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Der Kanton unterstützt sieben digitale Vermittlungsprojekte

15. Februar 2017

Sieben der für den Wettbewerb «kultur.digital – Impulsbeiträge für digitale Kulturvermittlung» eingereichten Vorhaben überzeugten die Jury besonders: Sie unterstützt deren Umsetzung mit Beiträgen von insgesamt 254‘000 Franken. Die ausgewählten Projekte nutzen die interaktiven Möglichkeiten digitaler Kanäle, um das Publikum aktiv und gestaltend einzubeziehen, eröffnen dem Publikum mit digitalen Mitteln neue Erfahrungsräume und vermitteln die Formen digitaler Kulturproduktion ganz praktisch.

Den Wettbewerb «kultur.digital – Impulsbeiträge für digitale Kulturvermittlung» hatte die zweisprachige Abteilung Kulturförderung im Amt für Kultur des Kantons Bern in Zusammenarbeit mit dem Conseil du Jura bernois im 3. Quartal 2016 lanciert. Das Ziel dieses einmaligen Förderakzents ist es, digitale Vorhaben zu unterstützen, welche einen niederschwelligen, breiten Zugang zu Kultur verschaffen, neuartige Wege der Auseinandersetzung mit Kultur bieten, zu selbständiger künstlerischer Praxis anregen oder das Verhältnis zwischen Kulturschaffenden und Publikum neu definieren. Im Gegensatz zu den Gesuchen um komplementäre Beiträge an Kulturprojekte werden die Impulsbeiträge «kultur.digital» unabhängig von einer Mitfinanzierung des eingereichten Projektes durch Dritte vergeben. Die 24 für den Wettbewerb eingereichten Projekte zeigten eine breite und vielfältige Palette an Möglichkeiten, digitale Mittel für die Kulturvermittlung einzusetzen.

Mit elektronischen Mitteln die kulturelle Teilhabe stärken

Das Potenzial der folgenden sieben Projekte von Kulturinstitutionen und -veranstaltenden hat die Jury überzeugt: Sie sprach insgesamt 254'000 Franken, um die Realisierung dieser Vorhaben zu unterstützen:

50'000 Franken an das Alpine Museum Schweiz, Bern: Im Projekt «Fundbüro für Erinnerung» werden Objekte der Sammlung mit persönlichen Erinnerungen verknüpft und so eine Geschichte des Schweizer Alltags geschrieben. Elektronische Mittel helfen, das Sammlungswissen gezielt zu erweitern, besser zugänglich zu machen und über Formen der kulturellen Teilhabe auch tiefer in den Zielgruppen des Museums zu verankern.

50'000 Franken an die Antikensammlung, Bern: Das transdisziplinäre Projekt «Facing History – Kulturgeschichte im Dialog» vermittelt Kultur- und Mentalitätsgeschichte in zeitgenössischer Form. Durch interaktive Szenografien werden die Figuren der Antikensammlung anhand von Videoprojektionen zum Leben erweckt. Die Skulpturen interagieren sowohl mit dem Publikum wie auch untereinander.

50'000 Franken an Norient – Network for local and global sounds and mediaculture, Bern: Das Netzwerk Norient trifft verschiedene digitale Massnahmen, um seine Referenzfunktion als Plattform für globale Musik und Medienkultur auszubauen. Dazu gehören ein Relaunch der Website und die Erarbeitung inhaltlich fokussierter Formate, die auf sozialen Medien verbreitet, remixed und diskutiert werden.

35'000 Franken an das Theater Orchester Biel Solothurn TOBS, Biel/Bienne/Solothurn: Das Projektkonzept setzt beim souveränen Umgang der Jugendlichen mit dem Medium der Online-Videos an. Bei Jugendlichen etablierte Ausdrucksformen und Genres von Youtube-Videos werden eingesetzt, um die Kunstformen Oper, Schauspiel und Konzert zu vermitteln. Von zentraler Bedeutung ist zudem der Austausch unter dem Publikum.

30'000 Franken an das Neue Museum Biel, Biel/Bienne: Dank einer Software, die zum Mitmachen einlädt, wird das Publikum auf innovative Art und Weise an die Werke aus der Sammlung herangeführt. Das Tool ist für eine langfristige Nutzung konzipiert. Die erste Anwendung mit dem Titel «Rob Lab» widmet sich der Sammlung der Künstler-Dynastie Robert.

26'000 Franken an das Photoforum PasquArt und die Bieler Fototage, Biel/Bienne: Die beiden auf Fotografie spezialisierten Kulturinstitutionen setzen zum einen eine mobile, digitale Bildwerkstatt ein, die zum experimentellen Umgang mit Bildern anregt. Das Betrachten, Produzieren und das visuelle Interpretieren von Bildern stehen dabei im Zentrum. Zum anderen eignen sie sich innovative Vermittlungsmethoden an, um neue Workshops anzubieten.

13'000 Franken an das Kunsthaus Langenthal: Mit dem Projektbeitrag entwickelt das Kunsthaus Workshop-Formate im Bereich Neue Medien und beschafft die dafür nötige Ausstattung. Kinder und Jugendliche, punktuell auch Erwachsene, lernen aktuelle und attraktive Werkzeuge und Methoden kreativer Tätigkeit kennen.

Die ausgewählten Projekte werden in den nächsten zwei Jahren umgesetzt. Mit der Vergabe der Impulsbeiträge für digitale Kulturvermittlung hat der Kanton Bern bereits zum zweiten Mal einen einmaligen Förderakzent gesetzt. Er wird auch künftig punktuell mit flexiblen Instrumenten auf jeweils aktuelle Bedürfnisse der Kulturakteure reagieren.

Hinweis

Die Eingaben beurteilte eine Jury, eingesetzt vom Amt für Kultur und bestehend aus acht Fachpersonen: Hans Ulrich Glarner, Vorsteher des Amts für Kultur des Kantons Bern und Jurypräsident, Philipp Burkard, Ko-Präsident von Kulturvermittlung Schweiz, Petra Miersch, Projektleiterin des Förderfonds Engagement Migros, Kaba Rössler, Leiterin des Stadtmuseums Aarau, Anne-Catherine Sutermeister, Verantwortliche für Forschung, Haute école d'art et de design, Genève, Michel Vust, Projektleiter des Programms «Mobile. In Touch with Digital Creation» der Pro Helvetia, sowie Sibylle Birrer, Vorsteherin Abteilung Kulturförderung des Amts für Kultur, und Jérôme Benoit, Délegué à la culture du Conseil du Jura bernois.

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