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Aktuell 2017

Der konservierte Einbaum ruht zurzeit auf einem Metallgestell im Funddepot des Archäologischen Dienst des Kantons Bern. © ADB, Sarah Obrecht

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Konservierung und Ausstellung eines 6500-jährigen Holzboots

Kürzlich ist der jungsteinzeitliche Einbaum aus Moosseedorf von seiner Konservierung in Mainz in den Archäologischen Dienst des Kantons Bern zurückgekehrt.

Aufgrund seiner Grösse musste das Holzboot ins Römisch-Germanische Zentralmuseum, Forschungsbereich für Antike Schifffahrt, gegeben werden. Spezialisten stabilisierten dort in einem mehrjährigen Prozess das durchfeuchtete Holz des Einbaums durch eine Kunstharzlösung. 

Das Holzboot soll auf Wunsch der Gemeinde öffentlich zugänglich gemacht werden. Dazu ist eine Ausstellungsvitrine und ein Renaturierungsprojekt am Ufer des Moossees geplant.
 

Studen-Petinesca, Gumpboden. Tempelbezirk nach der Instandstellung 2011. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Petinesca – Archäologische Ausstellung
und Fundort des Monats

Mit der Ausstellung «Petinesca. Aus dem Innern eines Hügels» rückt das NMB Neues Museum Biel vom 7. April bis 30. Dezember 2017 den gleichnamigen römischen Ort in den Fokus. Zwar wird die Gegend rund um den Jensberg seit Beginn des 19. Jahrhunderts von Privaten, Museen, Vereinen und seit 1980 auch durch den Archäologischen Dienst des Kantons Bern untersucht; der breiten Öffentlichkeit ist die römische Siedlung mit keltischem Ursprung jedoch nahezu unbekannt. Dies möchte die Ausstellung mit der Präsentation einer reichen Auswahl an Objekten ändern.

Nähere Informationen zur Ausstellung NMB

Im Mai 2017 wird Petinesca zudem «Fundort des Monats». Das Label lädt dazu ein, weniger bekannte archäologische Fundstellen zu entdecken. Dazu gibt es ein reiches Programm mit Führungen, Vorträgen und besonderen Anlässen für das junge Publikum.
www.site-of-the-month.ch

Flyer Fundort des Monats (PDF, 308 KB, 2 Seiten)

  

Der Steinblock in Fundlage. © ADB, Yann Mamin.

Bild vergrössern Der Steinblock in Fundlage. © ADB, Yann Mamin.

Prähistorischer Menhir in Kehrsatz?

Im Breitenacher bei Kehrsatz sind Mitarbeitende des Archäologischen Dienstes Bern mitten in einer bronzezeitlichen Siedlung auf einen 2 bis 3 Tonnen schweren Einzelstein gestossen.

Es könnte sich um einen prähistorischen Menhir handeln. Möglicherweise stand dieser früher aufrecht und markierte einen Kultplatz.

Die Ausgrabung in den angrenzenden Flächen wird noch bis ins kommende Jahr fortgeführt. Allenfalls hilft die Untersuchung weiterer dort liegender Steine, die Deutung des Einzelsteins als Menhir abzusichern.
 

Bergung des Steinblocks. Er soll zu einem späteren Zeitpunkt öffentlich aufgestellt werden. © ADB, Yann Mamin.

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Hinweis

Über den möglichen Fund eines Menhirs in Kehrsatz berichten diverse nationale Medien: Medienspiegel zum Fund in Kehrsatz (PDF, 1020 KB, 8 Seiten).

Mehr zum Thema

Endfragment eines Pfeilbogens aus Ulmenholz aus der frühen Bronzezeit (2000–1800 v. Chr.). © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Schmelzender Firn gibt auf dem Lötschenpass 4000-jährige Bergausrüstung frei

Im September 2017 fand der Archäologische Dienst des Kantons Bern auf dem Lötschenpass Teile einer frühbronzezeitlichen Bergausrüstung. Die Funde stammen aus einem abschmelzenden Firn- oder Altschneefeld, das bereits 2011 entsprechende Fundstücke lieferte.

