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Lauterbrunnen

Die Erzverhüttungsanlagen von Trachsellauenen

Samstag, 7. September 2013

Im hinteren Lauterbrunnental war der Abbau von Silber und Blei neben der Kalkbrennerei und der Köhlerei seit dem Mittelalter von Bedeutung. Die Bernische Obrigkeit richtete 1638 gar eine eigene Bergwerksdirektion ein. Allerdings standen Aufwand und Ertrag nie in einem guten Verhältnis; der Staatskasse flossen kaum je Mittel zu. Johann Wolfgang von Goethe bezeugt jedoch in seinen Schriften die Wichtigkeit der Bleihütten anlässlich seiner Wanderung auf den Tschingelgletscher im Jahre 1779. Heute sind die Grundmauern der 1992 archäologisch untersuchten Mauerreste der Schmelzhütte und des Knappenhauses sowie der «Freudenstein» als konservierte Zeugen zu sehen.

Das Knappen- und Schmelzhaus aus dem späten 18. Jahrhunderts war mindestens 12 bis 30 m gross und enthielt neben dem Schmelzraum mit Esse und drei Öfen sowie dem Blasebalg-Raum auch eine Küche, ein Treppenhaus und einen Keller. Es stammte aus der sogenannten vierten Bergbauperiode, die von

Ansicht des Bergwerks im Lauterbrunnental. Aquarell von Johann Niklaus Schiel, 1790 (Bernisches Historisches Museum).

Bild vergrössern Ansicht des Bergwerks im Lauterbrunnental. Aquarell von Johann Niklaus Schiel, 1790 (Bernisches Historisches Museum).

1782 bis 1805 dauerte. Weitere Gebäude der Verhüttungsanlage wie das Poch- und Waschwerk oder eine wasserbetriebene Sägerei sind als Spuren im Gelände noch auszumachen. Zur Anlage gehören die zum Teil sehr hoch gelegenen Stollen «Gnadensonne», «Beschertes Glück», «Segenszuwachs» und «Gute Hoffnung» – die barocken Namen deuten an, dass die Hoffnung grösser war als der Erfolg. Sie erhalten Führungen durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern zu den erhaltenen Überresten im Gelände oberhalb des Berggasthauses Trachsellauenen. Ein Shuttlebus von Stechelberg nach Trachsellauenen wird bereitgestellt. Bei guten Verhältnissen besteht die Möglichkeit, den Stollen «Gnadensonne» auf 1365 müM zu besichtigen. Die Besichtigung erfolgt auf eigene Verantwortung.

Flyer Lauterbrunnen (PDF, 294 KB, 2 Seiten)

Was: Führungen durch Daniel Gutscher, Kantonsarchäologe, Mitarbeitende des Archäologischen Dienstes sowie Doris Schmied, diplomierte Wanderleiterin
Wann: 10 bis 15 Uhr zu jeder Stunde (Dauer ca. 1 Std.)
Wo: Trachsellauenen, Ruinen
ÖV: Postauto 141 von Lauterbrunnen bis Haltestelle «Stechelberg, Hotel», von dort Shuttlebus bis Haltestelle «Berggasthaus Trachsellauenen», ab 9.30 Uhr stündlich, letzte Fahrt 14.30 Uhr
Organisation: Archäologischer Dienst des Kantons Bern und Stechelberg Tourismus
UNESCO-Welterbe: Schweizer Alpen Jungfrau-Aletsch

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