Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Bauernhausforschung

Die volkskundlich orientierte Bauforschung richtet ihre Aufmerksamkeit auf die überlieferten ländlichen Bauten und Siedlungen, auf historische und aktuelle Aspekte des bäuerlichen Alltagslebens. Ausgehend von einer Bestandesaufnahme werden die Gebäude aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und in ihrer räumlichen und zeitlichen Verbreitung dargestellt. Ergänzende Informationen aus Archiven vertiefen das Bild der traditionellen Bauformen.

Bauernhausforschung

Bild vergrössern Zuzwil, Unterdorf 3. Bauernhaus, errichtet um 1924 von den Baumeistern Gebrüder Kästli aus Münchenbuchsee. Der Bau ist ein bemerkenswertes Beispiel des ländlichen Heimatstils. Foto 2010 (Markus Beyeler).

«Die Bauernhäuser des Kantons Bern»

Im Kanton Bern geht die Bauernhausforschung in die 1930er Jahre zurück; 1982 begann die bis heute andauernde Zusammenarbeit zwischen dem Kanton und der Gesellschaft für Volkskunde. Das Forschungsprojekt ist der kantonalen Denkmalpflege angeschlossen und kann sich auf deren Dokumentationen und Archivbestände abstützen. Zudem besteht ein enger Kontakt zum Kunstdenkmäler-Team, zur Bauberatung, zum Bauinventar, zum Archäologischen Dienst und zum Staatsarchiv.

Bis heute sind die drei Bände «Das Berner Oberland», «Das höhere Berner Mittelland» sowie «Das tiefere Berner Mittelland» erschienen. Der vierte Band wird das Seeland und den Berner Jura umfassen und voraussichtlich 2017 herauskommen.    die erschienenen Bände

Die beiden ersten Bände sind auch elektronisch verfügbar.

Bauernhausforschung

Bild vergrössern Herzogenbuchsee, Bernstrasse 50. Ründimalerei mit ornamentalen und figürlichen Motiven (Tellenschuss) am Mülihof in Oberönz, erbaut 1790. Foto 2010 (Iris Krebs).

«Die Bauernhäuser der Schweiz»

Die Schweizerische Gesellschaft für Volkskunde schuf 1919 das Institut für Haus- und Siedlungsforschung. Daraus ging 1944 die «Aktion Bauernhausforschung in der Schweiz» hervor mit dem Ziel, innerhalb von wenigen Jahren die ländlichen Bauten der Schweiz zu dokumentieren und in geeigneter Form zu publizieren.

Mit den zur Verfügung stehenden Geldmitteln der Kantone wurden Bestandesaufnahmen gemacht. Eine umfassende wissenschaftliche Auswertung war jedoch erst ab 1960 mit der finanziellen Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds möglich. Die fachliche und administrative Projektleitung befindet sich heute in Zug. Dort sind auch die umfangreiche Plan- und Fotosammlung sowie eine Fachbibliothek Interessierten zugänglich.

Die Publikationsreihe «Die Bauernhäuser der Schweiz» wird von der Schweizerischen Gesellschaft für Volkskunde herausgege ben. Jeder Band behandelt eine Region oder einen ganzen Kanton. Dargestellt werden Themen wie wirtschafts- und sozialgeschichtliches Umfeld, Nutzung und Ausstattung, Konstruktion und Gestaltung. Ausführlichere Einzeldarstellungen illustrieren die Bau- und Besitzergeschichte ausgewählter Objekte. Bis 2015 sollen alle 37 geplanten Bände abgeschlossen sein.  Weitere Informationen zur Bauernhausforschung in der Schweiz sind zu finden unter www.bauernhausforschung.ch.

  


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kultur/denkmalpflege/forschung_und_dokumentation/bauernhausforschung.html