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Fragen zum Mittagsmodul (Mahlzeit, Ernährung)

Einige Kinder können über Mittag nicht nach Hause gehen, da der Weg zu lang ist. Die Gemeinde bietet über Mittag keinen Transport an. Sind die Eltern dieser Kinder verpflichtet, das Mittagsmodul der Tagesschule zu nutzen?

Die Nutzung der Tagesschulangebote ist grundsätzlich freiwillig und gebührenpflichtig. Wünschen Eltern von Kindern mit unzumutbarem Schulweg kein Tagesschulangebot, sondern nur eine minimale Gelegenheit zum freien Aufenthalt über Mittag, so haben die Kinder ein Recht auf einen geschützten Rahmen für ihre Mittagspause, d. h. auf einen Raum im Schulareal, der unentgeltlich genutzt werden kann. Die Schule muss dabei ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen, wobei Aufsicht und Betreuung nicht gleich zu werten sind.

Können Eltern darauf bestehen, dass ihr Kind in der Tagesschule anstelle des angebotenen Mittagessens ein selbst mitgebrachtes Picknick isst?

Gemäss Tagesschulverordnung Artikel 7, Absatz 5 sind ernährungswissenschaftliche Grundsätze für eine ausgewogene Ernährung zu beachten. Ein Picknick entspricht nicht diesen Anforderungen und unterläuft diesbezüglich die Idee der Verpflegung in der Tagesschule. Zudem ist die soziale und pädagogische Komponente beim Ausschöpfen der (für alle gleichen) Mahlzeit Teil der Idee der Tagesschulen. Es ist nicht möglich, ein Tagesschulangebot, welches ein mitgebrachtes Picknick erlaubt, über den kantonalen Lastenausgleich abzurechnen.

Musterkonzepte zur optimalen Verpflegung an Tagesschulen finden Sie auf unserer Website.

Gibt es Vorschriften und Empfehlungen hinsichtlich Ernährung in Tagesschulen?

Die Tagesschulverordnung Artikel 7, Absatz 5 schreibt den Gemeinden vor, dass «in Tagesschulen ernährungswissenschaftliche Grundsätze für eine ausgewogene und den Bedürfnissen der Kinder entsprechende Ernährung zu beachten sind». Die Ernährungsgrundsätze müssen die Gemeinden individuell in ihren organisatorischen Konzepten über die Tagesschule beschreiben. Damit wird erreicht, dass die Verantwortlichen verbindliche Vorgaben erlassen. Im Leitfaden zur Einführung und Umsetzung von Tagesschulangeboten (PDF, 3 MB, 52 Seiten) unter 3.3.4 sind weitere Erläuterungen zur Ernährung in der Schule aufgeführt. Dort wird unter anderem auf die Empfehlungen zur Ernährung von Schulkindern der Gesellschaft für Ernährung SGE (http://www.sge-ssn.ch) verwiesen. Tagesschulen unterstehen dem Lebensmittelgesetz und müssen sich deshalb an die Leitlinien zur Lebensmittelsicherheit (PDF, 277 KB, 1 Seite) halten.

Die Fachstelle PEP engagiert sich in die Prävention und Früherkennung von Essverhaltensproblemen/-störungen und Adipositas und zu Themen im Umgang mit dem Körper. «PEP – Gemeinsam Essen» richtet sich an Fachpersonen von Tagesschulen, die mit Kindern am Mittag gemeinsam essen. Schwerpunkte sind: Esskultur, Haltungen und Verhalten rund ums Essen, Förderung einer gute Stimmung und Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen. Das Angebot wurde im konkreten Alltag mit Kindern und unter Einbezug von Fachpersonen der Zielgruppe entwickelt.


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