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Buchvernissage: Archäologie zwischen Rettungsgrabung und Erkundung

18. Juni 2018 – Medienmitteilung

Buchcover des Jahrbuchs «Archäologie BernBern / Archéologie bernoise 2018»
© Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

Bild vergrössern Buchcover des Jahrbuchs «Archäologie BernBern / Archéologie bernoise 2018» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern war im Jahr 2017 im ganzen Kantonsgebiet und an unterschiedlichsten archäologischen Fundstellen tätig. Er gewann dabei interessante Erkenntnisse: Passend zum Reformationsjubiläumsjahr 2017 wurden in Aeschi bei Spiez Reste einer im Nachgang der Reformation abgebrochenen Wegkapelle entdeckt. In Saicourt kam in der Folge eines Wasserschadens im «Hôtel de l’Ours» ein neuzeitlicher Gerichtssaal zum Vorschein. Und in Sutz-Lattrigen konnten die letzten Reste einer der selten erhaltenen bronzezeitlichen Landsiedlungen dokumentiert werden. Die Ergebnisse zu diesen Rettungsgrabungen und zu weiteren der insgesamt 253 archäologischen Felduntersuchungen im Jahr 2017 sind im Jahrbuch «Archäologie Bern 2018» zusammengefasst.
Mehrere der 19 Kurzberichte im neuen Jahrbuch beruhen auf Ergebnissen von gezielten Erkundungen: Bei Erosionskontrollen im Bielersee wurde nahe der St. Petersinsel ein Einbaum entdeckt und zu seinem Schutz umgebettet. In Studen führten geophysikalische Messungen zum Nachweis eines neuen Quartiers innerhalb der bekannten römischen Kleinstadt Petinesca. Auf dem Zäsenberg bei Grindelwald wiederum halfen Begehungen auf Initiative von historisch Interessierten und der Gemeinde, eine Gletscheralp vor ihrem natürlichen Verschwinden zu dokumentieren. In einem der neun längeren Aufsätze stellt schliesslich Jonas Glanzmann, ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern, neu entdeckte Burgstellen und Verkehrswege im Oberen Emmental vor. Die Berichte belegen eindrücklich die Bedeutung prospektiver Erkundungen, die oft nur in Zusammenarbeit mit lokal verankerten Personen möglich sind.

Öffentliche Buchpräsentation Jahrbuch «Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018»

Dienstag, 26. Juni 2018, 18 Uhr, Regionalmuseum Chüechlihus Langnau, Bärenplatz 2a.

Mit Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur, Adriano Boschetti, Kantonsarchäologe, und Niklaus Müller, Gemeinderat Langnau im Emmental. Den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung bildet ein Vortrag über die Neuentdeckung einer Burgstelle im Emmental durch den ehrenamtlichen Mitarbeiter Jonas Glanzmann.

Angaben zur Publikation

Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018. Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2018 / Annuaire du Service archéologique du canton de Berne 2018. Bern 2018. 288 Seiten, 387 Farbabbildungen. Preis: CHF 56.–. ISBN 978-3-9524659-5-0.
Erhältlich beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, Tel. 031 633 98 00, beim Verlag Rub Media, buch@rubmedia.ch, Tel. 031 380 14 80, oder im Buchhandel.

Buchcover des Jahrbuchs «Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2018». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern. (JPG, 1 MB)

Die neu entdeckte Burgstelle Chammenegg bei Trachselwald im Emmental. Blick auf Umfassungsgraben und Burghügel. © Jonas Glanzmann, Thun. (JPG, 640 KB)

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