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Aktuell 2012

Court, Pâturage de l'Envers, Band 2. Umschlagseite.

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Zweiter Band zur ehemaligen Glashütte von Court, Pâturage de l’Envers.

Die Waldglashütte im jurassischen Court, Pâturage de l’Envers ist im Rahmen des Autobahnprojekts A16 Transjurane in den Jahren 2000 bis 2004 archäologisch untersucht worden. 2010 hat der Archäologische Dienst eine erste Monografie über die archäologischen Befunde herausgegeben. Nun legt er den zweiten Band vor, der sich mit den technischen Aspekten der Glasherstellung sowie mit dem Bau der Glasöfen befasst.
Bei den Ausgrabungen sind viele Fragmente von Glasgegenständen, Abfälle der Glasproduktion, aber auch bauliche Strukturen der ehemaligen Glashütte (1699–1714) zum Vorschein gekommen. Durch die wissenschaftliche Auswertung des Fundmaterials können nun Aussagen über das Spektrum der damals hergestellten Glasprodukte, die Machart des Glases sowie über das bauliche System der Schmelz- und Kühlöfen gemacht werden.

Im Jahr 2014 folgen zwei Katalogbände, die das Keramikensemble (Kühlkeramik und Tafelgeschirr) sowie die Metall- und Glasfunde ausführlich darstellen. Sie schliessen die Publikation der umfassenden wissenschaftlichen Auswertung ab.

Angaben zum Werk
Christophe Gerber, Yvonne Gerber, Willem B. Stern, Laetitia Kaiser und Giacomo Eramo
Court, Pâturage de l‘Envers : Une verrerie forestière jurassienne du début du 18e siècle. Volume 2 : Des matières premières aux productions. Approches historiques, techniques et archéometriques.
Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Bern 2012
Format A4, laminierter Pappband, 304 Seiten, 204 Farbabbildungen.
CHF 46.–
ISBN 978-3-907663-36-3
Zu beziehen in Buchhandlungen oder bei buch@rubmedia.ch, Tel. 031 380 14 80.

 

Im August 2012 aufgetauchter Propeller der 1946 am Gauligletscher abgestürzten Dakota C-53. In den nächsten Jahren wird das Eis vermutlich noch weitere Funde freigeben (Bild: Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Kathrin Glauser).

Bild vergrössern Im August 2012 aufgetauchter Propeller der 1946 am Gauligletscher abgestürzten Dakota C-53. In den nächsten Jahren wird das Eis vermutlich noch weitere Funde freigeben (Bild: Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Kathrin Glauser).

Abgestürzte Dakota vom Gauligletscher

Konzept für die Aufbewahrung und Präsentation der Funde

Im August 2012 sind einige Relikte der im November 1946 am Gauligletscher bei Innertkirchen abgestürzten amerikanischen Militärmaschine zum Vorschein gekommen. Während die Passagiere der Dakota C-53 damals in einer dramatischen Rettungsaktion geborgen werden konnten, blieben das Wrack sowie viele der abgeworfenen Rettungsgüter im Gelände liegen und versanken allmählich im Schnee. Der Gletscher transportierte die Gegenstände mit den Eismassen und gibt sie nun nach 66 Jahren im Eis nach und nach wieder frei. Gemäss dem Denkmalpflegegesetz des Kantons Bern gehören grundsätzlich alle zutage tretenden Funde dem Kanton, ob es nun der prähistorische Pfeilbogen des Zeitgenossen von Oetzi auf dem Schnidejoch oder der Propeller der Dakota ist. Das gilt gemäss dem Schweizerischen Zivilgesetzbuch für alle Funde.

