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Cover Archäologie Bern 2018. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Jahrbuch «Archäologie Bern 2018»

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern war im Jahr 2017 im ganzen Kantonsgebiet und an unterschiedlichen archäologischen Fundstellen beschäftigt. Er entdeckte Spuren von Alpwirtschaft und frühem Alpinismus auf einer Alp bei Grindelwald, dokumentierte ein historisches Gasthaus im Berner Jura oder barg frühmittelalterliche Schwerter aus dem Bielersee. Ergebnisse zu diesen und weiteren Untersuchungen werden nun im Jahrbuch «Archäologie Bern 2018» vorgelegt.

Inhalt (PDF, 69 KB, 2 Seiten)

Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018. Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2018/ Annuaire du Service archéologique du canton de Berne 2018. Bern 2018. 288 Seiten mit 387 Farbabbildungen. Preis: CHF 56.–. ISBN 978-3-9524659-5-0.

Zu beziehen in Buchhandlungen oder bei Verlag RubMedia, Tel. 031 380 14 80.   

Cover der Monografie «Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität
in den Ufersiedlungen am Bielersee» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Cover der Monografie «Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Um 2700 v. Chr. – Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee

Vor gut 30 Jahren begann der Archäologische Dienst des Kantons Bern mit der systematischen Zustands-dokumentation der prähistorischen Ufersiedlungen rund um den Bielersee. Nun liegen die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser wegweisenden archäologischen Tauchuntersuchungen im Kanton Bern in Buchform vor.

Zur Publikation bestehen zusätzliche elektronische Abbildungen und Datentabellen, die unter Daten und Downloads zur Verfügung stehen. 

Angaben zum Werk
Peter J. Suter, Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee. Bern 2017.
764 S. mit 562 Abb. und 296 Taf. Preis: CHF 82.–.
ISBN 978-3-9524659-4-3.
Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, 031 633 98 00.
 

Der Jochaufsatz aus Buntmetall. Der Kopf ist fein gerillt und mit roten Glaseinlagen versehen. Höhe des Stücks 9,2 cm. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

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Sondierungen in Roggwil, Fryburg

Im Oktober 2018 hat der Archäologische Dienst des Kantons Bern in Roggwil, Fryburg Sondierungen durchgeführt. Bereits in der ersten Sondierung kam rund 50 cm unter der Oberfläche eine Grube zum Vorschein. Keramikscherben bestätigen, dass die Abfallgrube in der späten Eisenzeit zugefüllt wurde.

Aus einer weiteren Grube stammt ein Jochaufsatz aus Buntmetall. Das vollständig erhaltene Stück besteht aus einem durch horizontale Rippen gegliederten Stab, dessen Kopf rote Glaseinlagen aufweist.

Profilausschnitt der Grabung 1974–76 in Twann. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Neuerscheinung «Twann, Band 21»

Mit Band 21 der Buchreihe «Die neolithischen Ufersiedlungen von Twann» wird 2018 der Schlussbericht der Grabung und Auswertung von 1974–1982 vorgelegt.

Die Monografie zieht Bilanz und gibt einen guten Überblick zu den umfassenden Forschungsergebnissen. Ein 30-seitiger Kommentar des Autors und damaligen Grabungsleiters, Werner E. Stöckli, von 2017 ordnet die Grabungsergebnisse in die aktuelle Forschung ein.

Die Hand von Prêles. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

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Eine 3500-jährige Hand mit Goldarmband

Im Herbst 2017 lieferten Privatpersonen einen aussergewöhnlichen Fundgegenstand im Archäologischen Dienst des Kantons Bern ab: Eine Hand aus Bronze und Gold. Das Alter der Bronzehand konnte mit Hilfe einer Radiokarbondatierung (C14) in die Zeit von 1500–1400 v. Chr. datiert werden.

