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Fragen zu den Beiträgen aus dem Lastenausgleich

Für welche Tagesschulen eignet sich das Modell mit tiefen pädagogischen Ansprüchen?

Die Betreuung mit tiefen pädagogischen Ansprüchen (weniger als 50 % pädagogisch oder sozialpädagogisch ausgebildetes Betreuungspersonal nach Tagesschulverordnung Artikel 4, Absatz 2) ist die Ausnahme. Sie ist zum Beispiel denkbar bei reinen Verpflegungsmodulen von Oberstufenschülerinnen und –schülern. Eine Anrechnung einiger Kinder mit Betreuungsfaktor 1,5 ist in Angeboten mit tiefer pädagogischer Ausprägung nicht möglich. 

Wie geht die Gemeinde vor, um ein Tagesschulangebot für das neue Schuljahr anzumelden und Beiträge aus dem Lastenausgleich zu erhalten?

Ab 2016 benötigt das Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung nur noch Meldungen über neue Tagesschulangebote. Gemeinden, die ein neues Angebot für das nächste Schuljahr anmelden, senden uns die Unterlagen bis spätestens 31. Mai gemäss Anmeldung der Tagesschule zum Lastenausgleich Kanton (PDF, 34 KB, 1 Seite).

Gemeinden mit bestehendem Tagesschulangebot melden lediglich, wenn sich für das neue Schuljahr gegenüber dem Vorjahr etwas ändert. Zum Beispiel:

  • Betreuungsstunden nehmen im Vergleich zum aktuellen Schuljahr zu mindestens 20 % zu oder ab
  • Neuer Standort
  • Pädagogische Ausrichtung ändert (z. B. )pädagogisches Angebot anstatt Angebot mit tiefen pädagogischen Ansprüchen oder umgekehrt)

Die Gemeinden melden dem Amt für Kindergarten, Volksschule und Beratung Änderungen von Kontaktpersonen, Adressen oder Kontonummern der Tagesschule laufend.

Wie wird berechnet, ob das Tagesschulangebot mit normalen oder mit tiefen pädagogischen Ansprüchen geführt wird?

Es wird die Betreuungszeit (die Zeit, während der die Kinder da sind) während einer Woche von Mitarbeitenden mit pädagogischer oder sozialpädagogischer Ausbildung derjenigen von Mitarbeitenden ohne pädagogische Ausbildung gegenübergestellt. Zusätzlich werden die Arbeitsstunden der Tagesschulleitung zur Betreuungszeit von pädagogisch ausgebildeten Mitarbeitenden dazugezählt. Wird mehr als 50 % der Betreuungs- und Leitungszeit von pädagogisch ausgebildetem Personal abgedeckt, entspricht dies einem Tagesschulangebot mit normalen pädagogischen Ansprüchen. Das «Tool für die Berechnung des pädagogischen Anspruchs der Tagesschule» der Erziehungsdirektion dient der Überprüfung, ob der pädagogische Anspruch eingehalten ist.

Weitere Informationen zur Frage, ob einzelne Module durch pädagogisch oder nicht pädagogisch ausgebildetes Personal abgedeckt werden sollen, gibt es unter Fragen zum Betrieb von Tagesschulen Frage 9.

Bei der Abrechnung mit der Erziehungsdirektion und ebenfalls bei der Budgetierung müssen die Betreuungsstunden angegeben werden. Wie werden diese berechnet?

Die Gemeinden erhalten aus dem Lastenausgleich Normlohnkosten pro Betreuungsstunde rückvergütet. Entsprechend melden die Gemeinden der Erziehungsdirektion jährlich die geleisteten Betreuungsstunden. Die Berechnung entspricht folgendem Beispiel: 

Beispieltabelle Berechnung Betreuungsstunden

Ist die Tagesschule während 39 Wochen pro Jahr geöffnet und ergibt sich nach dem ersten Semester keine Änderung der Belegung, werden der Erziehungsdirektion 214 ¾ Stunden x 39 Schulwochen = 8’375 ¼ Stunden gemeldet.

Eine Gemeinde möchte ein Tagesschulangebot einführen trotz einer Nachfrage von weniger als 10 Kindern. Kann dieses Angebot ebenfalls zum Lastenausgleich angemeldet werden?