Nach den Entdeckungen in diesem Jahr hat ein Treffen mit Vertreterinnen und Vertretern des Archäologischen Dienstes, der Gemeinde Innertkirchen, der Schweizerischen Luftwaffe und des Flughafens Meiringen stattgefunden. An den Gesprächen beteiligten sich auch die Schweizerische Stiftung Museum und Historisches Material der Luftwaffe in Dübendorf, das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern, das Alimentarium (Musée de l’alimentation) Vevey sowie das Alpine Museum der Schweiz in Bern. Es wurden Ideen ausgetauscht und Konzepte angedacht, was mit den in naher Zukunft zu erwartenden weiteren Funden geschehen soll. Es zeigte sich, dass das Interesse an der Überlieferung dieser geschichtlichen Zeugen sehr hoch ist. Zwar sind die Gegenstände relativ jung. Mit ihnen ist aber eine Geschichte verbunden, die ein grosses internationales Echo auslöste und weit über die Region des Berner Oberlandes hinaus Bedeutung erlangte.

Die Gemeinde Innertkirchen wird unter Einbezug weiterer Kreise ein Konzept für die Aufbewahrung und Präsentation der heutigen und zukünftigen Funde erarbeiten. Der Flughafen Meiringen hat sich bereit erklärt, neue oder bereits vorhandene Funde, die derzeit in privatem Besitz sind, zwischenzulagern. Auch die Bevölkerung ist zur Mitwirkung am Konzept eingeladen. Von privaten Bergungsaktionen ist jedoch nicht bloss aus gesetzlichen Gründen abzuraten; das Gebiet des Gauligletschers gilt auch unter Kennern als gefährlich und soll nur in Begleitung ausgewiesener Bergführer begangen werden.


Unbekannter Maler um 1730. Im Hintergrund links: Das Inselspital. Im Hintergrund rechts: Gurten. Im Vordergrund: barocke Gartenanlage im Bereich der Nationalbank und des heutigen Bundesplatzes.(Quelle: Privatbesitz, Bern.)

Bild vergrössern Unbekannter Maler um 1730. Im Hintergrund links: Das Inselspital. Im Hintergrund rechts: Gurten. Im Vordergrund: barocke Gartenanlage im Bereich der Nationalbank und des heutigen Bundesplatzes.(Quelle: Privatbesitz, Bern.)

Bundeshaus Ost

Tag des offenen Bodens

1. November 2012 ab 16.00 Uhr

Derzeit wird das Bundeshaus Ost saniert und modernisiert. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern begleitet diese Arbeiten. Dabei hat er Kellerreste des ehemaligen Inselspitals freigelegt. Anlässlich des Tages des offenen Bodens kann die Bevölkerung diese neuen Entdeckungen besichtigen, bevor sie wieder unter der Erde verschwinden.

Der Tag des offenen Bodens findet am 1. November 2012, 16.00 Uhr bis 19.30 Uhr, statt. Die Führungen beginnen um 16.00 Uhr, 16.30 Uhr, 17.00 Uhr, 17.30 Uhr, 18.00 Uhr, 18.30 Uhr, 19.00 Uhr und 19.30 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.


 

Umschlag der Publikation Archbe 2012 mit Bild einer alpinen Wüstung

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Archäologie Bern / Archéologie bernoise 2012

Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2012 / Annuaire du Service archéologique du canton de Berne 2012

Der anhaltende Bauboom hat auf die Arbeit des Archäologischen Dienstes direkte Auswirkungen. Eingriffe in den Untergrund gefährden unwiederbringliches Kulturgut und machen vielerorts Rettungsgrabungen nötig: 74 grössere und kleinere waren es 2011 im Kanton Bern; rechnet man weitere vorbeugende Massnahmen dazu, so kommt der Archäologische Dienst des Kantons Bern im vergangenen Jahr auf rund 260 Feldeinsätze.

Über die Ergebnisse der Rettungsgrabungen und weiterer archäologischer Untersuchungen berichtet das Jahrbuch «Archäologie Bern 2012». In zwölf Kurzberichten und zehn längeren Aufsätzen vermitteln die Archäologinnen und Archäologen auf informative und spannende Weise die neuen Erkenntnisse und spiegeln gleichzeitig das breite Spektrum ihrer Tätigkeit.

Angaben zum Werk
Bern 2012
Format A4, laminierter Pappband, 288 Seiten, 319 Abbildungen
Preis CHF 56.–
ISBN 978-3-907663-34-9
Zu beziehen im Buchhandel oder beim Verlag Rub Media.


