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Hinweis an die Gemeinden

Die Überprüfung der Einstufung der rund 25'000 erhaltenswerten Objekte findet im Rahmen der laufenden Revision (Projekt Bauinventar 2020) statt. Bis zur rechtlichen Umsetzung der revidierten Inventare bleiben die aktuell geltenden Bauinventare in Kraft.

In letzter Zeit erhält die Denkmalpflege vermehrt Anfragen von Eigentümerinnen und Eigentümern, die wissen möchten, ob ihr Objekt aus dem Inventar entlassen wird oder nicht.
Die Denkmalpflege darf sich zu dieser Frage vor Abschluss des Revisionsprozesses aus rechtlichen Gründen nur im Baubewilligungsverfahren, d.h. im Zusammenhang mit einem konkreten Bauvorhaben, äussern. Eine zusätzliche Einschränkung gilt bei Gemeinden, die das Bauinventar im Rahmen einer Ortsplanung grundeigentümerverbindlich in ihren Plänen und Vorschriften (Zonen-/Schutzplan sowie Baureglement) verankert haben: Hier besteht vor Abschluss des Revisionsprozesses nur bei der nächsten Überarbeitung des Nutzungsplans, nicht aber im Baubewilligungsverfahren, ein Anspruch auf eine Auskunft (Art. 10d Abs. 2 BauG).

Das Projektteam Bauinventar 2020 bittet die Verantwortlichen in den Gemeinden, Anfragen von Eigentümerinnen und Eigentümern zur Einstufung ihres Objekts direkt zu beantworten, sofern diese ausserhalb eines Baubewilligungs- bzw. Nutzungsplanverfahrens eingehen (s. weiter unten). Die Einstufungen können dem rechtsgültigen Exemplar des Bauinventars entnommen werden, das bei den Gemeinden in gedruckter Form aufliegt. Es bleibt bis zur rechtlichen Umsetzung der revidierten Inventare in Kraft.

Gesuche der Eigentümerschaft um Einstufungsüberprüfung im Rahmen eines Baubewilligungsverfahrens bzw. Nutzungsplanverfahrens hingegen können – gerne mit einer Kopie der Bauvoranfrage oder des Baugesuchs – an die Denkmalpflege weitergeleitet werden.

Nimmt die Zahl der Gesuche um Einstufungsüberprüfung, die bei der Denkmalpflege eintreffen, zu, verzögert dies letztlich die Überprüfung der erhaltenswerten Objekte und die Revision der Inventare als Ganzes. Das Projektteam ist deshalb dankbar, wenn die Eigentümerinnen und Eigentümer diese Möglichkeit im Baubewilligungs- bzw. Nutzungsplanverfahren sparsam nutzen.

Fragen und Antworten zum Thema Einstufungsüberprüfung

Die folgenden Beispiele fassen die oben aufgeführten Inhalte noch einmal zusammen und sollen Ihnen helfen, Fragen und Anliegen der Eigentümerinnen und Eigentümer Ihrer Gemeinde beantworten zu können. Für Ihre Unterstützung danken wir Ihnen herzlich!

  1. Ich habe gelesen, dass die Denkmalpflege das Bauinventar überarbeitet. Zurzeit plane ich kein Bauvorhaben. Kann ich die Einstufung meines Objektes überprüfen lassen?
    Nein, ausserhalb eines Baubewilligungsverfahrens oder eines Nutzungsplanverfahrens darf sich die Denkmalpflege nicht zur Frage der Einstufung äussern. Die Einstufung bleibt bis zur rechtlichen Umsetzung der revidierten Inventare ab 2021 in Kraft.

  2. Ich habe gehört, dass die Denkmalpflege das Bauinventar überarbeitet. Zurzeit plane ich einen Umbau und werde demnächst eine Bauvoranfrage oder ein Baugesuch bei der Gemeinde einreichen. Kann ich die Einstufung meines Objektes überprüfen lassen?
    Ja, dies ist in den meisten Fällen möglich. Die Eigentümerschaft beantragt in einem Begleitschreiben, das sie der Bauvoranfrage oder dem Baugesuch beilegt, gleichzeitig eine Einstufungsüberprüfung. Die Gemeinde leitet dieses Gesuch um Einstufungsüberprüfung mit einer Kopie der Bauvoranfrage oder des Baugesuchs an die Denkmalpflege weiter.
    Eine Ausnahme bilden Gemeinden, die das Bauinventar im Rahmen einer Ortsplanung grundeigentümerverbindlich in ihren Plänen und Vorschriften (Zonen-/Schutzplan sowie Baureglement) verankert haben. Hier ist vor Abschluss des Revisionsprozesses eine Auskunft nur bei der nächsten Überarbeitung des Nutzungsplans möglich.

  3. Kann ich ein Gesuch um Einstufungsüberprüfung auch direkt bei der Denkmalpflege einreichen?
    Nein. Ein Gesuch um Einstufungsüberprüfung ist Teil der Bauvoranfrage bzw. des Baugesuchs und wird deshalb stets via Gemeinde eingereicht. So ist sichergestellt, dass die Gemeinde ebenfalls über das Einstufungsgesuch informiert ist. Zudem hat die Denkmalpflege Gewissheit, dass eine Bauvoranfrage oder ein Baugesuch vorliegt bzw. die Gemeinde sich in einem Nutzungsplanverfahren befindet.

  4. Wie lange benötigt die Denkmalpflege für eine Einstufungsüberprüfung?
    Dies hängt davon ab, wie viele Gesuche um Einstufungsüberprüfung bei der Denkmalpflege eingehen. Bisher wurden die Gesuche in der Regel innerhalb von
    1–2 Monaten bearbeitet. Da die Zahl der Einstufungsüberprüfungen in letzter Zeit stetig zunimmt, werden sich die Bearbeitungsfristen voraussichtlich verlängern.
    Die Denkmalpflege ist deshalb dankbar, wenn die Eigentümerinnen und Eigentümer die Möglichkeit der Einstufungsüberprüfung mit Augenmass nutzen. Bei Bauvorhaben, die nicht das Baudenkmal als solches betreffen (z.B. Erstellen eines Parkplatzes), ist eine Einstufungsüberprüfung beispielsweise wenig sinnvoll.


Gesetzliche Grundlagen und rechtliche Wirkung des Bauinventars


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