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Teilrevision Archäologisches Inventar

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat das Archäologische Inventar nachgeführt. Es umfasst alle bekannten und vermuteten archäologischen Fundstellen im Kanton. Das revidierte Inventar soll, erstmals nach 1982, im Laufe des Jahres 2021 vom Amt für Kultur für alle Gemeinden des Kantons verfügt werden.

Im Kanton Bern sind die rechtlichen Grundlagen für das Archäologische Inventar in der Bau- und Denkmalpflegegesetzgebung bestimmt. Darin wird festgelegt, dass ein Inventar der nachgewiesenen oder vermuteten archäologischen Stätten und Fundstellen sowie Ruinen zu führen ist und dass es periodisch aktualisiert werden muss. Das Inventar bildet heute eines der wichtigsten Instrumente des Archäologischen Dienstes. Es dient einerseits als Grundlage für wissenschaftliche Forschungen und als Informationsquelle für die breite Öffentlichkeit, andererseits als Planungsinstrument, das es der Fachstelle erlaubt, bei der Beurteilung von Nutzungsplanungen und anstehenden Bauprojekten qualifiziert Stellung zu nehmen.

Das Archäologische Inventar des Kantons Bern umfasst gegenwärtig mehrere Tausend Fundstellen. Dazu gehören etwa Pfahlbauten, Grabhügel, römische Gutshöfe, mittelalterliche Städte, aber auch Zeugen des neuzeitlichen Gewerbes wie Reste von Schmelzöfen, Glashütten oder Hafnereien. Zum Inventar zählen auch etwa 1300 archäologische Schutzgebiete, die den Schutz besonders sensibler Zonen gewährleisten sollen. Im Zusammenhang mit der Nachführung des Inventars von 2019 bis 2021 wurden deren Ausdehnung und Aktualität überprüft und gegebenenfalls angepasst. In diesem Rahmen erfolgten auch diverse Begehungen und Prospektionen im Feld.

Mit der rechtlichen Umsetzung der jetzigen Nachführung soll das Ziel, das Inventar im ganzen Kantonsgebiet auf einen einheitlichen Stand zu bringen, erreicht und die Grundlage für die vollständige Publikation im Geoportal des Kantons gelegt werden.

Das Schutzgebiet des Schlosses in Aarwangen vor (blaue Fläche) und nach der Überarbeitung (schraffierte Fläche). Historische Dokumente lassen vermuten, dass in der erweiterten Fläche mit archäologischen Überresten zu rechnen ist. © Geoportal und Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Das Schutzgebiet des Schlosses in Aarwangen vor (blaue Fläche) und nach der Überarbeitung (schraffierte Fläche). Historische Dokumente lassen vermuten, dass in der erweiterten Fläche mit archäologischen Überresten zu rechnen ist. © Geoportal und Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Der steinzeitliche Abri Reginenstein in Twann-Tüscherz wurde 1911 unter der Leitung von Jakob Wiedmer-Stern erforscht. Die Fundstelle, deren genaue Lokalisation unbekannt war, wurde im Februar 2021 im Rahmen einer Feldbegehung wiederentdeckt. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein

Bild vergrössern Der steinzeitliche Abri Reginenstein in Twann-Tüscherz wurde 1911 unter der Leitung von Jakob Wiedmer-Stern erforscht. Die Fundstelle, deren genaue Lokalisation unbekannt war, wurde im Februar 2021 im Rahmen einer Feldbegehung wiederentdeckt. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein


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