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Hagneck

Pionierwerk im Aaredelta

Donnerstag, 19. Juli
  

Führung: Rolf Weber (Denkmalpflege des Kantons Bern), Stephan Schneider (BKW)

Treffpunkt: Seestrasse 23, vor dem ehemaligen Turbinenhaus, 17.30 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)

ÖV: Ab Bahnhof Biel Regionalzug 16.50 Uhr bis «Hagneck», danach 15 Min. Fussweg

Anmeldung bis 16. Juli an denkmalpflege[at]erz.be.ch, +41 31 633 40 30

 

Einladungskarte (PDF, 2 MB, 2 Seiten)

Fachwerk 2018 - Pionierwerk im Aaredelta (PDF, 839 KB, 4 Seiten)

 

 

 

Maschinenhaus Kraftwerk Hagneck (Foto: Rolf Weber, Denkmalpflege des Kantons Bern).

Maschinenhaus Kraftwerk Hagneck (Foto: Rolf Weber, Denkmalpflege des Kantons Bern).

Das Kraftwerk Hagneck ist einer der letzten Vertreter des Schweizerischen Wasserkraftwerkbaus der ersten Generation. Die vorbildliche Restaurierung des Kraftwerks ist Teil eines gelungenen Gesamtprojektes.

Im Zuge der Gesamtüberbauung erfolgte 2015–2017 die Restaurierung der Werkstatt mit Transformatorenhaus von 1909 und des Maschinenhauses von 1897–1900. Am Donnerstag, 19. Juli führen die Denkmalpflege und der Projektleiter der BKW durch die historischen Bauten und erläutern das gelungene Gesamtprojekt. Die heutige Anlage mit historischem und neuem Baubestand, künstlichen Wasserkanälen und innovativen Renaturierungsmassnahmen bildet eine eindrückliche Einheit. Sie ist das Ergebnis einer erfolgreichen interdisziplinären Zusammenarbeit von unterschiedlichsten Interessensvertretungen und Fachstellen.

Funktionaler Komplex 

Ab 1988 wurden erste Studien für einen Ersatz des Kraftwerks angestossen und in den Folgejahren mehrere Entwürfe ausgearbeitet. Meist war ein Neubau unterhalb des bestehenden Wehres geplant und bei einigen Varianten der Abbruch von Maschinenhaus und Wehr sowie die Trockenlegung des Ober- und Unterwasserkanals vorgesehen. Daraufhin wurde anhand mehrerer denkmalpflegerischer Beurteilungen sowie eines Gutachtens der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege auf den bedeutenden architektur- und wirtschaftshistorischen Wert der Anlage aufmerksam gemacht. Im Zuge eines Konzessionsprojekts von 2008 wurde schliesslich die Durchführung eines Architekturwettbewerbs gefordert. Dieser bildete die definitive Grundlage für die neue Gesamtüberbauung unter Erhalt des Oberwasserkanals und Einbezug der Restaurierung von Maschinenhaus und Reparaturgebäude.

Architekturwettbewerb für Gesamtplanung 

Mit der Vision eines elektrifizierten Seelandes wurde 1897 der Bau des Kraftwerks Hagneck begonnen. Nach der ersten Juragewässerkorrektion entstand die Möglichkeit, das Gefälle des Hagneckkanals beim Einlauf in den Bielersee zur Stromproduktion zu nutzen. Im quer über dem Triebwasserkanal errichteten Maschinenhaus, der Zentrale, waren im Längstrakt fünf Maschinengruppen mit Turbine installiert, im turmartig erhöhten Gebäudeteil Schaltanlagen und Leitungsabgänge. Wichtiger Teil des Ensembles ist das ebenfalls direkt am Oberwasserkanal gelegene Transformatorengebäude von 1909. Durch seine Erweiterung um einen zweiten Turmanbau in den 1930er Jahren entstand ein funktionaler Komplex mit spannender Volumetrie. In der Zentrale wurde zu dieser Zeit die Maschineneinrichtung vollständig erneuert und das Gebäude in anderen Tönen gestrichen.

Restaurierung und Renaturierung

Das bauzeitliche Erscheinungsbild der Zentrale wurde mit Hilfe einer Farbanalyse der vorgängigen Anstriche rekonstruiert. Sämtliche Aussenanlagen blieben erhalten. Heute treibt das Wasser noch eine von fünf Turbinen der alten Zentrale an. Nach der Turbinierung strömt es in den Unterwasserkanal, der in eine Auenlandschaft zurückgeführt wurde.

Das neue Kraftwerk, ein monumentaler Betonbau, fügt sich harmonisch in die Landschaft und in das bestehende Ensemble ein. Die Bielersee Kraftwerke AG BIK hat mit dem Bau des derzeit modernsten Wasserkraftwerks der Schweiz den Glauben an die Wasserkraft bestätigt. Mit Mut und Weitsicht knüpfte man an den Innovationsgeist der Gründerväter an und würdigte den wichtigen Beitrag des alten Kraftwerks zur schweizerischen Technik- und Kulturgeschichte.


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