Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen

Pädagogische Hochschule BEJUNE Neue Steuerungs- und Führungsinstrumente für die HEP-BEJUNE

19. November 2020 – Medienmitteilung

Der Regierungsrat legt dem Grossen Rat das Beitrittsgesetz zum revidierten Konkordat über die gemeinsame Pädagogische Hochschule der Kantone Bern, Jura und Neuenburg zur Beratung vor. Ziel der Konkordatsrevision ist es, die interkantonale Hochschule unter anderem dank eines neuen Steuerungsorgans und neuer strategischer Führungsinstrumente an die Entwicklungen in der Hochschullandschaft und an die neue Bundesgesetzgebung anzupassen.

Die drei Jurabogenkantone Bern, Jura und Neuenburg haben die Lehrkräfteausbildung auf einer interkantonalen Politikebene verankert, als sie 2001 die HEP-BEJUNE gründeten, um die insgesamt elf Einrichtungen, die bis anhin die Lehrkräfteausbildung in den drei Kantonen sicherstellten, unter einem Dach zusammenzufassen.

Das aus dem Jahr 2000 stammende interkantonale Konkordat zur Schaffung einer gemeinsamen Pädagogischen Hochschule der Kantone Bern, Jura und Neuenburg (HEP-BEJUNE) muss heute überarbeitet und aktualisiert werden. Die schweizerische Hochschullandschaft hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren stark verändert, und bei der Lehrerausbildung auf Tertiärstufe konnten positive Erfahrungen gemacht werden. Mit dem Bundesgesetz über die Förderung der Hochschulen und die Koordination im schweizerischen Hochschulbereich, das 2015 in Kraft trat, besteht zudem auf Bundesebene ein neuer Rechtsrahmen, der ebenfalls eine grundlegende Anpassung des Gründungskonkordats nötig macht. Eine Aktualisierung der organisatorischen Struktur der HEP-BEJUNE drängt sich daher auf.

Die wichtigste Anpassung des neuen Konkordats besteht darin, dass die HEP-BEJUNE ein neues Steuerungsorgan, den Rat, erhält. Dieser ist zwischen der politischen Ebene der strategischen Leitung, bestehend aus den Vertreterinnen und Vertretern der drei Kantonsregierungen, und der operativen Ebene angesiedelt, die durch das Rektorat sichergestellt wird. Die Rolle dieses neuen Organs, das der Steuerung der HEP-BEJUNE eine externe Perspektive verleiht, ist es, die strategischen Achsen der HEP-BEJUNE bei der Erfüllung ihrer drei grundlegenden Missionen vorzuschlagen: Lehre, Forschung und Dienstleistungen. Mit der Schaffung dieses neuen Organs wird ein Modell umgesetzt, das sich in den meisten Schweizer Hochschulen bereits etabliert hat und das auf angemessene Weise einer seit längerem bestehenden Erwartung – namentlich seitens des Kantons Bern – entspricht.

Die zweite grössere Anpassung des neuen Konkordats ist die Steuerung der Institution auf der Grundlage einer Vierjahresstrategie und eines Vierjahresleistungsvertrags. Damit verfügen sowohl die HEP-BEJUNE als auch die Kantone, die sie finanzieren, mittelfristig über eine Entwicklungsvision für die Institution. Dieses Steuerungs- und Führungsmodell entspricht damit demjenigen, das für die Hochschule Arc Bern-Jura-Neuenburg (HE-Arc) sowie für die drei Hochschulen des Kantons Bern gilt.

Das Beitrittsgesetz zum neuen Konkordat sowie das neue Konkordat selbst stiessen in der regierungsrätlichen Vernehmlassung, die vom 25. Mai bis zum 6. Juli 2020 stattfand, auf breite Zustimmung. Alle Institutionen, die sich zur Vorlage äusserten, stimmten dem Beitritt des Kantons Bern zum Konkordat zu und erachteten die Revision als insgesamt gelungen. Sie sprachen sich grossmehrheitlich für die Schaffung eines Rats der HEP-BEJUNE und für eine Steuerung der Institution auf der Grundlage einer Strategie und eines Leistungsvertrags aus.

Zurück zur Übersicht über die aktuellen Meldungen


Weitere Informationen



Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.erz.be.ch/erz/de/index/direktion/ueber-die-direktion/aktuell.html