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Gampelen

Grisaille-Malereien statt Pavatex

Donnerstag, 20. Juli


Führung:
Olaf Dolfus (Architekt), Michael Fischer (Restaurator), Andres Moser (Kunsthistoriker) und Ralph Schmidt (Denkmalpflege des Kantons Bern)

Treffpunkt: Oberdorfstrasse 11, 17.30 Uhr (Dauer ca. 1.5 Std.)

ÖV: Ab Bahnhof Ins Bus 17.20 Uhr Richtung Le Landeron bis «Gampelen, Dorf», danach 5 Min. Fussweg 

TeleBielingue, INFOété vom 19. Juli 2017 

Im Pfarrhaus Gampelen sind zwei charaktervolle Wohnungen entstanden. Die Untersuchung des Baus führte zu spektakulären neuen Erkenntnissen über die ursprüngliche Raumstruktur.

Mit Grisaille-Malereien dekorierter Saal (Foto: Rolf Siegenthaler)

Agrandir l'image Mit Grisaille-Malereien dekorierter Saal (Foto: Rolf Siegenthaler)

Vor dem Umbau wurde das Pfarrhaus gründlich erforscht. In enger Zusammenarbeit gewannen die Restauratoren, die Architekten, der Historiker und der Bauberater der Denkmalpflege spektakuläre neue Erkenntnisse über die ursprüngliche Raumstruktur. Im Obergeschoss befand sich ursprünglich ein grosser Raum, ein «Säli» mit Grisaille-Malereien. Hinter einer Pavatex-Verkleidung und nachträglich angebrachten Vertäfelungen entdeckten die Fachleute die gesamte bauzeitliche Dekoration, inklusive der erstaunlicherweise in Spiegelschrift angebrachten Jahrzahl 1668. An der exklusiven Führung erhalten die Besucher/-innen Einblick in die Baugeschichte und in die ehemalige Raumstruktur des Pfarrhauses sowie in das Umbauprojekt.

Fast schlösschenartig steht das Pfarrhaus leicht erhöht über dem Oberdorf von Gampelen. Baumeister war 1665 mit Abraham Dünz I der bekannteste Pfarrhaus- und Kirchenarchitekt dieser Zeit. Das damalige «Pfrundhaus» wies im Untergeschoss einen Trüel- und einen Fasskeller auf. Im Erdgeschoss befand sich die Pfarrwohnung, im Obergeschoss waren repräsentative Räume, Lagerräume und die Knechtenstuben untergebracht. Im 18. Jahrhundert wurde das Gebäude im Innern umgebaut. Unter anderem liess der damalige Pfarrer im «Säli» eine Wand einbauen, die eine Hälfte des Raums wurde nun als Kornmagazin genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts und Mitte des 20. Jahrhunderts erfolgten weitere Umbauten, 1984/85 die letzte Renovierung. 2015 kaufte die Gemeinde Gampelen dem Kanton das Pfarrhaus ab. Das umsichtige Vorgehen der Gemeinde Gampelen bei der Planung des Umbaus war zweifellos ein Glücksfall für die Weiterentwicklung des Baus.


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