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FOrum culture: Drei Künstlertruppen erobern die Museen ihrer Region

Der Verein fOrum culture spannt im Berner Jura mit drei Künstlertruppen, drei Theatern, drei Kulturzentren, zwei Galerien und sieben Museen zusammen: Es entstehen drei spartenübergreifende Aufführungen, die Tanz, Akrobatik, Musik und Theater vereinen und sich den unterschiedlichsten Räumen anpassen. Das jeweilige Publikum nimmt so an einem Event teil, das den Ort des Geschehens verändert und ihn sich gleichzeitig zu eigen macht.

Dass die Truppe MiMesis, die Truppe Bin°oculaire und Eve Chariatte einverstanden waren, die dunklen Bühnen zu verlassen, auf denen sie üblicherweise zu finden sind, war weniger eine Flucht als vielmehr die Notwendigkeit, aus Mauern auszubrechen, da sie von zeitgenössischen Ereignissen beeinflusst werden und das Bedürfnis nach neuen Horizonten verspüren.

2017 hat das fOrum culture einen Aufruf für Theater- oder Aufführungsprojekte in Ausstellungsräumen lanciert. Diese Aktion ist Teil der Vereinsprojekte Hors les murs, mit denen abseits der traditionellen Bühnen ein neues Publikum angesprochen werden soll.

Das fOrum culture ist ein Verein, der die Kunstschaffenden des Berner Juras, des Kantons Jura und der Stadt Biel vereinigt. Mit seinen über 300 Mitgliedern bezweckt er die Bühnenkunstförderung in seinem Gebiet. Seit 2016 setzen seine Mitglieder Projekte in den Bereichen Kulturvermittlung, kreatives Schaffen, gemeinsame Nutzung von technischem Material und Weiterbildung um.

TRACES, von der Truppe Bin°oculaire

Vom 9. März bis 6. April 2019

Allein auf der Bühne stellt uns Manon Pierrehumbert die Spuren verstreuter Lebensepisoden, wichtige Wendepunkte, Augenblicke des Schwankens und Selbstbehauptungen vor. In der Art von Gemälden, Rahmen und Installationen enthüllen die erschütternden Gedichte von Agota Kristof ihre Klang- und Bildwelten, ihr Licht und ihre Reize, um uns von Liebe, Leben und Tod zu erzählen.

Parallel zu den Texten dieser einzigartigen Autorin erkundet Manon Pierrehumbert auch visuell die Thematik der Spur und des Abdrucks, die in der Tätowierung Gestalt annimmt. Das Bedürfnis, den Körper auf diese Weise zu markieren, beruht meist auf einer emotionellen Spur oder einem Zeichen, das eine Kehrtwende im Leben begleitet.

END PARTY, von der Truppe MiMesis

Vom 16. März bis 13. April 2019

Von dem Augenblick an, da sich die Wege zweier junger Frauen kreuzen, lässt uns ein durch Flash-Backs und Flash-Forwards geprägter Bericht ihrem seltsamen Parcours folgen. Dina, eine junge franko-arabische Frau, ist in der letzten Nacht der Freiheit vor ihrer Hochzeit zu einem Karaoke-Abend eingeladen. Die junge Deutschschweizerin Siegried betritt aufgrund einer Verwechslung dasselbe Karaoke-Lokal, um dort zu sterben. Weitere Personen treffen ebenfalls aufeinander.

Die Art unseres Alleinseins zu hinterfragen, unsere Schwierigkeiten zu überwinden, sich ausserhalb der auferlegten Normen zu entfalten und in der Welt einen Platz zu finden, das ist es, was die Truppe MiMesis mit der Aufführung END PARTY erreichen will.

SUONS!, von Eve Chariatte

Vom 5. bis 28. Juni 2019

Heute bringen Kunstschaffende oft einen grossen Teil ihrer Zeit mit der Erledigung administrativer Fragen zu, bevor sie künstlerisch tätig werden können. Doch welchen Wert gibt man dem Kerngehalt des Künstlerberufs? Um das herauszufinden, üben vier Tänzerinnen und Tänzer ihre eigentliche Tätigkeit aus: Sie tanzen mit vollem Einsatz, indem sie die Kraft im Kollektiv suchen, in der Gruppe mit allen Unterschieden und Ähnlichkeiten der Beteiligten. Sie tanzen, weil ihre Liebe dem Tanz gilt. Sie produzieren Schweiss als Symbol des geteilten Augenblicks, der gemeinsamen Leistung, der Solidarität, der Freude am Tanzen.

Dieser Schweiss, die Frucht ihrer Arbeit, wird Tropfen für Tropfen in einem Fläschchen gesammelt. So stellt sich dann die Frage nach dem Wert dieser kollektiven Schwitzübung.


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