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Allgemeine Informationen

Anstellungsbehörde

Grundsätzlich ist für Lehrkräfte, welche an der Volksschule oder an Kindergärten eine Funktion wahrnehmen oder die als Unterrichtende tätig sind, die Schulkommission Anstellungsbehörde. Gemäss Artikel 7 Absatz 2 LAG besteht allerdings die Möglichkeit, dass die Gemeinde die Anstellungskompetenz durch Erlass an die Schulleitung übertragen kann. Der Entscheid zur Übertragung liegt grundsätzlich in der Kompetenz der Gemeinde. Die Anstellungsbehörde stellt Stellvertreterinnen und Stellvertreter an, deren Anstellungsverhältnis für mehr als 30 Tage eingegangen wird. Sie kann diese Kompetenz an die Schulleitung delegieren, falls diese nicht Anstellungsbehörde ist. Die Schulleitung stellt Stellvertreterinnen und Stellvertreter, deren Anstellungsverhältnis für bis zu 30 Tagen eingegangen wird, und Fachreferentinnen und Fachreferenten an.

Das Mittelschul- und Berufsbildungsamt der Erziehungsdirektion stellt an kantonalen Schulen der Sekundarstufe II und an den höheren Fachschulen die gesamtverantwortlichen Schulleitungsmitglieder an. Die Schulleitungen stellen die weiteren Schulleitungsmitglieder und die Lehrkräfte an.

An subventionierten Schulen, die nach dem Gesetz über die Berufsbildung, die Weiterbildung und die Berufsberatung (BerG) geführt werden, bestimmt die Trägerschaft die Anstellungsbehörde der Schulleitung und stellt die Schulleitung die Lehrkräfte an.

Stellenausschreibung

Die Anstellungsbehörde schreibt Funktionen aus, die für länger als ein Jahr besetzt werden sollen. Wird eine Funktion durch eine bereits angestellte Lehrkraft übernommen, kann auf die Ausschreibung verzichtet werden. Bei längstens auf zwei Jahre befristeten Funktionen kann auf die Ausschreibung verzichtet werden, wenn besondere Gründe dies rechtfertigen. Die Ausschreibung erfolgt mindestens im elektronischen Stellenmarkt des Kantons.

Anstellung durch Verfügung

Lehrkräfte werden für jede Stelle, Schulstufe oder Funktion separat angestellt. Teilanstellungen können von der Anstellungsbehörde in einer Verfügung zusammengefasst werden. Wird bei der Anstellung der Beschäftigungsgrad in einer Bandbreite festgelegt, darf die Differenz zwischen dem oberen und dem unteren Wert der Bandbreite höchstens 12,5 Beschäftigungsgradprozente betragen. In Schulen der Sekundarstufe II und in höheren Fachschulen kann mit schriftlicher Zustimmung der Lehrkraft von der Bandbreite abgewichen werden.

Unbefristete Anstellung

Lehrkräfte können ohne Auflagen grundsätzlich unbefristet angestellt werden, sofern sie über ein gesamtschweizerisch oder dem Kanton Bern anerkanntes Lehrdiplom oder Lehrpatent verfügen. Ob ein ausländisches Lehrdiplom, dessen gesamtschweizerische Anerkennung von der EDK abgewiesen wurde, oder ein inländisches Diplom, das von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und vom Kanton Bern nicht anerkannt ist, einem anerkannten Diplom entspricht, entscheidet  bezogen auf eine konkrete Stelle  die Abteilung Pädagogische Hochschulen des Amtes für Hochschulen für Lehrkräfte der Volksschule (inkl. schulische Heilpädagogik) sowie für Lehrkräfte an kantonalen Mittelschulen und an kaufmännischen Berufsfachschulen.

Liegt das für die Schulstufe und die entsprechenden Fächer anerkannte bzw. erforderliche Diplom nicht vor, kann die Anstellungsbehörde mit der Lehrperson bei der Anstellung eine Nachqualifikation (Auflage) vereinbaren. Diese Abmachung zwischen Anstellungsbehörde und Lehrperson sollte nur dann erfolgen, wenn dies der beruflichen Situation einer Lehrperson oder ihrer angestrebten beruflichen Entwicklung dient, oder wenn dies durch übergeordnete Regelungen der Bundesgesetzgebung oder zur schweizerischen Anerkennung der Abschlüsse vorgegeben ist. Falls keine übergeordnete Vorgaben dagegen sprechen, kann demnach auf die Festlegung von Auflagen auch verzichtet werden.

Befristete Anstellung

 Die Anstellung erfolgt befristet, wenn

  • das Ende der Anstellung mit grosser Wahrscheinlichkeit feststeht,
  • die Lehrkraft als Fachreferentin, Fachreferent, Stellvertretung oder als Klassenhilfe angestellt wird

Probezeit

Unter Vorbehalt einer abweichenden Regelung im Einzelfall stellt die Anstellungsbehörde die Lehrkräfte in der Regel auf Probe an. Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seiten auf das Ende eines Monats gekündigt werden. Während des ersten Monats beträgt die Kündigungsfrist sieben Tage, während der weiteren Probezeit einen Monat. Die Probezeit dauert höchstens sechs Monate. Erfolgt während der Probezeit keine Kündigung, wird das Arbeitsverhältnis definitiv. Verkürzt sich die Beurteilungszeit infolge Abwesenheit vom Arbeitsplatz, kann die Anstellungsbehörde die Probezeit entsprechend verlängern. Bei Anstellungen im Lektionenansatz (Stellvertretung, Fachreferentin/Fachreferent sowie Klassenhilfe) gibt es keine Probezeit.

Anstellungen im Einzellektionen-Ansatz

Stellvertreterinnen und Stellvertreter, deren Anstellungsverhältnis für bis zu 30 Tagen eingegangen wird, und Fachreferentinnen und Fachreferenten, die weniger als 320 Lektionen pro Schuljahr unterrichten, werden im Einzellektionen-Ansatz entschädigt. Weitere Informationen finden Sie unter Stellvetretungs- und Einzellektionen-Entschädigungen.

Auflösung des Anstellungsverhältnisses

Nach Ablauf der Probezeit können Anstellungsverhältnisse durch die Anstellungsbehörde unter Wahrung einer Frist von drei Monaten aus triftigen Gründen auf das Ende eines Schulsemesters aufgelöst werden. Nach Ablauf einer Sperrfrist gemäss Artikel 28 des Personalgesetzes ist die Auflösung jeweils auf das Ende eines Monats zulässig. Nach Ablauf der Probezeit kann die Lehrkraft ihr Anstellungsverhältnis unter Wahrung einer Frist von drei Monaten auf das Ende eines Schulsemesters auflösen. Wenn das Wohl der Schule es verlangt, insbesondere wenn eine Gefährdung von Schülerinnen und Schülern zu befürchten ist, kann die zuständige Direktion des Regierungsrates eine Lehrkraft bis zur Auflösung der Anstellung im Amt einstellen. Sie kann für diese Zeit das Gehalt ganz oder teilweise kürzen.

 

Ausserschulische Tätigkeiten / Nebenbeschäftigungen

Betreffend Ausübung eines öffentlichen Amtes und Nebenbeschäftigungen beachten Sie bitte Art. 84 und 88 LAV.


Weitere Informationen

 


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