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Ausgabe 3/2020

Schrittweise Rückkehr zum ersehnten Normalbetrieb und ein Jubiläum

Süferli – schrittweise kehren wir derzeit zum Normalbetrieb zurück. Während Veranstaltungen erst ab Anfang Juni wieder stattfinden können – ohne, dass wir heute die Veranstaltungsgrössen kennen –, können Museen und Bibliotheken aufatmen. Mit grosser Erleichterung nahmen sie Ende April zur Kenntnis, dass sie bereits ab 11. Mai ihre Tore wieder öffnen dürfen. Endlich können die Mitte März eingefrorenen Ausstellungen wieder dem Publikum gezeigt werden. Wie die Berner Museen am Wochenende vom 14. und 15. März, unmittelbar vor dem Lock-Down, bewiesen haben, können sie den Schutzvorschriften einwandfrei genügen und sowohl gegenüber dem Publikum als auch dem Personal einen sicheren Museumsbetrieb gewährleisten. Das Amt für Kultur wünscht für die Wiederaufnahme des Ausstellungsbetriebs toi, toi, toi!

Diese Lockerungsbeschlüsse ermöglichen es auch dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern (ADB), seine blockierten Jubiläumsaktivitäten aufzunehmen. Wir feiern heuer 50 Jahre ADB.

Im März 1970 nahm der erste Berner Kantonsarchäologe, Hans Grütter, seine Arbeit auf. Im Herbst zuvor hatte der Grosse Rat das Dekret zur Gründung des Archäologischen Dienstes einstimmig genehmigt. Am Wirken des Archäologischen Dienstes faszinieren mich nicht allein die vielfältigen Entdeckungen und Erkenntnisse aus allen Epochen und Regionen stets von Neuem. Mich beeindruckt vor allem auch die hohe Professionalität, mit der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ADB ihren Auftrag erfüllen. Dieser umfasst seit 50 Jahren unverändert Schutz, Erforschung, Pflege und Vermittlung des archäologischen Erbes. Entscheidend ist das «Rettungsgrabungsprinzip»: Untersucht wird nur das, was im Boden nicht geschützt werden kann, sondern zerstört würde. Der gesetzliche Auftrag ist heute aktueller denn je: Jeder Verlust dieses Bodenarchivs, sei es durch natürliche Erosion oder Klimawandel, sei es durch Baumassnahmen, Land- und Forstwirtschaft oder Raubgräberei, ist unwiederbringlich. Und jeder dieser Verluste beraubt uns der Möglichkeit, einen Schritt näher an die Geschichte unseres facettenreichen, vieltausendjährigen Lebensraums heranzukommen.

Der ADB spielt dieses Jahr eine seiner besonderen Stärken aus: Er bringt sein erarbeitetes Wissen mit Publikationen, Videoporträts und einer Wanderausstellung unter die Leute. Besonders interessante Objekte sind in der Region zu sehen, wo sie gefunden wurden. Die ersten Ausstellungsorte fielen der Pandemieeindämmung zum Opfer. Nun geht es mit der Wanderausstellung am 19. Juni 2020 in Langenthal los. Wir verbinden unseren Glückwunsch an den ADB mit der Hoffnung, dass die intensiven Jubiläums-Vorbereitungen nun reichlich Früchte tragen werden.

Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur des Kantons Bern


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