Bei der Nachgrabung an der Fundstelle stiess das Team des Archäologischen Dienstes im Frühsommer 2018 auf ein Grab, welches die Knochen eines erwachsenen Mannes enthielt. Der Bestattete dürfte eine bedeutende Persönlichkeit gewesen sein.

Die Hand von Prêles ist bislang die weitaus älteste bekannte Bronze in der Form eines menschlichen Körperteils. Ob die Hand im Drei-Seen-Land hergestellt wurde oder aus einem ferneren Gebiet stammt, muss vorerst offenbleiben.

Ein Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern benetzt die stark verbrannten Seitenwände der bronzezeitlichen Grube. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner

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Eine bronzezeitliche Höhensiedlung unter der Zähringerburg

Seit Juni 2018 laufen die umfangreichen Bauarbeiten für das «Offene Schloss» in Burgdorf mit Jugendherberge, Gastronomie und Museum. Beim Rückbau der ehemaligen Gefängniszellen im alten Kornhaus gewann der Archäologische Dienst des Kantons Bern neue Erkenntnisse zur Gründungszeit der Burg um 1200.

Zudem kamen überraschende Funde aus der Bronzezeit zum Vorschein. Die eindrücklichsten Reste der rund dreitausendjährigen Höhensiedlung sind mehrere Gruben. Die grösste hat einen Durchmesser von vier Metern und ist mit mehreren übereinanderliegenden, stark verbrannten Lehmwänden ausgekleidet.

Mit dem Bagger wird in der Grabung Campus Biel/Bienne Schicht für Schicht bis auf die Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit abgetragen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Tag der offenen Tür in der Grabung «Campus Biel/Bienne»

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern führt am Freitag, 9. November 2018 über die jungsteinzeitliche Ausgrabung beim Bahnhof Biel.

  • Start der Führungen: 14–18.40 Uhr.
  • Treffpunkt: bei der Baustellen-Einfahrt an der Johann-Aberli Strasse in Biel (vis-à-vis Coop).
  • Ausrüstung: Gutes Schuhwerk und dem Wetter entsprechende Kleidung.
Das holografische Model des Christoffelturms. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Christoffel reloaded

Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 soll der 1865 abgebrochene Christoffelturm auf dem Bahnhofplatz Bern wiederauferstehen. Mittels modernster holografischer Technologie wird der Turm vor Ort und in originaler Grösse für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht.

Die Veranstaltung findet statt jeweils am Samstag, 29. September, 20. Oktober und 3. November 2018, von 19.30 bis 22 Uhr. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der NIKE.

Ausgrabungsarbeiten auf dem Gelände des künftigen «Campus Biel/Bienne». Mit dem Bagger wird Schicht für Schicht bis auf die Siedlungsreste aus der Jungsteinzeit abgetragen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Spuren aus der Jungsteinzeit auf der Ausgrabung «Campus Biel/Bienne»

Seit März 2018 graben die Mitarbeitenden des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern im Vorfeld des Neubaus «Campus Biel/Bienne» der Berner Fach-hochschule hinter dem Bahnhof Biel. 

Ungefähr 5 m unter dem heutigen Terrain werden im Moment die Reste einer rund tausend Jahre älteren Siedlung aus der Zeit um 3800 v. Chr. untersucht. Mehrere hundert Pfähle verschiedener Holzarten bildeten einst eine dichte doppelreihige Palisade um das jungsteinzeitliche Dorf.

Rohbau der Einbaumvitrine am Ufer des Moossees. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Ausstellungsvitrine für einen Einbaum eingeweiht

Am letzten Augustwochenende wurde in Moosseedorf eine archäologische Vitrine mit einem 6500 Jahre alten Einbaum eingeweiht.

Dazu entwickelte das Architektur- und Ausstellungsbüro Groenlandbasel – auf Wunsch der Gemeinde Moosseedorf und mit der Unterstützung von Partnern, Gönnern, Sponsoren und Stiftungen – eine Ausstellungsvitrine. Sie hat die Form eines stilisierten Bootes und ist frei zugänglich.

