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Die Berner Filmpreise 2020 gehen an …

… den Dokumentarfilm «Contradict» von Peter Guyer und Thomas Burkhalter, den Animationsfilm «Warum Schnecken keine Beine haben» von Aline Höchli und an den Kurzfilm «Tote Tiere» von Remo Rickenbacher und David Oesch. Der Berner Maskenbildner Jean Cotter wird für sein langjähriges Schaffen mit einem Anerkennungspreis geehrt. Eine besondere Erwähnung der Jury geht an Theres Scherer und Martin Aeschbacher.

Es war schon länger klar: In der gegenwärtigen Situation wird die Kulturförderung des Kantons Bern dieses Jahr keine Preisfeier im üblichen Rahmen veranstalten. Um die Preisträger*innen dennoch öffentlich zu würdigen und uns gemeinsam am Berner Filmschaffen zu freuen, war am 9. November eine Openair-Ehrung, zeitgleich mit den Zürcher Filmpreisen, geplant. Doch auch das wird nun so nicht stattfinden können. Was wir sehr bedauern.

Umso mehr ist es uns ein Anliegen, Ihnen die ausgezeichneten Filme, das ausgezeichnete Filmschafffen hier vorzustellen und die Preisträger*innen zu würdigen.

Filmpreis von 20'000 Franken für den Dokumentarfilm «Contradict» von Peter Guyer und Thomas Burkhalter, produziert von Recycled TV

«Contradict» gibt das Wort in erster Linie Musiker*innen aus Ghana. Und somit bietet der Film eine Begegnung mit einer ganz anderen Kultur als der unseren und lädt uns Zuschauer*innen ein, unsere Haltung und unsere Sichtweisen zu hinterfragen, beim Betrachten und Analysieren unserer Welt und bei der Suche nach Lösungen, wie wir sie verbessern können.

Aus der Begründung der Jury: «Wir waren berührt von der Schönheit der Bilder, von der Musik ebenso wie von der Tonspur, von der Persönlichkeit der verschiedenen Protagonist*innen die in diesem Projekt vorkommen und von der subtilen Montage, die sie untereinander in Beziehung setzt.»

Filmpreis von 10'000 Franken für den Animationskurzfilm «Warum Schnecken keine Beine haben» von Aline Höchli, produziert von Cinéma Copain

Im Tierreich gehen alle Geschöpfe ihrer Arbeit nach. Auch die Schnecken fahren tagtäglich ins Büro und sind gesellige, aber nicht besonders schnelle Kollegen. Als es aber zu Umsatzeinbrüchen kommt, muss gehandelt werden.

Aus der Begründung der Jury: «Unzählige Ideen, witzige Einfälle und visuelle Umsetzungen von Herausforderungen und Problemen, die wir aus unserem Arbeitsalltag alle nur zu gut kennen, machen den Film aus. Der Animationsfilm hat – ganz im Gegensatz zu den eher behäbigen Protagonisten – Drive, Rhythmus und eine grosse Musikalität.»

Nachwuchsfilmpreis von 5'000 Franken für den Kurzfilm «Tote Tiere» von Remo Rickenbacher und David Oesch, produziert von Das alte Lager

Ein Aussenseiter, dargestellt von Matto Kämpf, steht mit seinem toten Kater verloren bei der Tierkörpersammelstelle. Dort begegnet er einer Tierpräparatorin, die ihm zeigt, dass der Tod des Katers erst der Anfang ist.

Aus der Begründung der Jury: «‹Tote Tiere› setzt sich auf humorvolle Weise mit bedingungsloser Tierliebe, unerfüllten Wünschen und dem Aussenseiter-Sein auseinander. Ein schnörkellos und mit erfrischendem Witz erzählter Kurzfilm, der sich durch seine Kameraführung, einen guten Blick für Details und eine überzeugende Schauspielführung auszeichnet.»

Anerkennungspreis für den Berner Maskenbildner Jean Cotter

Die Kulturförderung des Kantons Bern zeichnet den Maskenbildner und Hairstylist Jean Cotter für sein langjähriges Engagement mit einem Anerkennungspreis von 10'000 Franken aus. Nach einer Lehre als Friseur folgten ein Aufenthalt in Washington DC und eine Anstellung in Bern, bevor er dort zum Millenniumwechsel den legendären Friseursalon «Sisters of Scissors (SOS)» gründete. Als Maskenbildner arbeitete er für etliche Schweizer TV- und Kino-Produktionen, darunter «Die göttliche Ordnung», «Mario» oder «Die Herbstzeitlosen».

Aus der Begründung der Jury: «Nebst der magischen Verwandlung, die unter seinen Händen stattfindet, bereitet Jean Cotter die Darsteller*innen auch für den fragilen Moment vor, in dem das Set still wird, die Kamera zu laufen beginnt und jemand in der Menge ruft: ‹Action›.»

Besondere Erwähnung der Jury: Theres Scherer und Martin Aeschbacher, Carac Film

Die Jury und mit ihr die Kulturförderung des Kantons Bern bedanken sich bei Theres Scherer und Martin Aeschbacher für ihr langjähriges Engagement in der und für die Berner Filmszene. Theres Scherer eröffnete 1970 in Bern das Kellerkino und gründete 1991 die Berner Filmproduktionsfirma Carac Film. 2009 stiess Martin Aeschbacher dazu und ist seit 2017 Mitinhaber von Carac. Das Engagement der beiden hat nicht nur den Boden bereitet für sehr, sehr viel, was die Berner Filmszene heute auszeichnet, sondern sie haben diese über all die Jahre auch wesentlich mitgeprägt.

Alle ausgezeichneten Filme sowie überhaupt einen Einblick in das aktuelle Berner Filmschaffen bietet BE MOVIE – das Wochenende des Berner Films – vom 20. bis am 22. November per Online-Stream. Die Filme lassen sich gemütlich und gut geschützt zuhause auf dem Sofa anschauen. (siehe auch den Beitrag zu BE MOVIE in diesem Newsletter)

Wir verschenken 20 BE-MOVIE-Pässe, die während des Wochenendes ab Freitag, 00h01, bis Sonntag, 23h59, Zugang zu den Filmen gewähren: 15 Filme oder insgesamt 522 Minuten Film – ein grosses Paket geistiger «Lebensmittel» also.

Um an der Verlosung teilzunehmen*, schicken Sie uns am Donnerstag, den 29.10.2020 zwischen 18h00 und 24h00 eine Mail mit Betreff «522 Minuten» mit Angabe Ihres Namens an kulturfoerderung@be.ch. Die Absender*innen der ersten zwanzig Mails, die bei uns eingehen, erhalten per Mail einen BE-MOVIE-PASS mit einem Streaming-Zugang.

Viel Glück und bleiben Sie gesund!

* Die Mitarbeiter*innen des Amts für Kultur sind von der Wettbewerbsteilnahme ausgeschlossen.

Plakat Dokumentarfilm «Contradict» von Peter Guyer und Thomas Burkhalter

Bild vergrössern Plakat Dokumentarfilm «Contradict» von Peter Guyer und Thomas Burkhalter


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