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Schulen im Raum Bern machen mit Tram, Bus und Zug in den Spitzenzeiten entlasten

11. Dezember 2017 – Medienmitteilung

Den öffentlichen Verkehr in den Spitzenzeiten gezielt entlasten: Dieses Ziel wird durch zehn Schulen im Raum Bern unterstützt. Mit moderaten Anpassungen der Stundenpläne, Mobilitätsmanagement und Sensibilisierung wurden erste Erfolge erzielt.

Der öffentliche Verkehr in der Region Bern ist am Morgen und Abend oft überlastet. Danach und davor sind aber freie Kapazitäten vorhanden. Deshalb sucht der Kanton nach Möglichkeiten, die Verkehrsströme besser über den Tag zu verteilen. Einen Beitrag dazu leisten können die Gymnasien und Berufsfachschulen. Denn mehr als zwei Drittel ihrer Schülerinnen und Schüler nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel auf ihrem Schulweg. Deshalb hat der Kanton ein Projekt zur Flexibilisierung des Schulbeginns gestartet, an dem sich zehn Schulen im Raum Bern mit insgesamt rund 8‘000 Schülerinnen und Schülern beteiligen. 

Erste Ergebnisse

An einer Medienkonferenz am Montag (11.12.2017) zeigte sich Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer erfreut über die ersten Erfolge. Bereits mit Beginn des aktuellen Schuljahres im August 2017 konnten mehrere Schulen durch gezielte Massnahmen die erste Morgenlektion so entlasten, dass täglich rund zehn Prozent der Schülerinnen und Schüler mehr als bisher einen späteren Unterrichtsbeginn haben. Mit sichtbaren Ergebnissen: An der Haltestelle Lindenhof beim Gymnasium Neufeld sind vor dem Beginn der ersten Lektion rund 20 Prozent weniger Personen ausgestiegen als im Vorjahr. Dies obwohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler zugenommen hat. An der Haltestelle Lorraine, wo Schülerinnen und Schüler mehrerer Berufsschulen ein- und aussteigen, wurde eine Abnahme von mehr als sechs Prozent registriert.

Konkrete Massnahmen der Schulen

Theo Ninck, Vorsteher des Mittelschul- und Berufsbildungsamts, stellte die konkreten Massnahmen der Schulen vor. Der spätere Schulbeginn zum Beispiel dank einer Verlegung der Freifächer in die ersten Morgenstunden, einer Staffelung des Unterrichts zwischen den Abteilungen einer Schule oder einer Verschiebung von Stützkursen auf Samstagvormittag bringt eine Entlastung. Zum Velofahren motivieren verbesserte Fahrradzufahrten, genügend Abstellmöglichkeiten für Velos mit Pumpstation und Duschmöglichkeiten. Mit einem Informatiktool schliesslich sensibilisieren die Schulen die Jugendlichen für Themen der Mobilität mit einem speziellen Fokus auf «Verkehrsspitzen».

Schrittweises Vorgehen

Auf das nächste Schuljahr werden weitere Schulen stundenplanerische Massnahmen umsetzen, sodass auch bei ihnen im Vergleich zum vergangenen Schuljahr zirka zehn Prozent weniger Schülerinnen und Schüler bereits auf die erste Lektion in der Schule sein werden. «Wir sind auf dem richtigen Weg», stellte Regierungsrätin Egger-Jenzer fest. Sie gab jedoch zu bedenken, dass ein späterer Schulbeginn nicht nur eine organisatorische Herausforderung sei. Er bedinge auch einen Eingriff in die Tagesgestaltung von Familien und einen Verzicht auf liebgewonnene Gewohnheiten. Deshalb müssten die Änderungen schrittweise angegangen werden. Weitere Entlastungen des öffentlichen Verkehrs erwartet sie auf den Beginn des neuen Schuljahrs 2018/19. Nicht nur Schulen, auch Arbeitgeber können einen Beitrag leisten. Der Kanton Bern hat darum zusammen mit mehreren grossen Schweizer Betrieben die Work Smart Charta unterzeichnet, die auf der Ebene Arbeitszeiten ansetzt. Der Kanton Bern erlaubt flexible Arbeitszeiten und ermöglicht Home Office. Auch dies ist ein wichtiger Beitrag zur Entlastung des öffentlichen Verkehrs in den Stosszeiten.

Mediendokumentation

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