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Aktuell 2021

Cover der Publikation «Vom frühmittelalterlichen Dorf zum Handwerkerquartier des 19./20. Jahrhunderts». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Cover der Publikation «Vom frühmittelalterlichen Dorf zum Handwerkerquartier des 19./20. Jahrhunderts». © Archäo-logischer Dienst des Kantons Bern

Langenthal, Wuhrplatz
Im Zentrum von Langenthal führten die Umgestaltung des Wuhrplatzes und der Neubau von Mehrfamilienhäusern 2009 bis 2012 zu archäologischen Grabungen. Diese brachten die Reste des Dorfes Langatun aus dem 7./8. bis 12. Jahrhundert zum Vorschein, darunter Pfostengruben und kleine Werkhütten. Im Boden erhalten blieben auch Keramikscherben, Steingeräte, Tierknochen und Reste von Pflanzen. Aus unbekanntem Grund wurde dieser Dorfbereich aufgegeben und im 13. Jahrhundert als Wässermatte genutzt, bevor im 18./19. Jahrhundert Menschen hier wieder ihre Häuser bauten.

Inhalt  (PDF, 57 KB, 2 Seiten)

Katharina König, Vom frühmittelalterlichen Dorf zum Handwerkerquartier des 19./20. Jahrhunderts. Die Ergebnisse der Ausgrabungen von 2008 bis 2012 im Langenthaler Wuhrquartier. Hefte zur Archäologie im Kanton Bern 6. Bern 2020. 328 S. mit 234 Abb., 29 Taf. und 4 Beilagen – Preis: CHF 38.–. ISBN 978-3-9525057-3-1.

Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb.sab@be.ch, Tel. +41 (0)31 633 98 00.  

 
Ausgrabung im römischen Gutshof von Münsingen. Die Mauern eines Gebäudes und Reste eines Mörtelbodens treten direkt unter dem Humus auf. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Regula Gubler

Bild vergrössern Ausgrabung im römischen Gutshof von Münsingen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Regula Gubler

Tag der offenen Grabung

Am Freitag, 28. Mai 2020, 15–20 Uhr präsentiert der Archäologische Dienst die Ausgrabung im römischen Gutshof von Münsingen der Öffentlichkeit. Vor Ort gibt es regelmässige Gruppenführungen durch die Ausgrabung (Beginn letzte Führung 19.30 Uhr). Zugang vom Schlossgut, bitte halten Sie sich an das Leitsystem.

Zusammen mit den Grabungsführungen öffnet die Containerausstellung des Archäologischen Dienstes im Schlossgut-areal ihre Tore. Die Ausstellung kann bis am 19. Juni 2021 besichtigt werden.

Hinweis

Vor Ort stehen keine Autoparkplätze zur Verfügung. Anreise wenn möglich mit dem ÖV, dem Velo oder zu Fuss. Der Fussmarsch von der Ausgrabung zur Ausstellung dauert rund 10 Minuten.

Die Grabung im römischen Gutshof von Münsingen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Raphael Ehrensperger

Bild vergrössern Die Grabung im römischen Gutshof von Münsingen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Raphael Ehrensperger

Der steinzeitliche Abri Reginenstein in Twann-Tüscherz wurde 1911 unter der Leitung von Jakob Wiedmer-Stern erforscht. Die Fundstelle, deren genaue Lokalisation unbekannt war, wurde im Februar 2021 im Rahmen einer Feldbegehung wiederentdeckt. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein

Bild vergrössern Der steinzeitliche Abri Reginenstein in Twann-Tüscherz, deren genaue Lokalisation unbekannt war, wurde im Februar 2021 im Rahmen einer Feldbegehung wiederentdeckt. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein

Revision Archäologisches Inventar

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat das Archäologische Inventar nachgeführt. Es umfasst alle bekannten und vermuteten archäologischen Fund-stellen im Kanton. Das revidierte Inventar soll, erstmals nach 1982, im Laufe des Jahres 2021 vom Amt für Kultur für alle Gemeinden des Kantons verfügt werden.

