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Fragen zum Personal in Tagesschulen (z. B. Entlöhnung)

Wer bestimmt die Anstellungsbedingungen von Tagesschulmitarbeiter/-innen?

Tagesschulmitarbeitende (Leitung, Betreuende mit oder ohne pädagogische Ausbildung, weiteres Personal) sind Gemeindeangestellte. Die Gemeinde als Arbeitgeberin bestimmt die Anstellungsbedingungen und legt den Beschäftigungsgrad und die Höhe des Gehalts fest. Es gilt das Personalrecht der Gemeinde. Das Merkblatt «Anstellung von Tagesschulmitarbeitenden» (PDF, 168 KB, 2 Seiten) enthält nützliche Hinweise zur üblichen Praxis bei der Anstellung in Tagesschulen und zu den Dienstleistungen der Erziehungsdirektion (Persiska).

Welche Jahresarbeitszeit gilt für Tagessschulmitarbeiter/-innen?

Für Tagesschulpersonal, das bereits an einer beliebigen Schule im Kanton Bern als Lehrperson angestellt ist, ist eine Abrechnung über Persiska möglich. Die Gemeinde legt fest, wie viele Minuten Betreuungszeit einer Lektion entsprechen. Die meisten Gemeinden berechnen für eine Lektion 75 bis 105 Minuten Betreuungszeit (am häufigsten 90 Minuten). Weitere Informationen sowie den Link zur Pensenmeldung und zur Vereinbarung mit Persiska sind in unserem Merkblatt «Anstellung von Tagesschulmitarbeitenden» (PDF, 168 KB, 2 Seiten) zu finden.

Für Personal, das nicht über Persiska angestellt wird (z. B. nicht pädagogisches Personal) orientiert sich die Gemeinde an der Jahresarbeitszeit des Gemeindepersonals (je nach Wochenarbeitszeit). Es kann auch eine Berechnung nach dem Merkblatt des Vereins Bildung und Betreuung gemacht werden. Seite 2 des Merkblattes enthält Hinweise zur Berechnung der Jahresarbeitszeit.

Gibt es Muster für Pflichtenhefte von Tagesschulmitarbeitenden?

Die Erziehungsdirektion gibt keine Muster ab. Sie begrüsst es, wenn die Gemeinden in Zusammenarbeit mit der Tagesschulleitung Pflichtenhefte erstellt, die sich auf die gemeindeeigene Tagesschule ausrichten. Es empfiehlt sich, mit anderen Gemeinden zusammenzuarbeiten und sich dort nach Mustern zu erkundigen. Zum Austausch bieten sich weiter jährlich Vernetzungstreffen für die Tagesschulen an, die der Verein Berner Tagesschulen organisiert.

Welche Ausbildungen werden als pädagogisch oder sozialpädagogisch anerkannt?

Siehe Merkblatt «Geeignete Ausbildungen für Tagesschulangebote» (PDF, 32 KB, 2 Seiten).

Wo werden Stellenangebote oder Stellengesuche publiziert?

Auf dem Stellenmarkt des Kantons Bern für Lehrerinnen und Lehrer können seit dem 1. März 2017 auch Tagesschulen ihre Stellen ausschreiben. Stellensuchende können unter Schultyp/Schulstufe den Bereich Tagesschule auswählen. Sie haben die Möglichkeit, ihre Stellensuche per E-Mail zu abonnieren, ihre Bewerbung online zu erfassen und verschlüsselt zu übermitteln.

Das Zentrum für Sozialberufe «oda soziales Bern» bietet eine Plattform für Stellenangebote und Stellengesuche. Zu den Dienstleistungen des Verbands Kinderbetreuung Schweiz kibesuisse gehören u. a. auch die Stellenanzeigen.

Kann die Tagesschule Praktikanten, Praktikantinnen oder Zivildienstleistende beschäftigen?

Praktikantinnen oder Praktikantinnen und Zivildienstleistende können die Mitarbeitenden der Tagesschule entlasten und die Betreuungsqualität verbessern. Das Betreuungsverhältnis von maximal 10 Kindern pro Betreuungsperson muss ohne Einbezug der Praktikanten, Praktikantinnen und Zivildienstleistenden gewährleistet sein. Die Kosten für dieses unterstützende Personal trägt die Gemeinde selbst. Wichtige Informationen zur Anstellung von Zivildienstleistenden an Tagesschulen enthält das Merkblatt für Gemeinden und Tagesschulleitungen (PDF, 104 KB, 3 Seiten).

Lehrpersonen oder andere Betreuungspersonen, die in einer Tagesschule arbeiten, fallen aufgrund von Krankheit oder Weiterbildung aus. Wer bezahlt in diesem Fall die Stellvertretung?

In den Normlohnkosten, die die Erziehungsdirektion den Gemeinden für die Betreuungsstunden in Tagesschulen erstattet, ist bereits ein Betrag für die Stellvertretung einberechnet. Die Anstellung und Entschädigung der Stellvertretungen ist deshalb Sache der Gemeinden. Bei Abwesenheiten aufgrund von Mutterschaft erhält die Gemeinde die Lohnkosten für den 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub von der zuständigen AHV-Ausgleichskasse zurückerstattet (Mutterschaftsversicherung).

Wie wird das Gehalt von Tagesschulmitarbeitenden ausbezahlt?

Einige Gemeinden zahlen die Personen, welche bereits an einer bernischen Schule unterrichten, via Persiska aus und erhalten dafür von Persiska monatlich eine Rechnung. Die Dossierführung durch Persiska ist kostenpflichtig und erfordert eine einmalige Vereinbarung mit Persiska. Weitere Informationen dazu: Merkblatt «Anstellung von Tagesschulmitarbeitenden» (PDF, 168 KB, 2 Seiten). Eine Gemeinde kann alle Mitarbeiter - auch Lehrpersonen, die in einer Tagesschule arbeiten - selber anstellen und entlöhnen. Das Gehalt des Tagesschulpersonals ohne Anstellung an einer bernischen Schule zahlt die Gemeinde selbst aus.