Gemeinden sind erst bei einer Nachfrage von mindestens 10 Kindern für ein Modul gesetzlich verpflichtet, ein Tagesschulangebot anzubieten. Es steht ihnen aber frei, auch bei einer kleineren Nachfrage ein Angebot aufzubauen, und sie erhalten dabei die gleichen Beiträge aus dem Lastenausgleich pro Kind und Stunde wie bei Angeboten mit mindestens zehn Kindern. 

Kann auch Aufgabenhilfe über den Kanton abgerechnet werden? Wie unterscheidet sich Aufgabenhilfe von Aufgabenbetreuung?

Die Aufgabenbetreuung ist ein integrierter Bestandteil von einzelnen Modulen der Tagesschule. Die Kinder werden angeleitet, die Aufgaben selbständig oder mit Unterstützung der Betreuungsperson zu erledigen. Neben der Aufgabenbetreuung steht es den Gemeinden frei, Schulkindern eine Aufgabenhilfe zur Verfügung zu stellen. Sie ist ein individuelles Unterstützungs- und Förderungsangebot, das in der Regel als Einzelunterricht angeboten wird. Die Aufgabenhilfe ist weitergehend als die Aufgabenbetreuung in den Tagesschulangeboten. Die Kosten dafür tragen die Gemeinden oder die Eltern selber. 

Die Tagesschule der Gemeinde A wird auch von Kindern aus einer anderen Gemeinde B besucht. Besteht eine Regelung über die Abgeltung der Wohngemeinde des Kindes an die Standortgemeinde?

Besuchen die Kinder aus der Gemeinde B auch die Schule in der Gemeinde A, ist die Gemeinde A verpflichtet, diese Kinder ebenfalls in die Tagesschule aufzunehmen. Die Eltern bezahlen den üblichen Elterntarif gemäss Tagesschulverordnung Artikel 10 bis 17. Die Erziehungsdirektion empfiehlt, eine allfällige Abgeltung der Gemeinde B an die Gemeinde A für die Infrastruktur der Tagesschule im Rahmen des Zusammenarbeitsvertrags im Schulbereich zu regeln.
 Gemeinden können freiwillig ihr Tagesschulangebot auch für Kinder öffnen, die die Schule in anderen Gemeinden besuchen. Sie erhalten für die Betreuungsstunden der auswärtigen Kinder dieselben Beiträge aus dem Lastenausgleich wie für die Kinder aus der Standortgemeinde. Die Eltern der Kinder aus der Gemeinde B bezahlen der Standortgemeinde A den üblichen Elterntarif. Die Gemeinde A kann von der Gemeinde B eine Abgeltung für den Tagesschulbesuch verlangen – die Höhe dieser Abgeltung sollte in einer gemeinsam erarbeiteten Vereinbarung geregelt werden. Hinweise, welche Kosten die Standortgemeinde einer Tagesschule trägt, finden sich auf Seite 22 im
Leitfaden zur Einführung und Umsetzung von Tagesschulangeboten (PDF, 3 MB, 52 Seiten).

Übernimmt der Kanton auch einen Teil der Transportkosten für Tagesschüler und -schülerinnen?

Nein. Gemäss Artikel 10, Absatz 3 der Tagesschulverordnung tragen die Gemeinden die Transportkosten zwischen dem Schulort und dem Ort der Tagesschulangebote. Beiträge an Schülertransportkosten nach Artikel 49a des Volksschulgesetzes werden nur für Transporte vom Wohn- an den Schulort gewährt. Tagesschulen sind Teil der Schule und sollten deshalb möglichst schulnah geführt werden. 

In welchem Fall können Kinder mit besonderen Massnahmen oder besonderen Betreuungsanforderungen bei der Berechnung der Betreuungsstunden mit dem Faktor 1,5 angerechnet werden?

Ein Merkblatt der Erziehungsdirektion enthält Richtlinien zur Anwendung des Faktors 1,5 und klärt Fragen der Gemeinde oder der Tagesschulleitung.

Merkblatt „Zuteilung eines erhöhten Betreuungsfaktors in der Tagesschule“ (PDF, 88 KB, 3 Seiten)


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