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10 Jahre Unesco-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen»

Am 27. Juni 2011 wurden die «Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen» offiziell in die Unesco-Welterbeliste aufgenommen. Seither gehören auch sechs «Pfahlbauten» im Kanton Bern zum Welterbe. Das 10-Jahr-Jubiläum wird international gefeiert, auch der Archäologische Dienst des Kantons Bern beteiligt sich daran.

Das Unesco-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen» umfasst 111 Fundstellen in sechs Ländern im Alpenbogen. Die einzelnen Fundstellen liegen an kleinen und grossen Seen oder in (ehemaligen) Mooren, wo die dauerfeuchte Umgebung aussergewöhnlich gute Erhaltungsbedingungen bietet. Diese machen die «Pfahlbauten» so besonders und gewähren einen einmaligen Einblick in das Leben der frühen bäuerlichen Gesellschaften im Alpenraum.

Die Hälfte der Welterbe-Fundstellen liegt im Gebiet der heutigen Schweiz, verteilt über 15 Kantone. Die Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes (SCG) ist mit dem nationalen Management der Schweizer Fundstellen betraut und koordiniert die verschiedenen Veranstaltungen, die anlässlich des 10-Jahr-Jubiläums geplant sind.

Vom Gebiet des Kantons Bern stammen sechs jungsteinzeitliche Unesco-Welterbefundstellen: Biel/Bienne, Vingelz-Hafen, Lüscherz, Dorfstation, Twann-Tüscherz, Bahnhof, Seedorf, Lobsigesee und Vinelz, Strandboden. Fünf dieser Fundstellen liegen am Bielersee, wo sich beim von Rütte-Gut in Sutz-Lattrigen auch die Tauchbasis des Archäologischen Dienstes befindet. Weitere «Pfahlbau»-Fundstellen liegen an den Ufern der anderen Berner Seen, wie am Burgäschisee, Inkwilersee, Moossee, Neuenburgersee und am Thunersee.

Das Monitoring, der Schutz und die Vermittlung dieser Fundstellen ist eine Daueraufgabe und beschäftigte den Archäologischen Dienst auch 2020 stark: So wurden die Fundstelle Sutz-Lattrigen, Rütte geschützt und die Resultate der Ausgrabung Seedorf, Lobsigensee in einer Publikation und einer neuen Ausstellungsvitrine der Öffentlichkeit präsentiert. Daneben fanden 2020 in weiteren «Pfahlbau»-Fundstellen, wie Thun, Schadau und Täuffelen, Öfeli, Rettungsgrabungen statt. Aktuell prospektieren die Taucher im Moossee und Inkwilersee, bevor die Rettungsgrabung in Täuffelen fortgeführt wird.

Logo zum 10-Jahr-Jubiläum des Unesco-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen © Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes

Logo zum 10-Jahr-Jubiläum des Unesco-Welterbes «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen © Swiss Coordination Group UNESCO Palafittes

Konstruktion des Schutzbaus für die Unesco-Welterbefundstelle Sutz-Lattrigen Rütte. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein.

Bild vergrössern Konstruktion des Schutzbaus für die Unesco-Welterbefundstelle Sutz-Lattrigen Rütte. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marianne Ramstein.


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