Die Bogen- und Pfeilfragmente und Lederreste werden als Teil einer Jagdausrüstung interpretiert. Eine Spanschachtel mit Getreidemehl ist als dazugehöriges Proviant zu verstehen. Dank der C14-Datierung einzelner Fundstücke lässt sich das Ensemble in die Jahre zwischen 2000 und 1800 v. Chr. datieren.

Die im Zuge der Klimaerwärmung freigeschmolzenen Funde waren somit rund 4000 Jahre lang im Eis konserviert. Heute sind sie ein wichtiger Beleg zur intensiven Nutzung alpiner Pässe bereits in der Urgeschichte.

Hinweis

Die Resonanz in der Medienwelt bestätigt das öffentliche Interesse an alpinen Fundstellen: Medienspiegel zu den Funden vom Lötschenpass (PDF, 2 MB, 12 Seiten).

Das Schweizerische Fernsehen SRF widmet den Funden auch einen Videobeitrag: «Schweiz Aktuell».  

Freilegungsarbeiten der Fundstelle auf dem Lötschenpass. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Die sanierte Kirchenruine Goldswil im November 2016. © J. C. Plattner, Adliswil 2017

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Einweihung Kirchenruine Goldswil

Am ersten Juliwochenende weihte die Gemeinde Ringgenberg die sanierte Kirchenruine auf dem Goldswiler Kirchhubel mit einem grossen Fest ein. Die Arbeiten in den Jahren 2015 bis 2017 fanden in enger Kooperation zwischen der Gemeinde Ringgenberg und dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern statt.

Seit kurzem verbindet ein mit Informationsstelen versehener Rundgang die Kirchenruine mit anderen Geländedenkmälern der Gemeinde Ringgenberg. Zwei neue Flyer des Archäologischen Dienstes informieren weiter über die Bau- und Sanierungsgeschichte der Kirchenruine Goldswil und der Burgruine Ringgenberg.

Flyer Kirchenruine Goldswil (PDF, 1 MB, 2 Seiten)

Flyer Burgruine Ringgenberg (PDF, 1 MB, 2 Seiten)

  

Grundriss und Rekonstruktion des Tempelbezirks auf dem «Gumpboden» nach den Ausgrabungsergebnissen von 1937/38. © Rekonstruktion Fundort Schweiz Bd. 3; © Plan Archiv Archäologischer Dienst des Kantons Bern; grafische Überarbeitung Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern.

Bild vergrössern Grundriss und Rekonstruktion des Tempelbezirks auf dem «Gumpboden» nach den Ausgrabungsergebnissen von 1937/38. © Rekonstruktion Fundort Schweiz Bd. 3; © Plan Archiv Archäologischer Dienst des Kantons Bern; grafische Überarbeitung Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern.

Ausgrabung in Studen/Petinesca – ein Kooperationsprojekt mit der Universität Bern

Das römische Heiligtum auf dem «Gumpboden» bei Studen/Petinesca war ein bedeutendes religiöses Zentrum mit überregionaler Ausstrahlung. Im August 2017 führt das Institut für Archäologische Wissenschaften der Universität Bern in enger Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern eine Grabung durch, um aktuelle Forschungsfragen zu klären.
Das Heiligtum ist in den Jahren 1937/38 erstmals umfassend untersucht worden. Damals konnten sechs gallo-römische Umgangstempel, drei kleinere Kapellen sowie ein weiteres mehrräumiges (Bankett-)Gebäude dokumentiert werden.
Ziel der neuen Forschungsgrabung ist der Nachweis latènezeitlicher Vorgängerbauten sowie Spuren religiöser Praktiken im römischen Heiligtum.
Während der Ausgrabung wird es möglich sein, die Arbeiten im Tempelbezirk mittels Webcam im Neuen Museum Biel zu verfolgen. Dazugehörige Workshops im Museum werden folgen.


 

Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

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Buchvernissage
Moosseedorf, Moossee

Gut 160 Jahre nach der Entdeckung der ersten «Pfahlbausiedlung» legt der Archäologische Dienst des Kantons Bern eine aktualisierte Gesamtschau der prähistorischen Siedlungsbefunde und -funde vom Moossee vor. Darin werden unter anderem die Auswertungsergebnisse der Rettungsgrabung 2011 im heutigen Strandbad veröffentlicht.
Der reich bebilderte Band «Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung» wird am 24. August 2017 um 18.30 Uhr – eine Woche vor dem Fest zum 775-Jahr-Jubiläum der Gemeinde – im Strandbad Moosseedorf präsentiert. Der Hauptautor Christian Harb wird dabei die wichtigsten Ergebnisse dieses Auswertungsprojektes in einem Vortrag der breiten Bevölkerung vorstellen.

