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Kiesabbau und Archäologie in Kallnach, Challnechwald

Kiesabbau und Archäologie im Challnechwald

Seit dem Mai 2019 läuft im Challnechwald südlich von Kallnach eine Grossgrabung des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern. Anlass für die seit Längerem geplante archäologische Untersuchung ist der Abbau eines Teils des Hügelzuges zur Kiesgewinnung. Auf dem Hügelplateau befindet sich eine Grabhügelnekropole aus der älteren Eisenzeit (sog. Hallstattzeit, 800–450 v. Chr.).

Ein Grabhügel besteht aus einer Grabkammer aus Holz und manchmal aus Steinen, die in der Mitte des Hügels liegt. Der Hügel selbst besteht aus aufgeschütteter Erde und/oder Steinen. Die Grabhügel vom Challnechwald sind schon seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Vier davon wurden bereits 1874/1877 teilweise ausgegraben.

Übersichtskarte des Gebiets Challnechwald bei Kallnach. Der Hintergrund besteht aus einer LiDAR-Aufnahme. © Bundesamt für Landestopografie, grafische Bearbeitung: Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Daniel Marchand

Bild vergrössern Übersichtskarte des Gebiets Challnechwald bei Kallnach. Der Hintergrund besteht aus einer LiDAR-Aufnahme. © Bundesamt für Landestopografie, grafische Bearbeitung: Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Daniel Marchand

Die archäologische Untersuchung im Challnechwald wird in Etappen aufgegliedert. Die erste Etappe besteht aus der Untersuchung des Grabhügels A und dessen Umgebung. Dieser Hügel hat einen Durchmesser von rund 28 m und eine erhaltene Höhe von 2,8 m.

Grabhügel werden üblicherweise in Vierteln gegraben, damit die Abfolge der Erdschüttungen im Profil beobachtet werden kann. Die ersten Untersuchungen haben ergeben, dass der Grabhügel A über eine lange Zeit genutzt und zweimal wieder aufgeschüttet wurde. Er hat dementsprechend drei Bauphasen.

Solche nachträglichen Aufschüttungen dienen der Vergrösserung der Hügelmasse, damit darin zusätzliche Personen bestattet werden können. Im Challnechwald wurden bereits mehrere dieser sogenannten Nachbestattungen identifiziert. Aus einem dieser Gräber stammt auch ein 2500-jähriger Goldohrring.

Der Grabhügel A während den Ausgrabungsarbeiten im April 2020. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Christian Häusler

Bild vergrössern Der Grabhügel A während den Ausgrabungsarbeiten im April 2020. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Christian Häusler


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