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Kulturpreis 2016 des Kantons Bern geht an das Lichtspiel

24. August 2016

Der Verein Lichtspiel / Kinemathek Bern erhält den mit 30'000 Franken dotierten Kulturpreis 2016. Die kulturellen Kommissionen würdigen damit das Engagement der Kinemathek Lichtspiel, die nicht nur Kino, sondern auch Archiv, Museum, Schaulager und Werkstatt ist. Der mit 10'000 Franken dotierte Kulturvermittlungspreis geht an die Musikvermittlerin Barbara Balba Weber. Der Verein Lichtspiel / Kinemathek Bern erhält den mit 30'000 Franken dotierten Kulturpreis 2016. Die kulturellen Kommissionen würdigen damit das Engagement der Kinemathek Lichtspiel, die nicht nur Kino, sondern auch Archiv, Museum, Schaulager und Werkstatt ist. Der mit 10'000 Franken dotierte Kulturvermittlungspreis geht an die Musikvermittlerin Barbara Balba Weber.

Die Kinemathek Lichtspiel ist im Zeitalter der Kino-Digitalisierung ein Ort der Erinnerung und des kulturellen Gedächtnisses. Angefangen hat alles damit, dass engagierte und ambitionierte Kinoliebhaberinnen und -liebhaber das Erbe des 1998 verstorbenen Kinotechnikers Walter Ritschard antraten. Dieser hatte in einem alten Fabrikgebäude der Firma Chocolat Tobler im Westen von Bern auf 1'000 Quadratmetern Projektoren, Filme und Kinomaterial jeder Art zusammengetragen. Der im Jahr 2000 gegründete Verein Lichtspiel machte es sich zur Aufgabe, den Nachlass des leidenschaftlichen Sammlers und das umfassende kinematographische Material fachgerecht zu konservieren, vor dem Zerfall zu retten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aber damit nicht genug: Darauf aufbauend kümmert sich die Kinemathek seit ihren Anfängen um alles rund um das bewegte Bild und hat ihre Sammlung bis heute mit kinohistorischen Schätzen um ein Vielfaches erweitert. 2012 zog das Lichtspiel in die alte Ryff-Fabrik in unmittelbarer Nähe des Marzili um.

In seinem Kühlraum lagern inzwischen rund 20‘000 Filmrollen: Wochenschauen, Werbungen, Dokumentar- und Musikfilme, darunter seltene Filmkopien, etliche Unikate und viele Amateurfilme. Unter der Leitung von David Landolf und getragen von einem passionierten Team sowie zahlreichen freiwilligen und temporären Mitarbeitenden entfaltet die Kinemathek Lichtspiel eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Aktivitäten auf der Schwelle zwischen Neu und Alt, zwischen technologischem Fortschritt und Archivierung, zwischen Erinnerung und Vergessen. Die Kinemathek macht es sich zum Ziel, Vergessenes wieder auszustellen und in Filmzyklen zu thematisieren. Das Lichtspiel ist weiterhin Kino, Museum, Schaulager und Werkstatt zugleich – und mehr noch: Zusammen mit anderen professionellen Filmschaffenden hat das Lichtspiel die Ryff-Fabrik zum Berner Filmhaus gemacht. Für sein Engagement hat die Kinemathek Lichtspiel, so die kantonale Kulturkommission für allgemeine kulturelle Fragen, den mit 30'000 Franken dotierten Kulturpreis verdient.

Barbara Balba Weber erhält den Kulturvermittlungspreis 2016

Am Anfang steht bei Barbara Balba Weber immer eine mitreissende Idee. So etwa jene, dass jedes Kind der Stadt Bern, und wenn möglich des ganzen Kantons, sich einmal während seiner Schulzeit zusammen mit professionellen Musikerinnen und Musikern mit Neuer Musik auseinandersetzt und selbst bei einem Konzert aktiv mitwirken kann: Tönstör! Das erfolgreiche Musikvermittlungsprojekt hat Barbara Balba Weber initiiert und viele Jahre lang geleitet.

Die ausgebildete Solistin hat bereits als junge Konzertveranstalterin Programme entwickelt, in denen sich die Werke gegenseitig kommentieren und «vermitteln». Heute ist sie Expertin für künstlerische Musikvermittlung. Sie ermöglicht Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen immer wieder eine direkte Begegnung mit dem musikalischen Kunstwerk und garantiert immer von Neuem überraschende und einmalige Hörerlebnisse und ein echtes «Begreifen» der Musik, weit über das blosse musikwissenschaftliche Einordnen hinaus.

Barbara Balba Weber leitet den nationalen Prozess «Kompass Musikvermittlung» und hat kürzlich «pakt bern- das neue musik netzwerk» ins Leben gerufen. Als Professorin arbeitet und lehrt sie an der Hochschule der Künste Bern, als Gastdozentin ist sie an Hochschulen im ganzen deutschsprachigen Raum tätig. Aktuell schreibt sie an einer Dissertation zur Künstlerischen Musikvermittlung.  

Für alle diese Engagements zeichnet sie der Kanton Bern auf Empfehlung der Kommission für allgemeine kulturelle Fragen mit dem Kulturvermittlungspreis 2016 aus, der mit 10'000 Franken dotiert ist.

Preisverleihung

19. Oktober 2016, 20 Uhr, Ciné ABC, Moserstrasse 24, 3014 Bern. Der Anlass ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

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