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Fragen zu den Beiträgen aus dem Lastenausgleich

Für welche Tagesschulen eignet sich das Modell mit tiefen pädagogischen Ansprüchen?

Die Betreuung mit tiefen pädagogischen Ansprüchen (weniger als 50 % pädagogisch oder sozialpädagogisch ausgebildetes Betreuungspersonal nach Tagesschulverordnung Artikel 4, Absatz 2) ist die Ausnahme. Sie ist zum Beispiel denkbar bei reinen Verpflegungsmodulen von Oberstufenschülerinnen und -schülern. Eine Anrechnung einiger Kinder mit Betreuungsfaktor 1,5 ist in Angeboten mit tiefen pädagogischen Ansprüchen nicht möglich. 

Wie geht die Gemeinde vor, um ein Tagesschulangebot für das neue Schuljahr anzumelden und Beiträge aus dem Lastenausgleich zu erhalten?

Siehe Informationen auf dieser Webseite.

Wie wird berechnet, ob das Tagesschulangebot mit normalen oder mit tiefen pädagogischen Ansprüchen geführt wird?

Es wird die Betreuungszeit (die Zeit, während der die Kinder da sind) während einer Woche von Mitarbeitenden mit pädagogischer oder sozialpädagogischer Ausbildung derjenigen von Mitarbeitenden ohne pädagogische Ausbildung gegenübergestellt. Zusätzlich werden die Arbeitsstunden der Tagesschulleitung zur Betreuungszeit von pädagogisch ausgebildeten Mitarbeitenden dazugezählt. Wird mehr als 50 % der Betreuungs- und Leitungszeit von pädagogisch ausgebildetem Personal abgedeckt, entspricht dies einem Tagesschulangebot mit normalen pädagogischen Ansprüchen. Das «Tool für die Berechnung des pädagogischen Anspruchs der Tagesschule» der Erziehungsdirektion dient der Überprüfung, ob der pädagogische Anspruch eingehalten ist.

Wie werden die geleisteten Betreuungsstunden berechnet, welche die Gemeinden dem Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung (AKVB) im Rahmen der jährlichen Abrechnung melden müssen?

Die Gemeinden erhalten aus dem Lastenausgleich Normlohnkosten pro geleistete Betreuungsstunde vergütet. Sie melden diese geleisteten Betreuungsstunden jährlich dem Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung (AKVB). Die geleisteten Betreuungsstunden setzen sich folgendermassen zusammen:

Eine Gemeinde möchte ein Tagesschulangebot einführen trotz einer Nachfrage von weniger als 10 Kindern. Kann dieses Angebot ebenfalls zum Lastenausgleich angemeldet werden?

Ja. Gemeinden sind erst bei einer Nachfrage von mindestens 10 Kindern für ein Modul gesetzlich verpflichtet, ein Tagesschulangebot anzubieten. Es steht ihnen aber frei, auch bei einer kleineren Nachfrage ein Angebot aufzubauen, und sie erhalten dabei die gleichen Beiträge aus dem Lastenausgleich pro Kind und Stunde wie bei Angeboten mit mindestens zehn Kindern. 

Kann auch Aufgabenhilfe über den Kanton abgerechnet werden? Wie unterscheidet sich Aufgabenhilfe von Aufgabenbetreuung?

Die Aufgabenbetreuung ist ein integrierter Bestandteil von einzelnen Modulen der Tagesschule. Die Kinder werden angeleitet, die Aufgaben selbständig oder mit Unterstützung der Betreuungsperson zu erledigen. Neben der Aufgabenbetreuung steht es den Gemeinden frei, Schulkindern eine Aufgabenhilfe zur Verfügung zu stellen. Sie ist ein individuelles Unterstützungs- und Förderungsangebot, das in der Regel als Einzelunterricht angeboten wird. Die Aufgabenhilfe ist weitergehend als die Aufgabenbetreuung in den Tagesschulangeboten. Die Kosten dafür tragen die Gemeinden oder die Eltern selber.

Die Tagesschule der Gemeinde A wird auch von Kindern aus einer anderen Gemeinde B besucht. Besteht eine Regelung über die Abgeltung der Wohngemeinde des Kindes an die Standortgemeinde?

Besuchen die Kinder aus der Gemeinde B auch die Schule in der Gemeinde A, ist die Gemeinde A verpflichtet, diese Kinder ebenfalls in die Tagesschule aufzunehmen. Die Eltern bezahlen die üblichen Gebühren gemäss Tagesschulverordnung Artikel 10 bis 17. Die Erziehungsdirektion empfiehlt, eine allfällige Abgeltung der Gemeinde B an die Gemeinde A für die Infrastruktur der Tagesschule im Rahmen des Zusammenarbeitsvertrags im Schulbereich zu regeln.
Gemeinden können freiwillig ihr Tagesschulangebot auch für Kinder öffnen, die die Schule in anderen Gemeinden besuchen. Sie erhalten für die Betreuungsstunden der auswärtigen Kinder dieselben Beiträge aus dem Lastenausgleich wie für die Kinder aus der Standortgemeinde. Die Eltern der Kinder aus der Gemeinde B bezahlen der Standortgemeinde A die üblichen Elterngebühren. Die Gemeinde A kann von der Gemeinde B eine Abgeltung für den Tagesschulbesuch verlangen – die Höhe dieser Abgeltung sollte in einer gemeinsam erarbeiteten Vereinbarung geregelt werden. Hinweise, welche Kosten die Standortgemeinde einer Tagesschule trägt, finden sich im Leitfaden zur Einführung und Umsetzung von Tagesschulangeboten (PDF, 3 MB, 52 Seiten) Seite 22.

Übernimmt der Kanton auch einen Teil der Transportkosten für Tagesschüler und -schülerinnen?

Nein. Gemäss Artikel 10, Absatz 3 der Tagesschulverordnung tragen die Gemeinden die Transportkosten zwischen dem Schulort und dem Ort der Tagesschulangebote. Beiträge an Schülertransportkosten nach Artikel 49a des Volksschulgesetzes werden nur für Transporte vom Wohn- an den Schulort gewährt. Tagesschulen sind Teil der Schule und sollten deshalb möglichst schulnah geführt werden.

In welchem Fall können Kinder mit besonderen Massnahmen oder besonderen Betreuungsanforderungen bei der Berechnung der Betreuungsstunden mit dem Faktor 1,5 angerechnet werden?

Das Merkblatt «Zuteilung eines erhöhten Betreuungsfaktors in der Tagesschule (PDF, 88 KB, 3 Seiten)» enthält Richtlinien zur Anwendung des Faktors 1,5 und klärt Fragen der Gemeinde oder der Tagesschulleitung.

Wie lange kann die Tagesschule täglich geöffnet sein und gibt es eine maximale Anzahl Stunden pro Tag?

Die Gemeinden bestimmen über die Öffnungszeiten der Tagesschulen. Artikel 8, Absatz 3 der Tagesschulverordnung hält fest, dass die Gemeinden für die Berechnung des lastenausgleichsberechtigten Betrages höchstens die Normlohnkosten für acht Stunden pro Tag und 195 Tage pro Jahr abrechnen können. Das heisst, die maximale subventionierte Betreuungszeit pro Kind liegt bei 8 Stunden pro Tag.

 

 

 


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