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Rettungsgrabung im römischen Gutshof von Münsingen

Das Areal des römischen Gutshofes während den Sondierungen 2018. Links die Kirche, wo das Herrenhaus vermutet wird, in der Bildmitte die Ebene, wo der Ökonomieteil erwartet wird. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Urs Liechti

Bild vergrössern Das Areal des römischen Gutshofes 2018. Links die Kirche, wo das Herrenhaus vermutet wird, in der Bildmitte die Ebene, wo seit 2020 im Ökonomieteil gegraben wird. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Urs Liechti

Seit September 2020 untersucht der Archäologische Dienst des Kantons Bern Reste des römischen Gutshofes von Münsingen. Anlass der Rettungsgrabung ist der Bau der Entlastungsstrasse Nord, dessen Beginn für den Sommer 2021 geplant ist. Der Archäologische Dienst untersucht nur die durch das Bauvor-haben unmittelbar bedrohten Bereiche, die einen Bruchteil der gesamten Gutshofanlage ausmachen.

Bereits die erste Grabungsetappe hat ein gut erhaltenes Gebäude mit einer noch teilweise vorhandenen Unterboden-heizung (Hypokaust) zutage gefördert. Das Gebäude gehört nicht zum Herren-haus, sondern liegt im Ökonomieteil des Gutshofes, wo beheizte Räume unüblich sind. Mit der Lage des neu entdeckten Gebäudes lässt sich die Ausdehnung des römischen Gutshofes besser fassen. So erstreckt sich die Anlage mit den Wirtschaftsbauten auf mindestens 220 m Länge entlang der heutigen Bahnlinie und hangaufwärts gegen Norden über rund 170 m.

Für den Archäologischen Dienst des Kantons Bern ist die Entdeckung keine Überraschung, denn die Präsenz eines Gutshofes im Areal ist seit Längerem bekannt. Entsprechend wurden Art und Ausdehnung der archäologischen Reste im Areal Rossboden 2018 und im Frühjahr 2020 mit Sondierungen überprüft und die nun laufende Rettungsgrabung geplant.

Gleich in der ersten Grabungsfläche zeigt sich ein mit Bodenheizung (Hypokaust) ausgestattetes römisches Gebäude. Direkt über den Pfeilern in der Bildmitte befand sich der zu beheizende Fussboden. Die Grundmauern wurden später gezielt beraubt. Am rechten Bildrand liegt die Einfeuerungsstelle (Praefurnium), im Vordergrund ein antiker Kanal. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Stefan Aebersold

Bild vergrössern Das mit einer Bodenheizung (Hypokaust) ausgestattete römische Gebäude. Direkt über den Pfeilern in der Bildmitte befand sich der zu beheizende Fussboden. Die Grundmauern wurden später gezielt beraubt. Am rechten Bildrand liegt die Einfeuerungsstelle (Praefurnium), im Vordergrund ein antiker Kanal. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Stefan Aebersold


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