Eine Alpruine im Gebiet Hasliberg, Hinder Tschuggi. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Urs Ryter

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Europäische Tage des Denkmals 2018

Am Samstag, 1. September 2018 veranstaltet der Archäologische Dienst des Kantons Bern im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals eine geführte Rundwanderung im Gebiet Meiringen/Hasliberg.

Programmbeschrieb: «Käsen auf der Alp – Auf den Spuren aufgelassener Alphütten».

Spontane Anmeldungen sind noch möglich: Tel. 079 393 90 83.

 

Buchcover «Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Vernissage Jahrbuch Archäologie Bern 2018

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern übergibt am 26. Juni 2018, 18 Uhr, sein neues Jahrbuch der Öffentlichkeit. Thematischer Schwerpunkt der Vernissage im Chüechlihus in Langnau ist das Referat eines Ehrenamtlichen, der aktuelle Ergebnisse zur Burgen- und Verkehrslandschaft im Oberen Emmental vorstellen wird.

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern war im Jahr 2017 im ganzen Kantonsgebiet und an unterschiedlichsten archäologischen Fundstellen tätig. Ausgesuchte Ergebnisse aus den insgesamt 253 archäologischen Felduntersuchungen des Berichtsjahres werden im Jahrbuch «Archäologie Bern 2018» vorgelegt.

Das Kornhaus von 1749 im Schloss Burgdorf. Hinter den lange Zeit zugemauerten und nun wieder geöffneten Arkaden lag das Regionalgefängnis. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marco Amstutz.

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Der Umbau des Schlosses Burgdorf unter Beteiligung der Archäologie

Der Umbau im Schloss Burgdorf steht unmittelbar bevor – das Museum soll erneuert werden und in den ehemaligen Räumlichkeiten der bernischen Verwaltung entsteht eine Jugendherberge mit Restaurant.

Bereits an der Arbeit ist der Archäologische Dienst des Kantons Bern, denn die Baumassnahmen sehen Bodeneingriffe vor, die die archäologische Substanz tangieren.

Schwerpunkt der archäologischen Untersuchungen ist der Nordflügel. In dessen Westteil stand einst die Burgkapelle St. Margarethen. Weiter östlich wurde 1749 ein Kornhaus errichtet, das 1880 zum Regionalgefängnis umgebaut wurde. Bereits zeichnen sich unter den Resten von Gefängnis und Kornhaus erste Bauspuren ab: Gewölbe, Mörtelböden und abgebrochene Mauern von grosser Dicke, die zum älteren Bestand gehören dürften.

Einweihung Einbaumvitrine Moosseedorf

Am Samstag, 25. August 2018, 16.30–19 Uhr, wird in Moosseedorf ein neuer Park am Seeufer eingeweiht. Herzstück der Anlage ist die Vitrine für einen rund 6500-jährigen Einbaum, der 2011 im Strandbad am Moossee gefunden wurde. 

Rohbau der Einbaumvitrine am Ufer des Moossees. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Hinweis

Der Aufbau der Einbaumvitrine im Fernsehbeitrag von «SRF Schweiz Aktuell».

Aktuelles zum Einweihungsfest vom 25. August 2018 finden Sie auch in der Medienmitteilung und auf der Facebook-Seite des Kantons Bern.

 

Cover Archäologie Bern 2018. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Buchvernissage Jahrbuch
«Archäologie Bern 2018»

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern war im Jahr 2017 im ganzen Kantonsgebiet und an unterschiedlichsten archäologischen Fundstellen beschäftigt. Er entdeckte Spuren von Alpwirtschaft und frühem Alpinismus auf einer Alp bei Grindelwald, dokumentierte bauliche Reste eines historischen Gasthauses im Berner Jura oder barg frühmittelalterliche Schwerter aus dem Bielersee. Ergebnisse zu diesen und weiteren archäologischen Untersuchungen werden nun im Jahrbuch «Archäologie Bern 2018» vorgelegt.