Das Archäologische Inventar des Kantons Bern umfasst gegenwärtig mehrere Tausend Fundstellen. Dazu gehören etwa Pfahlbauten, Grabhügel, römische Gutshöfe, mittelalterliche Städte, aber auch Zeugen des neuzeitlichen Gewerbes wie Reste von Schmelzöfen, Glashütten
oder Hafnereien. Zum Inventar zählen auch etwa 1300 archäologische Schutz-gebiete, die den Schutz besonders sensibler Zonen gewährleisten sollen.

Ansicht der Nord- und Ostseite der Burgruine; im Hintergrund das Stockhorn. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

Bild vergrössern Ansicht der Nord- und Ostseite der Burgruine; im Hintergrund das Stockhorn. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

Die Jagdburg in Stocken-Höfen

Die Burgruine über dem Stockental ist seit langem in einem schlechten Zustand. Dank intensiven Bemühungen von Stiftung, Verein und dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern konnte im Frühjahr 2020 die Sanierung begonnen werden. Die Stiftung ist aber weiterhin auf Geldsuche zur Beendigung des Vorhabens in diesem Jahr.

Die Ruine der Jagdburg ist ein äusserst interessantes Objekt. Schon ihre Lage ist aussergewöhnlich: Sie steht auf einem schmalen Geländesporn am Nordrand des Stockentals, aber nicht auf dem höchsten Punkt, von dem aus der ganze Thunersee überblickbar wäre, sondern dem Stockental zugewandt und über diesem thronend.

Die Wanderausstellung auf dem Casinoplatz in Meiringen bei der Eröffnung am 20. März 2021. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Andrea Francesco Lanzicher

Bild vergrössern Die Wanderausstellung auf dem Casinoplatz in Meiringen bei der Eröffnung am 20. März 2021. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Andrea Francesco Lanzicher

Wanderausstellung in Meiringen eröffnet

Am 20. März 2021 öffnete die Wanderausstellung «Archäologie macht Geschichte – Funde aus dem Kanton Bern» in Meiringen ihre Tore. Bis am 10. April 2021 lassen sich auf dem Casinoplatz ganz unterschiedliche Funde der Berner Archäologie samt ihren Geschichten entdecken. Nach Meiringen reist die Ausstellung weiter nach Zweisimmen und Münsingen.

Die Wanderausstellung ist Teil des Jubiläumsprogrammes, das der Archäologische Dienst des Kantons Bern anlässlich seines 50. Geburtstages erstellte. Coronabedingt konnte 2020 diese
Reise durch den Kanton Bern zu Beginn
nicht stattfinden. Weitere Informationen
und die detaillierten Öffnungszeiten der
Ausstellung finden Sie auf der Website
www.be.ch/archaeologie

Die rot markierte Pfahlbaufundstelle befindet sich rund 150 m nördlich der bekannten Siedlungsreste Strandbad/Moossee-Ost. Blick Richtung Osten. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Daniel Steffen

Bild vergrössern Die rot markierte Pfahlbaufundstelle befindet sich rund 150 m nördlich der bekannten Siedlungsreste Strandbad/Moossee-Ost. Blick Richtung Osten. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Daniel Steffen

Archäologische Prospektion im Moossee

Vor mehr als 160 Jahren wurden am Moossee die ersten Pfahlbauten entdeckt und kurz darauf intensiv erforscht. Bisher archäologisch unbekannt blieb hingegen der See selbst. Dies änderte sich im Januar 2021, als die Tauchequipe des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern den Kleinsee erstmals erkundete.

Am Südufer des Mossees wurde ein von der Zeit deutlich gezeichneter Einbaum entdeckt. Ausser dem Rumpf waren nur Ansätze des erodierten Hecks und der Bordwände sichtbar, der Bugbereich liegt verborgen im Seesediment. Rund 150 m nördlich der bekannten Pfahlbaufundstelle
Strandbad/Moossee-Ost wurden zudem
ausgezeichnet erhaltene Siedlungsreste
enteckt. Sie datieren gemäss Dendro-
chronologie gegen Ende der Steinzeit, um
2686 und 2669 v. Chr.

