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Chalet Diana und Schlosskirche Interlaken

Im Verkaufslokal überlagerten sich mehrere Farbfassungen. Der in gutem Zustand erhaltene Originalanstrich der Decke wurde zum Ausgangspunkt des neuen Farbkonzepts (Foto: © Alexander Gempeler).

Bild vergrössern Im Verkaufslokal überlagerten sich mehrere Farbfassungen. Der in gutem Zustand erhaltene Originalanstrich der Decke wurde zum Ausgangspunkt des neuen Farbkonzepts (Foto: © Alexander Gempeler).

Chalet Diana – Souvenirs d'Interlaken

Das Chalet Diana beherbergt seit dem 19. Jahrhundert einen Andenkenladen. Es gehört zu einer ganzen Reihe von Bauten, die im östlichen Bereich des Höhewegs jüngst restauriert wurden. Die üppigen Dekorationen im Innern des Ladens, die schon damals Alpenromantik vermittelten, sind noch heute die Grundlage des Vermarktungskonzepts. Als die neuen Besitzer das Geschäft 2017 übernahmen, wollten sie dieses zwar modernisieren, das einzigartige Interieur aber möglichst vollständig erhalten. Noch heute fühlt man sich hier im ersten Moment ins 19. Jahrhundert versetzt. Die Möbel wurden restauriert, sie erhielten einen dem Farbkonzept entsprechenden Anstrich. Parallel zu den Arbeiten im Innern wurde auch die Strassenfassade in den ursprünglichen frischen Farben gestrichen. Für die Restaurierung des Interieurs und der Strassenfassade erhielt die Bauherrschaft den Denkmalpflegepreis 2018 des Kantons Bern.

Interlaken, Höheweg 197 

Nordwand nach der Restaurierung. Freilegung der Befunde zu den verschiedenen Bauphasen hinter dem Chorgestühl. Dazu gehören Abdrücke von Konsolen und Balken der nachträglich eingefügten Zwischengeschosse (Foto: Christian Helmle).

Bild vergrössern Nordwand nach der Restaurierung. Freilegung der Befunde zu den verschiedenen Bauphasen hinter dem Chorgestühl. Dazu gehören Abdrücke von Konsolen und Balken der nachträglich eingefügten Zwischengeschosse (Foto: Christian Helmle).

Schlosskirche – Zeitfenster in eine bewegte Vergangenheit

Nach einer umfassenden Untersuchung der Oberflächen beschlossen die Verantwortlichen anlässlich der Restaurierungsarbeiten, die umfangreichste und bedeutendste Erneuerung des Männerkonvents von 1450 wiederherzustellen, um dem Chor seinen gotischen Charakter zurückzugeben. Die Wandflächen sind in einem ockerfarbenen Grau und mit einer aufgemalten Quadermalerei gefasst. Nach der Demonta-ge der Wandverkleidungen im Chor kam eine unbearbeitete Oberfläche zum Vorschein. Aus dieser lässt sich die Baugeschichte lesen: Vorreformatorische Bogenabdrücke, Ausholzungen und die ersten Farbfassungen sind ersichtlich. Die Nutzung als Kornlager mit Weinkeller ist an den Deckenbalken ebenfalls deutlich abgezeichnet. Diese Oberfläche wurde restauriert und als Zeitfenster in die Vergangenheit sicht-bar belassen.

Interlaken, Schloss 17


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