Der Dolmen zu Beginn der Ausgrabung: Ein grosser Findling dient als Deckstein, der auf mehreren Granitblöcken aufliegt.

Bild vergrössern Der Dolmen zu Beginn der Ausgrabung: Ein grosser Findling dient als Deckstein, der auf mehreren Granitblöcken aufliegt.

Steinzeitlicher Bestattungsplatz in Oberbipp

Im Oktober 2011 wurde in einer «Hostett» an der Steingasse in Oberbipp eine grosse Granitplatte freigelegt. Die Untersuchung durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern ergab, dass es sich bei dem zwei mal drei  Meter grossen und gegen einen Meter dicken Findling um die Deckplatte eines steinzeitlichen Gemeinschaftsgrabs, eines sogenannten Dolmens handelt. Seit Februar 2012 untersucht der Archäologische Dienst die Anlage, die wohl in der zweiten Hälfte des 4. Jahrtausends vor Christus entstand, mit neusten wissenschaftlichen Methoden.

Weitere Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.

  

Logo Petinesca-Fest, klein aber fein

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Studen-Petinesca

Römischer Tempelbezirk erstrahlt in neuem Glanz

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat den oberhalb von Studen gelegenen römischen Tempelbezirk von Petinesca umfassend saniert. Die aus den 1930er-Jahren stammenden Bodenmarkierungen wurden erneuert, damit die Mauerzüge und Tempelflächen wieder erkennbar sind.

Am Sonntag, 24. Juni 2012, wird der Tempelbezirk offiziell eingeweiht. Der Verein Pro Petinesca sorgt dabei für einen würdigen Rahmen: Am keltisch-römischen Petinesca-Fest können sich die Festbesucher für einen Tag in die turbulente Welt der Antike verführen lassen. Der Anlass dauert von 10 bis 17 Uhr.

Details und Zeitplan zum Anlass sind unter www.propetinesca.ch zu finden.

Weitere Informationen finden Sie in der Medienmitteilung.

  

Buchumschlag Worb, Pfarrkirche. Zeigt die Kirche seitlich vom Eingang her.

Bild vergrössern Worb, Pfarrkirche

Neuerscheinung

Worb, Pfarrkirche
Die Ergebnisse der Bauforschungen von 1983

Peter Eggenberger, Manuel Kehrli, Murielle Schlup
und Susi Ulrich-Bochsler

Die Restaurierung der Kirche Worb von 1983/84 bedingte eine archäologische Grabung im ganzen Kirchenraum. Obschon der im Boden verborgene Bestand älterer Kirchenbauten während der Restaurierung von 1932/33 arg gelitten hat, kann ihre Geschichte bis ins Frühmittelalter zurückverfolgt werden.

Bauherren waren die damaligen Inhaber der Herrschaft Worb und Patronatsherren der Kirche, die Familie von Diesbach. Diese stiftete auch die Glasgemälde, die den Chor immer noch schmücken. Auch nach der Reformation blieb die Familie von Diesbach, dann ihre Nachfolger, die Familie von Graffenried, im Besitz des Chores. Bis ins ausgehende 18. Jahrhundert wurde dieser als Grabstätte für die verstorbenen Angehörigen der beiden Familien genutzt.

Das vorliegende Buch wendet sich sowohl an historisch interessierte Worberinnen und Worber als auch an Fachleute. In einem ersten Teil werden die Herrschaftsgeschichte der Familien von Diesbach und von Graffenried behandelt sowie die Ergebnisse der Bauforschung der heutigen Pfarrkirche präsentiert. Der zweite Teil geht auf die Glas- und Wandmalereien ein. Im dritten werden die bei der archäologischen Grabung von 1983/84 gefundenen Objekte sowie die textilen Reste vorgestellt und im vierten die anthropologischen Erkenntnisse zu den in der Kirche Beigesetzten dargelegt.


Angaben zum Werk

Bern 2012
Format A4, laminierter Pappband, 248 Seiten, 292 Abbildungen, davon 55 in Farbe
Preis CHF 46.–
ISBN 978-3-907663-33-2
Zu beziehen im Buchhandel oder beim Verlag Rub Media.



Weitere Informationen

 


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