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Thun - Schloss Schadau

Das 1847–1852 direkt am Thunerseeufer erbaute Schloss Schadau beherbergte bisher einen Restaurantbetrieb, eine Pächter-Wohnung und ein Gastromuseum. Nun soll es betrieblich neu ausgerichtet werden. Ein Angebot an Gästezimmern und Seminarräumen wird das Restaurant mit seiner wunderschönen Terrasse ergänzen. Geplant ist eine Wiedereröffnung im Sommer 2019.

Schloss Schadau, Seestrasse 45 (Foto: Matthias Walter, Denkmalpflege des Kantons Bern, 2011).

Bild vergrössern Schloss Schadau, Seestrasse 45 (Foto: Matthias Walter, Denkmalpflege des Kantons Bern, 2011).

1837 kaufte Denis Carl Alfred de Rougement de Portalès den alten Landsitz mit Gutsbetrieb. Den Garten gestaltete er in einen englischen Park um und unternahm betriebliche Verbesserungen. Vor allem aber liess er nach den Plänen des Schweizer Architekten James Victor Collin und einem Fassadengestaltungs-Konzept des Pariser Architekten Pierre-Charles Dusillion zwischen 1847 und 1852 einen vieltürmigen, in mehrere Kuben gegliederten und in einem anspruchsvollen Materialmix gehaltenen Schlossneubau errichten - eine Verbindung von gotischen und Renaissance-Stilelementen. Der malerische Gesamteindruck erinnert an Landsitze aus der Tudorgotik und an Loireschlösser. 

Aktuelles Projekt

Vor den Bauarbeiten für diese Neuausrichtung erfolgen Unterhaltsarbeiten: Die Gebäudehülle ist dank Sanierungen zwischen 1954 und 1996 nach wie vor in gutem Zustand, die Fenster funktionstüchtig. Diese sollen nur überprüft, gerichtet und gestrichen werden. Wo sie fehlt, setzt man Isolierverglasung ein. Der Charakter der Fassaden und des Gebäudes überhaupt bleibt unverändert erhalten. Im Innern des Schlosses sind jedoch technische Einrichtungen und Oberflächen in die Jahre gekommen und weisen teilweise Schäden auf. Auch Anforderungen an Brand- und Personenschutz sowie ein barrierefreier Zugang müssen den heutigen Vorschriften und Normen angepasst werden.
Die Herausforderung des Projekts besteht darin, Lösungen zu entwickeln, welche sowohl einem funktionierenden Gastbetrieb als auch dem Wert des Gebäudes als Baudenkmal Rechnung tragen. Speziell sind die vielen Originaleinbauten auf allen Geschossen, deren Wiederherstellung grosse Sorgfalt erfordert.

Das vorliegende Bauprojekt nimmt auf die Bedeutung des Objekts Rücksicht, indem es die baulich notwendigen Massnahmen auf ein verträgliches Minimum reduziert und sie der historischen Bausubstanz unterordnet. Einzelne ungeschickte Baumassnahmen aus früheren Etappen können dabei korrigiert oder rückgängig gemacht werden. Zudem beabsichtigen Bauherrschaft wie Planer, den historischen Charakter des Schlosses im Innern mit seiner herausragenden Ausstattung auch mit der erweiterten Gastro-Nutzung beizubehalten, was erhöhte Anforderungen und äusserste Sorgfalt im Umgang mit den Farb-, Material- und Ausstattungskonzepten der fixen und mobilen Neubauteile verlangt.

Untergeschoss
Bankettküche, Haustechnikräume, Nebenräume des Restaurants wie Toilettenanlagen und Personalgarderobe befinden sich im Untergeschoss. Für die Warenanlieferung wird eine Hebeplattform eingebaut. Im nordöstlichen Turmbereich führt eine neue Wendeltreppe vom Untergeschoss ins Erdgeschoss. Sie ersetzt die 1980 eingebaute Treppe im zentralen Empfangsraum.

Erdgeschoss
Im nordwestlichen Turm ist anstelle der WC- Anlagen ein rollstuhlgängiger Lift vorgesehen, welcher alle Geschosse bis zum zweiten Obergeschoss erschliesst. Ansonsten bleibt das Erdgeschoss unverändert. Die Prunkräume werden weiterhin als Gasträume genutzt. Die ehemalige Anrichte wird zu einer Restaurantküche aufgerüstet. Empfang und zentraler Zugang zum Gastbetrieb liegen in der «Gobelinstube». Es wird grossen Wert auf die Erhaltung auf der Stimmung der bestehenden Räume gelegt. Jeder Raum erhält hingegen eine individuelle, möglichst auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtete Einrichtung und Dekoration.

Obergeschoss
Die beiden mittleren seeseitigen Räume in den Obergeschossen werden zu Seminarräumen, die restlichen zu neun Gästezimmern mit Dusche/WC aufgerüstet. Die Räumlichkeiten werden in ihren Proportionen unverändert belassen. Möbel und Beleuchtung in den Gästezimmern sollen möglichst dem Stil der Bauzeit entsprechen. Es wird jedoch keine einheitliche Möblierung geben, jedes Zimmer wird individuell gestaltet.

Dachgeschoss
Ein Teil des Dachgeschosses wird weiterhin durch haustechnische Installationen belegt, der Rest bleibt ungenutzt.

Februar 2019

Januar 2019

Dezember 2018

November 2018

Oktober 2018

September 2018

August 2018

Juli 2018 

Juni 2018 

Mai/Juni 2018 

Mai 2018

März/April 2018

Die Vorbereitungs- und Sanierungsarbeiten haben begonnen. 


Weitere Informationen

 


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