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Ausgabe 7/2019

Chantons!

Hier wird nicht gesäuselt. Das Editorial zum Jahresabschluss schmettere ich Ihnen mit baritonalem Forte entgegen. Vorab, weil der Dank für die Zusammenarbeit im zu Ende gehenden Jahr diese Lautstärke verdient. Dem Amt für Kultur des Kantons Bern wurde auf vielen Ebenen und bei einer grossen Vielfalt von Vorhaben die Hand zur Zusammenarbeit gereicht. Das gibt Raum für einen grossen Atem und öffnet Resonanzräume, was nicht nur der Stimme Kraft verleiht, sondern die Wirkung unserer Arbeit in Kulturförderung, Archäologie und Denkmalpflege stärkt.

Einen Lobgesang stimme ich zum anderen an, weil es zum neuen Förderakzent passt, den wir dieser Tage lancieren: 

Diesmal stehen die Konzertchöre im Fokus. Das passt nicht nur hervorragend zum Jahresende, bei dem die Vokalmusik einen erhöhten Stellenwert geniesst, sondern auch zum Kanton Bern, dessen Chortradition von ausserordentlicher Qualität ist. Die spezielle Förderung leitet sich aus der neuen Kulturstrategie ab. Tausenden von Sängerinnen und Sängern ermöglicht der Chorgesang die aktive Teilhabe am Konzertleben, Laien und Profis treten in fruchtbaren Austausch und der gesellschaftliche Zusammenhalt wird gestärkt.

Die vielen erfolgreichen und hochkarätigen Chorkonzerte lassen gerne vergessen, welch grosse ehrenamtliche Arbeit hinter der Führung eines solchen Ensembles steht. Oft bleibt neben der Durchführung des Jahresprogramms wenig Zeit, sich mit grundsätzlichen Fragen auseinanderzusetzen oder die längerfristige Zukunftsplanung an die Hand zu nehmen. Hier setzt der Förderakzent an. Er soll den ausgezeichneten Chören während einer Periode von drei Jahren Entwicklungsschritte in die Zukunft ermöglichen.

Mendelssohns «Lobgesang» gehört auch 180 Jahre nach seiner Uraufführung zu den anspruchsvollen Werken, denen sich die Berner Konzertchöre immer wieder zuwenden. Mendelssohn hat ihn nicht etwa zu einem Kirchenfest komponiert, sondern zur Jubiläumsfeier 400 Jahre Buchdruck. Zum Gedenken also an jenes Ereignis, das der Kultur insgesamt einen einzigartigen Schub verlieh. Etwas von diesem Schub für die Kultur in allen ihren Facetten wünsche ich Ihnen und uns auch im kommenden Jahr 2020.

Hans Ulrich Glarner, Vorsteher Amt für Kultur


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