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Die Denkmalpflege des Kantons Bern ist eine Abteilung des Amts für Kultur. Der Standort der Denkmalpflegestelle ist Bern, mit einer bernjurassischen Aussenstelle in Tramelan und dem Bauteilelager in Münchenbuchsee.

 

Hauptstandort

Denkmalpflege des Kantons Bern
Schwarztorstrasse 31, Postfach
3001 Bern

Tel. +41 31 633 40 30 
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Aussenstelle Tramelan

Service des monuments historiques
Grand Rue 126
2720 Tramelan

Tel. +41 31 636 16 76 
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Nachruf für Michael Gerber 

Kantonaler Denkmalpfleger, 12. September 1963 – 18. März 2020 

 
 
Foto: Christian Helmle

Bild vergrössern Foto: Christian Helmle

Völlig unerwartet hat Michael Gerbers Leben geendet. Es war ein Leben voller Kraft, Geist und Herzlichkeit. Ein gutes Leben, wie er vielleicht selbst gesagt hätte. Das Wörtchen gut kam ihm gerne über die Lippen. Es passte zu seiner präzisen Ausdrucksweise. Er erreichte die Menschen auf direktem Weg, ohne Umschweife und Umstände, und er war ein aufmerksamer Zuhörer. Diese Fähigkeiten ermöglichten Michael Gerber den ihm so wertvollen Dialog.

Als Dialog verstand er auch seine Arbeit bei der Denkmalpflege des Kantons Bern, für die er seit 1991 tätig war und welcher er als Abteilungsleiter seit 2009 vorstand. Denkmalpflege war für Michael Gerber eine partnerschaftliche Aufgabe. Er dachte sie vom Menschen aus. So schrieb er 2018 im Vorwort des unter seiner Ägide ins Leben gerufenen Jahresberichts der Denkmalpflege, dem Magazin Fachwerk, "… dass heute viele Bauernbetriebe aufgeben müssen und die Landwirte ihre Existenzgrundlage verlieren, beschäftigt mich sehr. Dies wirkt sich letztendlich auch auf die bäuerlichen Bauten aus." Die Wertschätzung von Bauherrinnen und Bauherren für den respektvollen Umgang mit ihren Baudenkmälern lag Michael besonders am Herzen. Er schuf dafür vor gut einem Jahrzehnt den seither jährlich verliehenen Denkmalpflegepreis des Kantons Bern. Die ausgezeichneten Baudenkmäler sollen alltägliche Architektur oder Bauten sein, denn sie machen den Kanton ebenso aus, wie Schlösser oder Kirchen es tun. Freilich bedeuteten Michael Gerber auch die Berner Schlösser viel: Zuhause in Jegenstorf konnte er tagtäglich eines aus nächster Nähe betrachten. Von seinen zahlreichen denkmalpflegerischen Erfolgen sei hier die Begleitung der Sanierung von Schloss Schadau in Thun erwähnt. Im Einklang mit ihrer fachgerechten Instandstellung ist die Schadau zum Hotel- und Restaurantbetrieb weiterentwickelt worden. Das gemeinschaftliche Wirken auf und neben der Baustelle entsprach seinem Sinn für Teamarbeit und Handwerk.

Michael Gerber war durch und durch Sportsmann, was sich auch in seiner steten Fairness zeigte. Treue und Beharrlichkeit lebte er – etwa für den FC Basel, dem er seit früher Jugend die Daumen hielt. Das dürfte im Kanton Bern nie ganz leicht gewesen sein und passt gerade darum so gut zu seiner Unbeirrbarkeit. Er überzeugte sein Gegenüber mit Fachwissen und Charme. Uns allen, die wir Michael Gerber gekannt haben, leuchtet seine Persönlichkeit für immer in unsere Herzen hinein. Wir sind traurig und sprechen seiner Familie und seinen Nächsten unser tiefes Mitgefühl aus.

Richard Buser

Zum Autor
Dr. Richard Buser arbeitete von 1998 bis 2016 in verschiedenen Funktionen bei der Denkmalpflege des Kantons Bern, zuletzt als stellvertretender Denkmalpfleger. Seit 2016 ist er als Kunstdenkmäler-Autor des Kantons Basel-Landschaft und mit Lehraufträgen freiberuflich tätig.

 

 


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