Angaben zum Werk
Christian Harb, Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung. Bern 2017. Insgesamt 150 S. mit 133 Abb. Preis: CHF 25.–. ISBN 978-3-9524659-3-6 . Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, 031 633 98 00.

 

Cover Archäologie Bern 2017. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern.

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Buchvernissage
Jahrbuch «Archäologie Bern 2017»

Römische und neuzeitliche Badeanlagen – neolithische und bronzezeitliche Seeufersiedlungen – römische und mittelalterliche Gräberfelder: Das Jahr 2016 präsentierte sich dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern abwechslungsreich. Eine Auswahl der interessantesten Entdeckungen zeigt das Jahrbuch «Archäologie Bern 2017».

Inhalt (PDF, 668 KB, 3 Seiten)

Der reich bebilderte Band «Archäologie Bern 2017» wird am 28. Juni 2017 im Stadthaus von Unterseen präsentiert. Den thematischen Schwerpunkt der Veranstaltung bildet ein Vortrag über zwei römische Gräberfelder in Unterseen und Allmendingen, welchen ein längerer Aufsatz im Jahrbuch gewidmet ist.

Einladung zur Buchvernissage (PDF, 795 KB, 1 Seite) 

Archäologie Bern / Archéologie bernoise. Jahrbuch des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern 2017 / Annuaire du Service archéologique du canton de Berne 2017. Bern 2017. 304 Seiten mit 400 Farbabbildungen. Preis: CHF 56.–. ISBN 978-3-9524659-2-9.
Zu beziehen in Buchhandlungen oder bei Verlag RubMedia, Tel. 031 380 14 80.

   

Innertkirchen, Zum See. Die Geländeterrasse des Alpstafels liegt hoch über dem Gadmental; im Hintergrund sind das Haslital und der Brienzersee zu sehen.
© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Peter Liechti

Bild vergrössern Innertkirchen, Zum See. Die Geländeterrasse des Alpstafels liegt hoch über dem Gadmental; im Hintergrund sind das Haslital und der Brienzersee zu sehen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Peter Liechti

Neue Publikation zu alpinen Wüstungen
im Berner Oberland

Auf den Alpweiden der Region Oberhasli im östlichen Berner Oberland wird seit Jahrhunderten Vieh gesömmert und Käse hergestellt. Alte, dem Zerfall überlassene Alpgebäude sind im Gelände oft noch an ihren Mauerresten erkennbar. Rund 400 dieser Ruinen aus Trockenmauern wurden bei Prospektionen vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern dokumentiert. Sie zeugen von der Vielfalt historischer Bauformen der Alpwirtschaft. Der Schweizerische Burgenverein hat nun gemeinsam mit dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern die faszinierenden Ergebnisse der interdisziplinären wissenschaftlichen Auswertung veröffentlicht.

Angaben zur Publikation: Brigitte Andres, Alpine Wüstungen im Berner Oberland. Ein archäologischer Blick auf die historische Alpwirtschaft in der Region Oberhasli. Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters 42, Bern 2016. – Preis: CHF 68.–. ISBN 978-3-908182-26-9. Erhältlich beim Schweizerischen Burgenverein (061 361 24 44, info@burgenverein.ch) oder im Buchhandel.

Medienmiteilung

 

Innertkirchen, Zum See. Die Geländeterrasse des Alpstafels liegt hoch über dem Gadmental; im Hintergrund sind das Haslital und der Brienzersee zu sehen.
© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Peter Liechti

Bild vergrössern Innertkirchen, Zum See. Die Geländeterrasse des Alpstafels liegt hoch über dem Gadmental; im Hintergrund sind das Haslital und der Brienzersee zu sehen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Peter Liechti

Buchvernissage – Alpine Wüstungen im Berner Oberland

Auf den Alpweiden der Region Oberhasli im östlichen Berner Oberland wird seit Jahrhunderten Vieh gesömmert und Käse hergestellt. Alte, dem Zerfall überlassene Alpgebäude sind im Gelände oft noch an ihren Mauerresten erkennbar. Rund 400 dieser Ruinen aus Trockenmauern wurden bei Prospektionen vom Archäologischen Dienst des Kantons Bern dokumentiert. Sie zeugen von der Vielfalt historischer Bauformen der Alpwirtschaft. Der Schweizerische Burgenverein hat nun gemeinsam mit dem Archäologischen Dienst des Kantons Bern die faszinierenden Ergebnisse der interdisziplinären wissenschaftlichen Auswertung veröffentlicht.

