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Der Umbau des Schlosses Burgdorf unter Beteiligung der Archäologie

Der Umbau im Schloss Burgdorf steht unmittelbar bevor – das Museum soll erneuert werden und in den ehemaligen Räumlichkeiten der bernischen Verwaltung entsteht eine Jugendherberge mit Restaurant. Im Vorfeld ist erst einmal der Archäologische Dienst des Kantons Bern an der Arbeit.

Das Schloss Burgdorf, das seit dem Auszug des Obergerichts und des Regierungsstatthalteramtes grossenteils verwaist war, soll mit neuem Leben gefüllt werden. Zukünftig soll es eine kombinierte Nutzung als Museum, als Trauungslokal, als Jugendherberge mit 120 Betten und als Gastronomiebetrieb geben.

Der grosse Umbau steht unmittelbar bevor. Bereits an der Arbeit ist der Archäologische Dienst des Kantons Bern, denn die Baumassnahmen sehen Bodeneingriffe vor, die die archäologische Substanz tangieren. Das Schloss ist ein wichtiges historisches Denkmal, das im Wesentlichen in der Zeit um 1200 von den Zähringern als Residenzburg errichtet wurde. Wir suchen zum einen nach möglichen Spuren ihrer Vorgängerbauten, zum anderen aber auch später abgebrochene Reste der hochmittelalterlichen Burg.

Schwerpunkt der archäologischen Untersuchungen ist der Nordflügel. In dessen Westteil stand einst die Burgkapelle St. Margarethen. Weiter östlich wurde 1749 ein Kornhaus errichtet, das 1880 zum Regionalgefängnis umgebaut wurde. Dieses wird nun abgebrochen und die Kornhaushalle, die sich mit grossen Rundbögen zum Hof öffnet, wieder freigelegt.

Bereits zeichnen sich unter den Resten von Gefängnis und Kornhaus erste Bauspuren ab: Gewölbe, Mörtelböden und abgebrochene Mauern von grosser Dicke, die zum älteren Bestand gehören dürften. Noch ist offen, wie diese Spuren alle zu interpretieren sind. Aber es ist heute schon klar, dass wichtige neue Erkenntnisse zur frühen Geschichte des Schlosses und seiner Vorgänger zu erwarten sind. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern wird bis in den Spätsommer 2018 an der Arbeit sein – wir halten Sie auf dem Laufenden!

Das Kornhaus von 1749 im Schloss Burgdorf. Hinter den lange Zeit zugemauerten und nun wieder geöffneten Arkaden lag das Regionalgefängnis. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marco Amstutz.

Bild vergrössern Das Kornhaus von 1749 im Schloss Burgdorf. Hinter den lange Zeit zugemauerten und nun wieder geöffneten Arkaden lag das Regionalgefängnis. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marco Amstutz.

Mauerreste aus dem Mittelalter, der Landvogteizeit und dem 19. Jahrhundert im Schloss Burgdorf. Im Zentrum sichtbar ist die Oberseite eines Kellergewölbes von 1749. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marco Amstutz.

Bild vergrössern Mauerreste aus dem Mittelalter, der Landvogteizeit und dem 19. Jahrhundert im Schloss Burgdorf. Im Zentrum sichtbar ist die Oberseite eines Kellergewölbes von 1749. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Marco Amstutz.


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