Inhalt (PDF, 69 KB, 2 Seiten)

Der reich bebilderte Band «Archäologie Bern 2018» wird am 26. Juni 2018 um 18 Uhr im Chüechlihus in Langnau präsentiert. Thematischer Schwerpunkt der Vernissage ist ein Vortrag zur Prospektion und Burgenforschung im Emmental. Auch dieses Thema wird im Jahrbuch im Rahmen eines Aufsatzes diskutiert.

Einladung zur Buchvernissage (PDF, 1 MB, 1 Seite) 

Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018. Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2018/ Annuaire du Service archéologique du canton de Berne 2018. Bern 2018. 288 Seiten mit 387 Farbabbildungen. Preis: CHF 56.–. ISBN 978-3-9524659-5-0.
Zu beziehen in Buchhandlungen oder bei Verlag RubMedia, Tel. 031 380 14 80.   

Bern, Engehalbinsel. Eisenzeitlicher Gürtelhaken aus Bronze. Der Durchmesser des fragmentierten Objekts beträgt 2,6 cm, die Höhe des K(n)opfes 2,2 cm. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Philippe Joner.

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Ein Kelte von der Berner Engehalbinsel

Der Sturm «Burglind» vom 3. Januar 2018 hatte auch im Bereich der keltischen und römischen Siedlungen auf der Berner Engehalbinsel zahlreiche Bäume umgeworfen – und dabei archäologische Funde freigelegt.

Im Wurzelteller eines umgestürzten Baumes im Reichenbachwald kam auch der abgebildete bronzene Gürtelhalken aus der jüngeren Eisenzeit (Latènezeit) zum Vorschein. Das fein gearbeitete Objekt diente einst als Verschluss einer Gürtelkette oder eines Ledergürtels, wie sie in der mittleren und späten Latènezeit (2. und 1. Jh. v. Chr.) in Gebrauch waren.

Twann, St. Petersinsel Nord. Um das freigelegte Boot wird ein Gerüstrahmen montiert. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Carlos Pinto.

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Ein bronzezeitlicher Einbaum von der St. Petersinsel wird umgelagert

Im Jahr 2016 wurde nördlich der St. Peterinsel im Bielersee ein Einbaum freigespült. Das prähistorische Boot drohte von den Wellen beschädigt zu werden und wurde deshalb im Oktober 2017 vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern freigelegt und dokumentiert.

Anschliessend verlegte das Tauchteam den Einbaum an eine tiefere Stelle des Sees und bettete ihn wieder im Sediment ein. Hier soll die Entwicklung seines Zustands durch ein langfristiges Monitoring beobachtet werden.

Laut einer Serie von drei Radiokarbondaten wurde das Boot in der Frühbronzezeit, zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr., aus einem Eichenstamm hergestellt.

Das jungsteinzeitliche Bogenfutteral in Fundlage. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Erforschung und Konservierung der einzigen jungsteinzeitlichen Bogenschutzhülle aus Birkenkork

In den Jahren 2003 bis 2005 wurde am Schnidejoch in der Gemeinde Lenk ein Artefakt aus zugeschnitten und vernähten Birkenkorkbahnen aus dem Eis geborgen.

Seit April 2016 läuft ein interdisziplinäres, vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes, Forschungsprojekt, um Funktion, Herstellungstechnik und Bedeutung des Futterals zu bestimmen.

Die Erarbeitung eines Konzepts zur langfristigen Erhaltung des einmaligen Objekts ist das wichtigste Ziel dieses Kooperationsprojekts vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern, der Hochschule der Künste Bern und der Universität Bern.

