dem Umweltschutz. Dadurch will das Amt für Kultur die kulturelle Teilhabe breiter Bevölkerungskreise stärken und den Dialog zwischen AkteurInnen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen intensivieren.

Der Wettbewerb stiess auf grosses Echo: 41 Kulturorganisationen haben ein Kooperationsvorhaben eingereicht und sich um einen Beitrag beworben. Die Bandbreite der gewählten Partnerorganisationen war gross: Sie reichte vom lokalen Gewerbeverband über Verwaltungsangestellte oder Naturwissenschaftlerinnen bis hin zu Sportclubs. Auch die Anzahl der anvisierten Partnerschaften variierte stark. Einige der Gesuchstellenden wollten sich mit rund einem Dutzend anderer Organisationen für ein gemeinsames Projekt zusammenschliessen.

Die siebenköpfige Jury wählte insgesamt sieben Projekte, die in ihrer Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit überzeugten. Insgesamt werden 251'000 Franken vergeben, um die Kooperationsprojekte zu ermöglichen.

Fotoforum Pasquart, Projekt Photographie, mémoire et bonheur (18'000 Franken)

Die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Bieler Alterssiedlungen erkunden mit den Kulturvermittlerinnen des Fotoforums den Zusammenhang zwischen Glück, Erinnerung und Fotografie. Das Projekt wird abschliessend in Form einer Ausstellung der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Projekt Kidswest In Aktion (20'000 Franken)

Die Verantwortlichen des Projekts bieten seit Jahren Kindern und Jugendlichen verschiedener Nationalitäten die Gelegenheit, vielfältige Formen von kulturellem Schaffen kennenzulernen und auch selber künstlerisch tätig zu werden. In den nächsten zwei Jahren sind Teilhabeprojekte mit Altersheimen, Polizeibehörden sowie Politikerinnen und Politikern vorgesehen.

Bieler Fototage, Projekt Promotion de la santé au travers de la participation culturelle (20'000 Franken)

In einem mehrstufigen Programm bearbeiten Frauen im Migrationskontext das Thema mentale Gesundheit – anhand einer geleiteten Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Die Kulturvermittlerinnen der Bieler Fototage entwickeln das Projekt mit dem schweizweit tätigen Verein «femmesTische».

Dino Rigoli, «amt für wahrnehmung», Projekt CORVO (25'000 Franken)

Der bildende Künstler Dino Rigoli und Stadtgrün Bern wechseln die Perspektive auf die Saatkrähen: Vordergründig oft als Plagegeister wahrgenommen, sind sie eigentlich intelligente und soziale Wesen. Eine Webcam, ein Beobachtungsturm sowie ein Comic bringen die gesellig-kommunikativen Vögel den Anwohnerinnen und interessierten Passanten näher.

Bernisches Historisches Museum, Projekt Sayra – Spaziergänge mit Geflüchteten durchs Museum (50'000 Franken)

Menschen mit Fluchterfahrung werden zu Museumsguides ausgebildet. Die persönlichen Erfahrungen und neuen Blickwinkel auf aussereuropäische Sammlungsbestände ermöglichen neue Erkenntnisse. Projektpartner ist der Verein «Multaka Bern», der sich zum Ziel gesetzt hat, den Dialog zwischen Asylbewerbenden und lokaler Bevölkerung zu stärken.

Museum Schloss Burgdorf, Projekt Kultur-Gut-Leben (58'000 Franken)

Das Museum Schloss Burgdorf macht in Zusammenarbeit mit Pro Burgdorf, der Vereinigung der Detaillisten, Dienstleisterinnen und Gewerbetreibenden, sein gesammeltes Kulturgut in Handwerks- und Gewerbebetrieben in der Stadt sichtbar und schafft neue Bezüge zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen musealen Objekten und Alltagsgegenständen.

Atelier ROHLING, Projekt Problem / Gelegenheit_Ein Zusammenspiel (60'000 Franken)

Etiketten wie «psychisch krank», «behindert» oder «geflüchtet» überdecken die Qualitäten, das Wissen und die Fähigkeiten der Personen, die dahinterstecken. Zusammen mit der katholischen Kirche der Region Bern will das Projekt soziokulturelle Arbeit mit künstlerischen Produktionen verknüpfen und so Menschen am Rande der Gesellschaft in den Fokus rücken.

Die Förderung der kulturellen Teilhabe ist eines der Hauptanliegen der kantonalen Kulturstrategie 2018. Am 20. März 2018 hat der Grosse Rat diese zur Kenntnis genommen. In einem partizipativ angelegten Prozess mit Kulturschaffenden und anderen Kulturförderstellen aus dem Kanton Bern war sie von der Erziehungsdirektion überarbeitet und vom Regierungsrat verabschiedet worden. Sie tritt nun in Kraft und dient als Kompass für die kantonale Kulturförderung der nächsten Jahre. Die Kulturstrategie 2018 führt Bewährtes weiter, gleichzeitig setzt sie neue Akzente. Ihre weiteren Hauptziele sind: kulturelle Vielfalt stärken, Zweisprachigkeit fördern und kulturelles Erbe erhalten und zugänglich machen. 

Siebenköpfige Jury mit internen und externen Fachpersonen

Die eingesetzte Jury bestand aus sieben Personen aus dem Kultur- und Wissenschaftsbereich. Neben den internen Jurymitgliedern – Hans Ulrich Glarner, Vorsteher des Amts für Kultur des Kantons Bern und Jurypräsident, sowie Sibylle Birrer, Vorsteherin der Abteilung Kulturförderung – waren fünf externe Fachpersonen beteiligt: Axel Roduit, Kulturbeauftragter der Stadt Meyrin, Petra Miersch, Förderfonds Engagement Migros, Beat Hächler, Direktor des Alpinen Museums der Schweiz, Valérie Meylan, Präsidentin der Commission intercantonale de littérature, sowie Rohit Jain, assoziierter Wissenschaftler an der Universität Zürich.

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