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Samstag 10.9.

Tag der offenen Tür bei der Denkmalpflege 


Was:
Führungen durch Mitarbeitende der Denkmalpflege des Kantons Bern; Kaffeestube im Gewölbekeller der Münstergasse 32

Wann: 10 bis 16 Uhr laufend Führungen (Dauer ca. 30 Min.)

Wo: Münstergasse 32, Denkmalpflege des Kantons Bern, vor dem Kellerabgang

ÖV: Ab Bahnhof Bern 15–20 Min. Fussweg oder Tram 6, 7, 8 oder 9 oder Bus 10 oder 12 bis
Haltestelle «Zytglogge», danach 5 Min. Fussweg

Organisation: Denkmalpflege des Kantons Bern

 

Flyer Münstergasse 32 Bern (PDF, 2 MB, 2 Seiten)

Blick aus einem Büro an der Münstergasse 32 (Foto: Denkmalpflege des Kantons Bern, Beat Schertenleib).

Bild vergrössern Blick aus einem Büro an der Münstergasse 32 (Foto: Denkmalpflege des Kantons Bern, Beat Schertenleib).

Die Denkmalpflege des Kantons Bern zeigt ihre Büros in einem der am ursprünglichsten erhaltenen Häuser der Altstadt, welches 1819 aus der Vereinigung zweier spätgotischer Häuser entstanden ist. Die Baugeschichte von 1601 bis heute ist anhand reicher Farbbefunde, Vergoldungen, originaler Fenster und Interieurs ablesbar. 

 

Die Baugeschichte der beiden Häuser am Münsterplatz ist von Beginn weg mit den Namen
einflussreicher Personen verbunden. Eigentümer des ehemaligen Osthauses war 1506 der
Goldschmied Bernhard Tillmann, ein Freund Niklaus Manuels. Er entwarf die Staatskanzlei und wurde später Säckelmeister der Stadt. Auf dem Sickinger-Plan von 1603–1607 sind die beiden dreigeschossigen, spätgotischen Häuser erstmals bildlich dargestellt. Das Münstergässchen war damals bereits überbaut. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts erfuhren beide Häuser verschiedene Umbauten; das Westhaus wurde um ein drittes Obergeschoss aufgestockt und erhielt ein neues Treppenhaus in Stein und Rieg, das Osthaus eine noble Wendeltreppe, in beiden Häusern wurden die Geschosshöhen und Balkenlagen angepasst. Um 1720 stattete man die spätgotischen Fassaden zum Münsterplatz hin mit Einzelfenstern aus und die Laubenbogen wurden erneuert.

Gesamtumbau unter Ludwig Friedrich Effinger

Im frühen 19. Jahrhundert kamen beide Häuser in den Besitz des Hauptmanns Ludwig Friedrich Effinger. Dieser beauftragte mit der Planung für die Zusammenlegung und den Umbau der beiden Häuser vermutlich Ludwig Sparen, den Adjunkt von Kantonsbaumeister Osterrieth. Effinger war unter anderem in holländischen Diensten tätig, sein Sohn war der spätere langjährige Stadtpräsident Friedrich Ludwig Effinger. Die Pläne für den Umbau kamen 1820 zur Ausführung. Die Frontfassade des Westhauses wurde neu gestaltet und an jene des Osthauses angeglichen. In die Wohngeschosse der beiden Häuser baute man Etagenwohnungen, die sich über die Fläche beider Häuser erstrecken. Gleichzeitig erfuhr auch das Interieur der repräsentativen, nun mittels Enfiladen erschlossenen Räume eine zeitgemässe Umgestaltung.

Originale Bauteile und Interieurs aus fünf Jahrhunderten

An der Münstergasse 32 ist die typische Struktur eines Altstadthauses bis heute erlebbar; die lange Baugeschichte ist anhand vieler originaler Bauteile und Interieurs sichtbar geblieben. Zu sehen sind beispielsweise ein Sodbrunnen aus dem Mittelalter, Leistendecken aus dem frühen 17. Jahrhundert, Fenster von 1720, Wandtäfer von 1750/60 sowie Kachelöfen, Kamine und Farbbefunde aus verschiedenen Jahrhunderten. Zu den Raritäten gehören ein eiserner Tresor, der direkt in die massive Brandmauer eingelassen ist, und Trumeautische nach Johann Friedrich Funk, dem Bruder des Ebenisten Mathäus Funk.

Die Denkmalpflege an der Münstergasse

1969 bezogen der damalige kantonale Denkmalpfleger, Hermann von Fischer, und der damalige Betreuer der Kunstdenkmäler im Kanton Bern, Luc Mojon, zusammen mit zwei weiteren Mitarbeitern und einer Sekretärin die Räumlichkeiten am «Münsterplatz 8». In den drei Obergeschossen waren 1964 je eine Wohnung mit drei bis vier Räumen gegen den Münsterplatz vorhanden. Diese wurden mit den bestehenden Kachelöfen beheizt. Drei Räume im Parterre dienten bis 1970 der Papeterie Müller-Bolliger als Lager. Ende der 1970er Jahre erfolgte die räumliche Zusammenlegung der kantonalen Denkmalpflege und des Kunstdenkmäler-Inventars mit der Stelle für Bauern- und Dorfkultur, damals bei der Landwirtschaftsdirektion angesiedelt. Seit den 1980er Jahren sind die Bauernhausforschung und die Forschungsstelle der Kunstdenkmäler als eigene Bereiche in die kantonale Denkmalpflege integriert.

 


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