Logo zum 10-Jahr-Jubiläum des Unesco-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen © Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes

Bild vergrössern Logo zum 10-Jahr-Jubiläum des Unesco-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen © Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes

10 Jahre Unesco-Welterbe «Prähist-orische Pfahlbauten um die Alpen»

Am 27. Juni 2011 wurden die «Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen» offiziell in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. Seither gehören auch sechs «Pfahlbauten» im Kanton Bern zum Welterbe. Das 10-Jahr-Jubiläum wird international gefeiert, auch der Archäologische Dienst des Kantons Bern beteiligt sich daran.

Vom Gebiet des Kantons Bern stammen sechs jungsteinzeitliche Unesco-Welterbefundstellen: Biel/Bienne-Vingelz, Hafen, Lüscherz, Dorfstation, Twann-Tüscherz, Bahnhof, Seedorf, Lobsigesee und Vinelz, Strandboden. Fünf dieser Fundstellen liegen am Bielersee, wo sich beim von Rütte-Gut in Sutz-Lattrigen auch die Tauchbasis des Archäologischen
Dienstes befindet. Weitere «Pfahlbau»-
Fundstellen liegen an den Ufern der
anderen Berner Seen, wie am Burgäschisee,
Inkwilersee, Moossee, Neuenburgersee und
am Thunersee.

Das mit einer Bodenheizung (Hypokaust) ausgestattete römische Gebäude. Direkt über den Pfeilern in der Bildmitte befand sich der zu beheizende Fussboden. Die Grundmauern wurden später gezielt beraubt. Am rechten Bildrand liegt die Einfeuerungsstelle (Praefurnium), im Vordergrund ein antiker Kanal. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Stefan Aebersold

Bild vergrössern Das mit einer Bodenheizung (Hypokaust) aus-gestattete römische Gebäude. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Stefan Aebersold

Archäologische Neuentdeckungen im Gutshof von Münsingen

Im römischen Gutshof von Münsingen führt der Archäologische Dienst des Kantons Bern seit September 2020 eine Rettungsgrabung durch. Anlass der Rettungsgrabung ist der ab Sommer 2021 geplante Bau einer Entlastungsstrasse.

Bereits die erste Grabungsetappe im römischen Gutshof von Münsingen hat Reste eines gut erhaltenen Gebäudes zum Vorschein gebracht. Das neu entdeckte Gebäude verfügt über eine noch teilweise vorhandene Unterbodenheizung (Hypokaust). Das frei-gelegte Gebäude gehört aber nicht zum
Herrenhaus, sondern zum Ökonomieteil des
Gutshofes, wo beheizte Räume unüblich sind.

Die fertige Schüttung (helle Zone im Wasser) deckt die Fläche mit archäologischen Schichten der jungsteinzeitlichen Fundstelle Sutz-Lattrigen, Rütte ab. Der Wellenbrecher, der bei Hochwasser überspült wird, soll das weitere Zurückweichen des Ufers verhindern. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Carlos Pinto

Bild vergrössern Die Schüttung (helle Zone im Wasser) deckt die Fläche mit archäologischen Schichten der jung-steinzeitlichen Fundstelle Sutz-Lattrigen, Rütte ab. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Carlos Pinto

Schutz für Unesco-Welterbe-Fundstelle in Sutz-Lattrigen

Seit der Juragewässerkorrektion ist die rund 4750-jährige Pfahlbaufundstelle vor dem von Rütte-Gut in Sutz durch die Erosion des Seegrunds und des Ufers gefährdet. Von August bis November 2020 liess der Archäologische Dienst des Kantons Bern einen Schutzbau für die Unesco-Welterbefundstelle errichten.

Vor der Landspitze beim von Rütte-Gut in Sutz liegt eine wichtige Fundstelle aus der Jungsteinzeit. Sie steht seit 2011 im
Rahmen des Welterbes «Prähist-orische Pfahlbauten um die Alpen» unter
dem Schutz der Unesco. 


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