Die Autorin Brigitte Andres stellt ihre in einer Dissertation an der Universität Zürich entstandene Arbeit im Rahmen der Vortragsreihe des Berner Zirkels für Ur- und Frühgeschichte vor: Donnerstag, 12. Januar 2017, 18.30 Uhr im Hauptgebäude der Universität Bern, Hörsaal 201, Hochschulstrasse 4. Ins Thema führt Daniel Gutscher vom Schweizerischen Burgenverein ein.

Angaben zur Publikation: Brigitte Andres, Alpine Wüstungen im Berner Oberland. Ein archäologischer Blick auf die historische Alpwirtschaft in der Region Oberhasli. Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters 42, Bern 2016. – Preis: CHF 68.–. ISBN 978-3-908182-26-9. Erhältlich beim Schweizerischen Burgenverein (061 361 24 44, info@burgenverein.ch) oder im Buchhandel.
 

Cover der Publikation «Vom spätantiken Mausoleum zur Pfarrkirche»

Bild vergrössern Cover der Publikation «Vom spätantiken Mausoleum zur Pfarrkirche»

Neue Publikation zur Kirche Biel-Mett

Die Stephanskirche in Biel-Mett ist in der Deutschschweiz das Paradebeispiel eines christlichen Gotteshauses, das aus einem antiken Grabbau hervorgegangenen ist. Das spätrömische Grab ist mit seinen Glasfunden und dem Mausoleum von exemplarischer Bedeutung, ebenso die innerhalb der frühmittelalterlichen Kirche nachgewiesene Familiengrablege.
Viele Jahre nach der Grabung in der Kirche Biel-Mett anlässlich ihrer Restaurierung gibt nun der Archäologische Dienst des Kantons Bern die Gesamtauswertung heraus. Die Publikation erschliesst die Details der Baugeschichte und sämtliche Fundstücke, darunter römische Architekturfragmente, die wertvollen spätantiken Gläser und den frühmittelalterlichen Stuck.
Mit der Publikation eröffnet der Archäologische Dienst die neue Buchreihe «Hefte zur Archäologie im Kanton Bern». Diese ergänzt die bewährte Schriftenreihe des ADB, indem sie dank Vereinfachungen in Druck und Ausrüstung Forschungsresultate zeitnaher und günstiger publizieren kann.

Inhaltsverzeichnis (PDF, 59 KB, 2 Seiten)

Peter Eggenberger et al., Vom spätantiken Mausoleum zur Pfarrkirche. Die archäologische Untersuchung der Kirche von Biel-Mett. Bern 2016. Insgesamt 276 S. mit 274 Abb. Preis: CHF 34.–. ISBN 978-3-9524659-1-2. Zu beziehen beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern, adb@erz.be.ch, 031 633 98 22.

 

Rekonstruktion der römischen Palastvilla von Bümpliz, um 200 n. Chr. (Ausschnitt). © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Max Stöckli

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Generationenweg – Archäologie in Bümpliz

Die Stadt Bern feiert in diesem Jahr 1000 Jahre Bümpliz. Archäologische Fundstellen belegen, dass der multikulturelle Stadtteil im Westen von Bern jedoch viel älter ist. Generationen von Menschen siedeln hier, von denen einige ihre Spuren hinterlassen haben: Reste der römischen Villa, frühmittelalterliche Bestattungen, das Alte und Neue Schloss, die Mauritiuskirche.
Mit dem mehrteiligen Projekt «Generationenweg – Archäologie in Bümpliz» beteiligt sich der ADB in Zusammenarbeit mit der Universität Bern am Bümplizer Jubiläum, das vom 19. bis 21. August 2016 mit einem Fest begangen wird. Entlang dem Generationenweg zwischen Bienzgut und Alterszentrum Domicil Baumgarten sind vier neue Informationsstelen, zwölf archäologische Guckkästen für Kinder und Ausstellungen mit Funden im Bienzgut und Kirchgemeindehaus zu entdecken.

