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Neue Flyer zur Gletscherarchäologie

Pünktlich auf den Bergsommer 2019 hat der Archäologische Dienst des Kantons Bern zwei Flyer zur Gletscherarchäologie herausgegeben. Sie beschreiben die wichtigsten aus Eis- und Firnfeldern der Berner Alpen geschmolzenen Funde und erklären, wie Privatpersonen mit solchen archäologischen Objekten im hochalpinen Gebiet umgehen sollten.

Das Abschmelzen der Gletscher und Firnfelder führt im hochalpinen Gebiet immer wieder zu überraschenden Neufunden – oftmals dank Hinweisen aufmerksamer Berggängerinnen und Berggänger. Bei bekannten Fundstellen führt der Archäologische Dienst regelmässige Zustandskontrollen durch. Die beiden neuen Flyer zur Gletscherarchäologie stellen die bedeutendsten Funde vor und erklären das Vorgehen bei einer solchen Entdeckung. Entstanden sind die Flyer in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Wallis, sie liegen in drei Sprachversionen (deutsch (PDF, 8 MB, 2 Seiten), französisch (PDF, 8 MB, 2 Seiten), englisch (PDF, 8 MB, 2 Seiten)) vor.

Im Kanton Bern lieferten bislang zwei Passübergänge in den Kanton Wallis spektakuläre Funde: Auf dem Schnidejoch (2755 m ü. M.) wurden Teile einer 4800-jährigen Bergausrüstung geborgen. Neben einer halben Lederhose, Lederschuhen, Pfeilen und einem Bogen gehört auch ein einzigartiges Bogenfutteral aus Birkenrinde zum jungsteinzeitlichen Ensemble. Aus der Frühbronzezeit (2200–1600 v. Chr.) stammt eine Spanschachtel. Ein sehr ähnlich gefertigtes und datiertes Gefäss wurde auf dem Lötschenpass (2690 m ü. M.) entdeckt. Diese Schachtel enthielt Reste eines grob gemahlenen Getreidemehls, der Reiseproviant eines zeitgenössischen Berggängers.

Der im Juni 2019 in drei Sprachen erschienene Flyer zur hochalpinen Fundstelle Lenk, Schnidejoch. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Eliane Schranz

Bild vergrössern Der im Juni 2019 in drei Sprachen erschienene Flyer zur hochalpinen Fundstelle Lenk, Schnidejoch. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Eliane Schranz

Die frühbronzezeitliche Fundstelle auf dem Lötschenpass im Sommer 2012. Das Firnfeld im Vordergrund war 2017 fast vollständig weggeschmolzen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marcel Cornelissen

Bild vergrössern Die frühbronzezeitliche Fundstelle auf dem Lötschenpass im Sommer 2012. Das Firnfeld im Vordergrund war 2017 fast vollständig weggeschmolzen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marcel Cornelissen

Die frühbronzezeitliche Spanschachtel vom Lötschenpass in Fundlage. Zwischen den Steinen wurden auch Teile eines Bogens gefunden. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marcel Cornelissen

Bild vergrössern Die frühbronzezeitliche Spanschachtel vom Lötschenpass in Fundlage. Zwischen den Steinen wurden auch Teile eines Bogens gefunden. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marcel Cornelissen


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