Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Fragen zur Aufnahmepflicht in Tagesschulen

Muss die Gemeinde Kinder in der Tagesschule aufnehmen, die nachträglich bzw. während des Schuljahres angemeldet werden?

Anmeldungen für bestehende Module müssen in begründeten Fällen auch während des Schuljahrs immer angenommen werden. Natürlich kann die Gemeinde dabei eine Frist (z. B. zwei Monate) setzen, um die Aufnahme zu organisieren (beispielsweise eine zusätzliche Betreuungsperson suchen). Nachträgliche Anmeldungen sind zum Beispiel begründet durch:

  • Zuzug im Laufe des Schuljahrs
  • Veränderung der beruflichen Situation (z. B. Erhöhung des Arbeitspensums)
  • Veränderung der privaten Situation (z. B. Trennung der Eltern)

Die Gemeinde kann den Eltern allenfalls eine Bearbeitungsgebühr belasten, weil verspätete Anmeldungen einen beträchtlichen Aufwand bedeuten. Bei einem Zuzug oder einer belastenden Veränderung der privaten oder beruflichen Situation ist dies jedoch nicht angebracht.

Kann die Tagesschule ein Kind vom Tagessschulangebot ausschliessen?

Ein Ausschluss aus der Tagesschule während dem Schuljahr ist nur aufgrund von disziplinarischen Problemen möglich und muss immer nach den Regeln von Artikel 28 des Volksschulgesetzes erfolgen. Wichtig ist die Idee, dass Tagesschulangebote die Schule unterstützen sollen, d. h. wenn ein Kind in der Tagesschule durch unakzeptables Verhalten auffällt, ist unter Einbezug der Schulleitung und der Eltern eine unterstützende Lösung für das Kind zu suchen.

Muss die Tagesschule Kinder aufnehmen, die einen privaten Kindergarten oder eine Privatschule besuchen?

Mit dem Entscheid, ein Kind aus der öffentlichen Volksschule zu nehmen und es in einer privaten Schule oder einem privaten Kindergarten zu schulen, verzichten die Eltern auf alle ergänzenden Angebote der öffentlichen Volksschule. Das bedeutet unter anderem, dass kein Recht besteht, die Tagesschule – als Teil der öffentlichen Volksschule – zu besuchen. Die Gemeinde hat die Kompetenz, den Eltern den Zugang zu ihrer Tagesschule trotzdem zu ermöglichen. Sie ist aber nicht verpflichtet, den Transport des Kindes zwischen Tagesschule und Schulungsort zu organisieren. Ebenfalls kann die Gemeinde für die Betreuung des Kindes den vollen Tarif verrechnen. Dies deshalb, weil der Kanton für Kinder aus privaten Schulen oder Kindergärten keine Kostenbeteiligung zusichert.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/kindergarten_volksschule/kindergarten_volksschule/schulergaenzendemassnahmen/faq/aufnahmepflicht.html