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Aktuell 2018

Das jungsteinzeitliche Bogenfutteral in Fundlage. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Das jungsteinzeitliche Bogenfutteral in Fundlage. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Erforschung und Konservierung der einzigen jungsteinzeitlichen Bogenschutzhülle aus Birkenkork

In den Jahren 2003 bis 2005 wurde am Schnidejoch in der Gemeinde Lenk ein Artefakt aus zugeschnitten und vernähten Birkenkorkbahnen aus dem Eis geborgen.

Seit April 2016 läuft ein interdisziplinäres, vom Schweizerischen Nationalfonds finanziertes, Forschungsprojekt, um Funktion, Herstellungstechnik und Bedeutung des Futterals zu bestimmen.

Die Erarbeitung eines Konzepts zur langfristigen Erhaltung des einmaligen Objekts ist das wichtigste Ziel dieses Kooperationsprojekts vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern, der Hochschule der Künste Bern und der Universität Bern.

Das Haus «Acherli» an der Hinterseestrasse in Lauenen, erbaut kurz nach 1456. Im Giebel sichtbar das sogenannte «Heidenkreuz». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Das Haus «Acherli» an der Hinterseestrasse in Lauenen, erbaut kurz nach 1456. Im Giebel sichtbar das sogenannte «Heidenkreuz». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Die ältesten Holzhäuser des Berner Oberlandes

Ausgelöst durch die überraschend alte Datierung eines unscheinbaren Blockbaus in Oberried am Brienzersee in das Jahr 1479 stellt sich die Frage nach den ältesten erhaltenen Gebäuden im Berner Oberland.

Allgemein wird das «Heidenkreuz», eine altertümlich erscheinende Konstruktion mit einem Mittelständer im Giebelfeld, als Element der Zeit um das Jahr 1500 gesehen.

Genauere Erkenntnisse liefert nun eine Zusammenstellung der bislang dendrodatierten Gebäude: Die Daten stammen alle aus den Jahren von 1456 bis 1509 und bestätigen das hohe Alter dieser Bauten.

Cover der Monografie «Die neolithischen Ufersiedlungen von Twann. Band 4». Das Werk ist vergriffen und seit Kurzem auf Academia elektronisch zugänglich. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Cover der Monografie «Die neolithischen Ufersiedlungen von Twann. Band 4». Das Werk ist vergriffen und seit Kurzem auf Academia elektronisch zugänglich. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Publikationen online

Sämtliche vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern herausgegebenen Publikationen sind mit einer Frist von einem Jahr auch elektronisch zugänglich.

Das Jahrbuch «Archäologie Bern» kann auf der ETH-Plattform E-Periodica abgerufen werden. Die Monografien stehen auf der Plattform Academia zur Verfügung.

Zur Monografie «Um 2700 v. Chr.» wurden kürzlich unter Daten & Downloads zusätzliche Abbildungen und Datentabellen elektronisch publiziert.

Die heutigen Fassadenschindeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück, ebenfalls sind die Fenster in jüngster Zeit deutlich vergrössert worden. Dahinter verbirgt sich ein Blockhaus aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. © Denkmalpflege des Kantons Bern

Bild vergrössern Die heutigen Fassadenschindeln reichen ins 19. Jahrhundert zurück, ebenfalls sind die Fenster in jüngster Zeit deutlich vergrössert worden. Dahinter verbirgt sich ein Blockhaus aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert. © Denkmalpflege des Kantons Bern

500-jährige Überraschung hinter verschindelter Fassade

Anlässlich eines Bauprojektes haben der Archäologische Dienst und die Denkmalpflege des Kantons Bern ein Wohnhaus an der Untergasse 9 in Oberried bauarchäologische untersucht.

Das bis heute genutzte Gebäude wurde kurz nach 1479 errichtet. Es ist nicht ausgeschlossen, dass das Holzhaus an die Untergasse 9 gezügelt wurde, da sich auf den Blockhölzern «Nummerierungszeichen» fanden. Solche ins bereits gebräunte Holz eingeritzte Zeichen halfen, ein Gebäude Holz um Holz am alten Standort abzubauen und am neuen identisch aufzurichten.

Dank der engen Zusammenarbeit von kantonalen Fachstellen und privater Eigentümerin kann die wertvolle Bausubstanz in den geplanten Umbau integriert werden.

«Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität
in den Ufersiedlungen am Bielersee» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern «Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee» © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Buchvernissage
Um 2700 v. Chr. – Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee

Vor gut 30 Jahren begann der Archäologische Dienst des Kantons Bern mit der systematischen Zustands-dokumentation der prähistorischen Ufersiedlungen rund um den Bielersee. Nun liegen die wissenschaftlichen Ergebnisse dieser wegweisenden archäologischen Tauchuntersuchungen im Kanton Bern in Buchform vor.

Die reich bebilderte, zweibändige Monografie wird am 6. März 2018 um 18 Uhr im von Rütte-Gut in Sutz präsentiert. Der Hauptautor Peter J. Suter wird dabei die wichtigsten Ergebnisse dieses Auswertungsprojektes in einem Vortrag der breiten Bevölkerung vorstellen.

Einladung zur Buchvernissage  (PDF, 2 MB, 1 Seite)

 

Angaben zum Werk
Peter J. Suter, Um 2700 v. Chr. Wandel und Kontinuität in den Ufersiedlungen am Bielersee. Bern 2017. 764 S. mit 562 Abb. und 296 Taf. Preis: CHF 82.–. ISBN 978-3-9524659-4-3. Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, 031 633 98 00.
 

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