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Energie und Baudenkmal

Ein neues Handbuch zeigt bautechnische Lösungsansätze auf

Die Bemühungen um die Reduktion des Energieverbrauchs sind in den Debatten um Klimaschutz und Energiewende von zentraler Bedeutung. Im Bereich des Gebäudebestandes liegt nachweislich ein hohes Potenzial. Auch bei historischen Gebäuden werden energetische Verbesserungen angestrebt.

Kaufmännische Berufsschule Kreuzfeld, Langenthal, erbaut 1951 durch Walter Schwaar, energetisch saniert 2008. Foto: TEC 21, 2008.

Bild vergrössern Kaufmännische Berufsschule Kreuzfeld, Langenthal, erbaut 1951 durch Walter Schwaar, energetisch saniert 2008. Foto: TEC 21, 2008.

Damit dies ohne Verlust von Substanz und historischer Aussagekraft gelingen kann, braucht es eine engagierte Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung und einen intensiven Austausch unter den beteiligten Fachleuten und den Gebäudeeigentümern. Um das gegenseitige Verständnis für die jeweiligen Bestrebungen zu verstärken, haben die Denkmalpflege-Fachstellen der Kantone Bern und Zürich gemeinsam ein Handbuch verfasst. Es vermittelt Grundlagenwissen und zeigt bautechnische Lösungsansätze auf. Das Handbuch ist in vier Hefte gegliedert, die den Schwerpunkten «Gebäudehülle», «Fenster und Türen», «Haustechnik» und «Solarenergie» gewidmet sind. Die Publikation erfolgt ausschliesslich in elektronischer Form.

Energie und Baudenkmal. 1 Gebäudehülle (PDF, 6 MB, 104 Seiten)
Energie und Baudenkmal. 2 Fenster und Türen (PDF, 3 MB, 49 Seiten)
Energie und Baudenkmal. 3 Haustechnik (PDF, 2 MB)
Energie und Baudenkmal. 4 Solarenergie (PDF, 2 MB, 65 Seiten)


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Energie und Baudenkmal. Ein Handbuch. Hg. Kantonale Denkmalpflege Bern und Kantonale Denkmalpflege Zürich, 2014.1 Gebäudehülle2 Fenster und Türen3 Haustechnik4 SolarenergieIV, Solarenergie

Energie und Baudenkmal. Ein Handbuch. Hg. Kantonale Denkmalpflege Bern und Kantonale Denkmalpflege Zürich, 2014.

Energetische Verbesserungen bei historischen Gebäuden sind möglich

Bauernstube nach Innendämmung. Feinfühlige Differenzierung
der neuen Deckschicht im Gurtendörfli, Gemeinde Köniz. 
Foto: Urech Architekten AG, Köniz.

Bild vergrössern Bauernstube nach Innendämmung. Feinfühlige Differenzierung der neuen Deckschicht im Gurtendörfli, Gemeinde Köniz. Foto: Urech Architekten AG, Köniz.

Der massvolle Umgang mit der Energie ist unbestritten. Die öffentliche Hand unterstützt Sanierungsmassnahmen am Bau und den Umstieg auf die klimaneutrale Gewinnung von Energie mit diversen Förderprogrammen. Diese Massnahmen betreffen auch unsere Baudenkmäler. Weniger als 10% des Gebäudebestandes haben als materielles Zeugnis unserer Vergangenheit und als Kulturgut einen besonderen Wert: Sie sind als Baudenkmäler in Inventaren aufgeführt oder geschützt. Der historische Wert dieser ausgewählten Gebäude ist an den Erhalt der baulichen Substanz gebunden und beschränkt sich nicht auf eine oberflächliche Erscheinung.

Aufgrund ihrer geringen Anzahl ist der mögliche Beitrag der Baudenkmäler an die Reduktion des Energieverbrauchs zwar beschränkt, Energieeffizienz ist aber auch hier anzustreben. Energetische Verbesserungen sind bei historischen Gebäuden in den meisten Fällen möglich. Damit dies ohne Verlust von Substanz und historischer Aussagekraft gelingen kann, braucht es jedoch eine engagierte Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung. Das neue Handbuch liefert allen beteiligten Akteuren eine gemeinsame Wissensbasis und zeigt eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber auch Grenzen auf. 

Zusammenarbeit zweier Kantone und verschiedener Disziplinen

Das Handbuch entstand unter der Mitarbeit von Fachleuten aus den Bereichen Energie, Bauphysik, Baustoffe und der Denkmalpflege. Es richtet sich in gleichem Masse an die Denkmalpflegenden selber wie auch an die Fachleute energetischer Bausanierungen sowie an die Eigentümerinnen und Eigentümer historisch bedeutender Gebäude. Die Publikation vermittelt interdisziplinäres Grundlagenwissen und thematisiert die verschiedenen Zielsetzungen aus den Bereichen Energie und Baudenkmäler-Erhaltung. Damit leistet sie einen Beitrag zu einer Fachdiskussion, die auf dem gegenseitigen Verständnis der Zielsetzungen und Ansprüche beruht.

Aktualität dank elektronischer Publikation

Die technologischen Entwicklungen, die sich verändernden gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen und das zunehmende Fachwissen verlangen nach einer regelmäs-sigen Nachführung der Publikation. «Energie und Baudenkmal. Ein Handbuch» wird aus-schliesslich in elektronischer Form publiziert und ist damit jederzeit aktualisierbar.

Die gemeinsamen, einleitenden Kapitel dienen der Einführung und der Vermittlung der Grundlagen und sind jedem Hauptkapitel vorangestellt, so dass gezielt auch nur ein einzelnes Kapitel heruntergeladen und konsultiert werden kann. Diese Kapitel schaffen ein Basiswissen und erläutern das Fachvokabular und die Maximen der beiden Disziplinen Energie und Baudenkmal-Erhaltung. Ein besonderer Fokus wird jeweils auf die Möglichkeiten nichtbaulicher Massnahmen gelegt: Mit geeigneten Gebäudenutzungen, mit der Optimierung technischer Anlagen und einem geregelten Unterhalt können in der Regel bereits namhafte Reduktionen des realen Energieverbrauchs von Gebäuden erzielt werden. In den folgenden themenspezifischen Kapiteln werden vor dem Hintergrund von Praxis-Erfahrungen Möglichkeiten der baulichen Verbesserung aufgezeigt.


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kultur/denkmalpflege/publikationen/handbuch_energieundbaudenkmal.html