Tagesschulmitarbeitende nehmen an Sitzungen teil oder bereiten die Betreuungsstunden vor. Wie sollen sie für diese Zeit entschädigt werden?

Tagesschulmitarbeitend sollen gemäss ihrer tatsächlichen Arbeitszeit angestellt werden. Das heisst, das Pensum beinhaltet Betreuungszeit, Sitzungen und Vor- und Nachbereitung. Anders ist es bei den Weiterbildungen: Für diese muss individuell eine Zeitgutschrift vereinbart werden.

Müssen Betreuungspersonen für das Mittagessen bezahlen, wenn sie dieses während ihrer Arbeitszeit zusammen mit den Kindern essen?

Es steht den Gemeinden frei, ob sie die Verpflegungskosten für das Personal übernehmen. Die meisten Gemeinden beteiligen sich an diesen Kosten oder übernehmen sie sogar ganz. Die Erziehungsdirektion empfiehlt, dass Betreuungspersonen für (obligatorische) Mahlzeiten während ihrer Arbeitszeit nicht bezahlen müssen.

Für die Betreuung von 10 Schülerinnen und Schülern ist mindestens eine Betreuungsperson einzusetzen. Wie soll die Gemeinde damit umgehen, wenn kurzfristig zusätzliche Kinder angemeldet werden und der Betreuungsschlüssel nicht eingehalten werden kann?

Der Betreuungsschlüssel muss möglichst gewährleistet sein, auch wenn die Tagesschule während dem Schuljahr nachträgliche Anmeldungen erhält. Die Gemeinde muss sich bemühen, rasch zusätzliches Personal anzustellen. Die Erziehungsdirektion empfiehlt, bereits bei der Personalplanung Anfang Schuljahr zu berücksichtigen, dass zusätzliche Anmeldungen hinzukommen können: z. B. Zuzug im Laufe des Schuljahrs, Veränderung der beruflichen Situation (z. B. Erhöhung des Arbeitspensums), Veränderung der privaten Situation (z. B. Trennung der Eltern).

Ist es möglich, dass die Köchin als zweite Betreuungsperson angestellt ist?

Dies ist grundsätzlich möglich, setzt aber voraus, dass die zwei verschiedenen Aufgaben klar voneinander getrennt sind. Es soll sich klar um zwei Anstellungen mit je einem anderen Stellenprofil handeln; die Aufgaben dürfen sich zeitlich nicht überschneiden. In ihrer Funktion als Betreuerin muss die Köchin ausschliesslich für die Betreuungsaufgabe zur Verfügung stehen und darf nicht gleichzeitig kochen oder andere Küchenarbeit ausführen.

Verdienen pädagogisch oder sozialpädagogisch ausgebildete Betreuerinnen oder Betreuer in der Tagesschule gleich viel wie Mitarbeitende ohne Ausbildung?

Anstellungsbedingungen von Tagesschulmitarbeitenden sind Sache der Gemeinde, d. h. die Erziehungsdirektion wirkt höchstens beratend. Die Entlöhnung der Tagesschulmitarbeitenden sollte sich nach ihrer Stellenbeschreibung richten. Wenn eine pädagogisch ausgebildete und eine pädagogisch nicht ausgebildete Person die gleiche Arbeit verrichten, sollten sie auch gleich viel verdienen ("Gleicher Lohn für gleiche Arbeit"). Die Erziehungsdirektion legt allerdings nahe, dass pädagogisch geschulte Personen entsprechend ihrer Ausbildung einen erweiterten Aufgabenbereich wahrnehmen sollten, d. h. ihre Stellenbeschreibungen sollten ihren Fähigkeiten entsprechen.
Viele Gemeinden entlöhnen ihre Tagesschulmitarbeitenden mit pädagogischer Ausbildung mit Gehaltsklasse 6 des Lehreranstellungsgesetzes. Zusätzlich erfolgt aufgrund der Erfahrung eine Einstufung in Gehaltsstufen gemäss den Merkblättern auf der Internetseite

Wie gehen Tagesschulmitarbeitende vor, um ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau/mann Betreuung zu erlangen?

Personen mit langjähriger Berufserfahrung im Bereich der Kinderbetreuung, jedoch ohne bereichsspezifischen anerkannten Berufsabschluss, können ein Validierungsverfahren einleiten. Dieses hat zum Ziel, ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis als Fachfrau/Fachmann Betreuung zu erwerben. Auch eine verkürzte Grundbildung ist möglich: Dabei steigt der oder die Lernende direkt in ein höheres Lehrjahr ein.

Anerkennt die Erziehungsdirektion Mitarbeitende einer Tagesschule mit ausländischem Diplom als pädagogisch ausgebildete Betreuungsperson?

Die Tagesschulmitarbeiterin oder der Tagesschulmitarbeiter kann das Dossier bei der Konferenz der Erziehungsdirektionen (EDK) einreichen und dort eine Anerkennung des Diploms beantragen. Diese Prüfung ist kostenpflichtig (siehe: http://www.edk.ch/dyn/12933.php). Ohne eine solche Anerkennung durch die EDK gilt die oder der Tagesschulangestellte bei der Abrechnung mit der Erziehungsdirektion als Betreuungsperson ohne pädagogische oder sozialpädagogische Ausbildung. Der Gemeinde ist es aber freigestellt, die Anstellungsbedingungen (z. B. Entlöhnung) dieser Person analog zu den Anstellungsbedingungen einer pädagogischen Betreuungsperson zu gestalten.


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