Das Haus «Acherli» an der Hinterseestrasse in Lauenen, erbaut kurz nach 1456. Im Giebel sichtbar das sogenannte «Heidenkreuz». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Die ältesten Holzhäuser des Berner Oberlandes

Ausgelöst durch die überraschend alte Datierung eines unscheinbaren Blockbaus in Oberried am Brienzersee in das Jahr 1479 stellt sich die Frage nach den ältesten erhaltenen Gebäuden im Berner Oberland.

Allgemein wird das «Heidenkreuz», eine altertümlich erscheinende Konstruktion mit einem Mittelständer im Giebelfeld, als Element der Zeit um das Jahr 1500 gesehen.

Genauere Erkenntnisse liefert nun eine Zusammenstellung der bislang dendrodatierten Gebäude: Die Daten stammen alle aus den Jahren von 1456 bis 1509 und bestätigen das hohe Alter dieser Bauten.

Cover der Monografie «Die neolithischen Ufersiedlungen von Twann. Band 4». Das Werk ist vergriffen und seit Kurzem auf Academia elektronisch zugänglich. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Publikationen online

Sämtliche vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern herausgegebenen Publikationen sind mit einer Frist von einem Jahr auch elektronisch zugänglich.

Das Jahrbuch «Archäologie Bern» kann auf der ETH-Plattform E-Periodica abgerufen werden. Die Monografien stehen auf der Plattform Academia zur Verfügung.

Zur Monografie «Um 2700 v. Chr.» wurden kürzlich unter Daten & Downloads zusätzliche Abbildungen und Datentabellen elektronisch publiziert.

Die heutigen Fassadenschindeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück, ebenfalls sind die Fenster in jüngster Zeit deutlich vergrössert worden. Dahinter verbirgt sich ein Blockhaus aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. © Denkmalpflege des Kantons Bern

Bild vergrössern Die heutigen Fassadenschindeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück, ebenfalls sind die Fenster in jüngster Zeit deutlich vergrössert worden. Dahinter verbirgt sich ein Blockhaus aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. © Denkmalpflege des Kantons Bern

500-jährige Überraschung hinter verschindelter Fassade

Anlässlich eines Bauprojektes haben der Archäologische Dienst und die Denkmalpflege des Kantons Bern ein Wohnhaus an der Untergasse 9 in Oberried bauarchäologische untersucht.

Das bis heute genutzte Gebäude wurde kurz nach 1479 errichtet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Holzhaus an die Untergasse 9 gezügelt wurde, da sich auf den Blockhölzern «Nummerierungszeichen» fanden. Solche ins bereits gebräunte Holz eingeritzte Zeichen halfen, ein Gebäude Holz um Holz am alten Standort abzubauen und am neuen identisch aufzurichten.

Dank der engen Zusammenarbeit von kantonalen Fachstellen und privater Eigentümerin kann die wertvolle Bausubstanz in den geplanten Umbau integriert werden.

«Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität
in den Ufersiedlungen am Bielersee» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Buchvernissage
Um 2700 v. Chr. – Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee

Vor gut 30 Jahren begann der Archäologische Dienst des Kantons Bern mit der systematischen Zustands-dokumentation der prähistorischen Ufersiedlungen rund um den Bielersee. Nun liegen die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser wegweisenden archäologischen Tauchuntersuchungen im Kanton Bern in Buchform vor.

Die reich bebilderte, zweibändige Monografie wird am 6. März 2018 um 18 Uhr im von Rütte-Gut in Sutz präsentiert. Der Hauptautor Peter J. Suter wird dabei die wichtigsten Ergebnisse dieses Auswertungsprojektes in einem Vortrag der breiten Bevölkerung vorstellen.

Einladung zur Buchvernissage  (PDF, 2 MB, 1 Seite)

 

Angaben zum Werk
Peter J. Suter, Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee. Bern 2017. 764 S. mit 562 Abb. und 296 Taf. Preis: CHF 82.–. ISBN 978-3-9524659-4-3. Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, 031 633 98 00.
 

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