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Zivildienstleistende an Schulen

Ausgangslage

Der Nationalrat und der Ständerat haben am 25. September 2015 das revidierte Zivildienstgesetz (ZDG) verabschiedet. Das revidierte ZDG und die revidierte Zivildienstverordnung (ZDV) werden frühestens per 1. Juli 2016 in Kraft treten. Es ermöglicht neu den Einsatz von Zivildienstleistenden (Zivis) an Schulen.

Schulen der Volksschulstufe können also ab Schuljahr 2016/17 so genannte Einsatzbetriebe werden. Hierzu braucht es eine Anerkennung durch die zuständige Regionalstelle des Bundes.

Anerkennungsverfahren als Einsatzbetrieb

Interessierte Schulen können ab Februar 2016 beim zuständigen Regionalzentrum ein Gesuch um Anerkennung als Einsatzbetrieb einreichen. Die Anerkennung als Einsatzbetrieb kann erst abgeschlossen werden, wenn das Gesetz in Kraft getreten ist.

Schulen, die die Anerkennungsvoraussetzungen erfüllen und interessierte Zivis sollen bereits vor Inkrafttreten des Gesetzes in der Lage sein, miteinander in Kontakt zu treten. Da im Dienstleistungsportal E-ZIVI nur Einsatzbetriebe angezeigt werden, deren Anerkennung abgeschlossen worden ist, wird die Vollzugsstelle bis Ende Juni 2016 eine Liste mit denjenigen Schulen führen, die ab 1. Juli 2016 anerkannt werden können. Diese Liste wird regelmässig aktualisiert und veröffentlicht. Interessierte Zivis können sich so bei den aufgelisteten Schulen melden und mit der Schule eine Einsatzvereinbarung abschliessen.

Einsatz von Zivis an Schulen

Zivis können zur Unterstützung des Unterrichts eingesetzt werden. Dies im Sinne einer Klassenhilfe. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Verantwortung für den Unterricht immer bei der angestellten Lehrperson bleibt. Die Lehrperson hat also sowohl einen Nutzen durch den Zivi, aber auch eine Führungsaufgabe. Die konkreten Einsätze sind im Pflichtenheft festzulegen.

Heute schon sind Einsätze an Tagesschulen möglich.

Zivis an Tagesschulen

Die neue gesetzliche Grundlage des Bundes erlaubt also auch eine Kombination der Einsätze.

Bei Einsätzen während der Schulferien sind zum Beispiel Aufgaben wie die Unterstützung von Schulprojekten (z.B. Internetrecherchen für Exkursionen und Schulreisen, Umbau der Bibliothek, Aufbau einer Datenbank), die Übernahme von Aufgaben im Hausdienst, die Hilfe bei der Dokumen-tation und in der Administration oder die Mitarbeit im schulischen Qualitätsmanagement denkbar. Auch diese Aufgaben sind im jeweiligen Pflichtenheften festzulegen.

Kosten

Die Einsatzbetriebe haben die Zivis monatlich für Spesen zu entschädigen (Reisekosten für Ar-beitsweg während der Woche, Verpflegung, Unterkunft wo nötig und Sold). Überdies stellt die Vollzugsstelle für den Zivildienst (ZIVI) dem Einsatzbetrieb für die erhaltene Arbeitskraft eine Abgabe an den Bund in Rechnung. Beide Aufwendungen dürften für einen Einsatzbetrieb bei rund CHF 1500.-- pro Zivi und Monat zu liegen kommen.

Die EO-Entschädigung erhalten die Zivis von der Ausgleichskasse direkt oder über ihren Arbeitgeber.

Die Frage einer allfälligen Beteiligung des Kantons an den monatlichen Kosten der Einsatzbetriebe ist noch offen.

Kontakt

Ueli Dürst
+41 31 633 84 53
ueli.duerst@erz.be.ch


Weitere Informationen

 


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