Broschüre (PDF, 3 MB, 11 Seiten) zu beziehen beim Archäologischen Dienst, adb@erz.be.ch, +41 31 633 98 00, oder in der Bibliothek im Bienzgut.
 

Ein Rahmenprogramm zu den Aktivitäten und Angeboten finden Sie hier. (PDF, 335 KB, 2 Seiten)

Weitere Informationen unter www.generationenweg.ch und www.zeitspur.ch 

  

Unterwasseraufnahme in der Thunerseebucht. Man erkennt Pfähle der spätbronzezeitlichen Seeufersiedlung.

Bild vergrössern Pfähle der spätbronzezeitlichen Seeufersiedlung im Thunersee. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Carlos Pinto

Überraschende Neuentdeckung: «Pfahlbauer» am Thunersee

Bei Tauchgängen im Thunersee stiess Daniel Rubin, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Archäologischen Dienstes des Kantons Bern, am Seegrund zwischen Pfahlresten auf zahlreiche Bronze- und Keramikobjekte. Diese Neufunde veranlassten 2015 den Archäologischen Dienst zu unterwasserarchäologischen Untersuchungen. Sie ergaben, dass in der Thuner Bucht Reste von Pfahlbausiedlungen aus der Spätbronzezeit (1300 v. Chr. – 800 v. Chr.) erhalten sind. Jahrringdatierungen der Pfähle belegen mindestens zwei Siedlungsphasen um 1050 v. Chr. und um 950 v. Chr. Im Herbst 2016 fanden sich zudem etwas abseits des heutigen Ufers in einer Baugrube im Wirtschaftspark Thun-Schoren Spuren eines weiteren, noch etwa 150 Jahre älteren Dorfes aus der Bronzezeit.
Das Schloss Thun präsentiert ab dem 3. Mai 2016 in einer Sondervitrine eine Auswahl der aus dem Thunersee geborgenen Funde. Zu betrachten sind Trachtbestandteile, Schmuck, Werkzeuge, Geräte und Waffen aus spätbronzezeitlichen Seeufersiedlungen.

Medienmitteilung

Ausstellungsvitrine Schloss Thun «Bronzefunde aus dem Thunersee» (PDF, 2 MB, 2 Seiten)

 

Objekte aus dem neuen Archäologiekoffer zum Mittelalter.
© Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha

Bild vergrössern Objekte aus dem neuen Archäologiekoffer zum Mittelalter. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha

Archäologiekoffer zum Mittelalter

Der Archäologische Dienst des Kantons Bern hat für den schulischen Unterricht eine dritte Serie des Archäologiekoffers entwickelt. Thema ist das Mittelalter, welches sich in den «Bodenarchiven» besonders deutlich niedergeschlagen hat. Materielle Spuren unserer Vorfahren zu erkunden, eröffnet Kindern handfeste Zugänge zum «Damals».
Wie seine beiden Vorgänger, der Pfahlbauer- und der Römerkoffer, sind auch die 15 Archäologiekoffer zum Mittelalter mit Originalfunden ausgestattet, darunter Fragmente von Blattkacheln, Talglichtern, Kochtöpfen und Hufeisen; ergänzt wurden sie mit Repliken (Gürtelschnallen, Maultrommeln, Holzlöffel), wo nicht ausreichend Originale vorhanden waren und über die Objekte ein bestimmtes Thema behandelt werden soll. Den Koffern ist wiederum ein Dossier mit archäologischen und didaktischen Hinweisen für die Lehrperson beigegeben.

Die Mittelalterkoffer können ab Ende November 2016 gratis via www.phbern.ch/mediothek ausgeliehen werden. Die Bestellnummer lautet AM1061.

Education 4.16: Hinein ins Mittelalter (PDF, 545 KB, 4 Seiten)

   


Weitere Informationen

 


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kultur/archaeologie/aktuell/archiv_medienmitteilungen/aktuell-2017.html