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Arbeitszeit / Beschäftigungsgrad

Jahresarbeitszeit

Die Jahresarbeitszeit der Lehrkräfte entspricht rund 1'930 Stunden und setzt sich zusammen aus der Unterrichtszeit und aus der für die übrigen Bereiche des Berufsauftrages aufzuwendenden Arbeitszeit. Zum Berufsauftrag gehören nebst dem Unterrichten auch Erziehen, Beraten, Begleiten, Mitarbeiten bei der Unterrichts-, Schul- und Qualitätsentwicklung, Zusammenarbeiten und Weiterbilden (vgl. Artikel 17 LAG). Deshalb ist die Arbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer nicht nur aufgrund der Anzahl gehaltener Lektionen/Woche festzulegen. Es liegt – wie beim Kantonspersonal – eine Jahresarbeitszeit vor. Diese setzt sich aus Unterrichtszeit und unterrichtsfreier Zeit zusammen:
Unterrichtszeit: Die eigentliche Unterrichtszeit wird durch die im Stundenplan ausgewiesenen Lektionen definiert, welche während der Schulwochen gehalten werden. Die Unterrichtsverpflichtung in Lektionen bestimmt den Beschäftigungsgrad.Unterrichtsfreie Zeit: „Unterrichtsfreie Zeit“ im Sinn von Art. 61 Abs. 1 LAV ist als die Schulferien und Wo-chenenden zu verstehen. Dabei handelt es sich um unterrichtsfreie Zeiten, die für alle Lehrkräfte und nicht nur für eine individuelle Lehrkraft gelten. In einem weiteren Sinn und im Rahmen der Jahresarbeitszeit wird „unterrichtsfreie Zeit“ als diejenige Zeit definiert, während welcher eine Lehrkraft nicht unterrichtet, aber die weiteren Bestandteile des Berufsauftrags erfüllt.

Die Schulferien dienen den Lehrkräften zur Erholung, zur Kompensation der während der Schulwochen geleisteten Mehrarbeit. Innerhalb der Schulzeit treten überdurchschnittliche zeitliche Belastungen z. B. im Rahmen der Elterngespräche aufgrund von Schulprojekten, Landschulwochen, Abschlussreisen usw. auf. Die Lehrkräfte haben keine Möglichkeit, die Mehrarbeit bereits während den Schulwochen zu kompensieren. Die Schulferien dienen der langfristigen Planung ihres Unterrichts, der individuellen Weiterbildung, aber auch der Mitarbeit an Unterrichts-, Schul- und Qualitätsentwicklung.

Instrument zur Arbeitszeiterfassung (AZE)

Das AKVB stellt den Lehrpersonen ein elektronisches Instrument zur Erfassung der Arbeitszeit zur Verfügung, das auf die geltenden rechtlichen Grundlagen abgestimmt ist.

 

Festlegung des Beschäftigungsgrades

Das Gehalt wird entsprechend dem Beschäftigungsgrad ausgerichtet. Der Beschäftigungsgrad der Lehrkräfte wird durch die Anzahl Wochen oder Jahreslektionen bestimmt. Die Anhänge 3A und 3B der LAV legen für die verschiedenen Schultypen und -stufen die Anzahl Wochen- oder Jahreslektionen fest, die einem Beschäftigungsgrad von 100 Prozent entsprechen.

Individuelle Pensenbuchhaltung (IPB)

Die Schulleitung kann für die Lehrkräfte bewilligen, dass diese einen Beschäftigungsgrad haben, der vom entlöhnten Beschäftigungsgrad abweicht. Bewilligte Abweichungen sind nach Möglichkeit im gleichen Semester im Rahmen der Erfüllung des Berufsauftrags oder durch Mehr- oder Minderlektionen zu kompensieren. Andernfalls sind sie in einer individuellen Pensenbuchhaltung auszuweisen. Die bewilligten Abweichungen dürfen insgesamt maximal minus 8 bis plus 50 Beschäftigungsgradprozente betragen.

Abgeltung für Klassenlehrkräfte

Die Tätigkeit als Klassenlehrkraft der Volksschule und des Kindergartens wird mit einer Lektion pro Woche abgegolten. Für Lehrkräfte der Schulen der Sekundarstufe II und der höheren Fachschulen gilt die besondere Gesetzgebung.

Maximaler Beschäftigungsgrad

Der maximal entlöhnte Beschäftigungsgrad darf 105 Prozent nicht übersteigen. Weitere Abweichungen sind über die individuelle Pensenbuchhaltung festzuhalten. Damit liegt der maximal entlöhnte Beschäftigungsgrad auch für Schulleiterinnen und Schulleiter an Schulen der Sekundarstufe II und in höheren Fachschulen bei 105 Prozent; analog der Lehrpersonen bzw. der Schulleitungen der übrigen Schulstufen. Über eine allfällige Erhöhung des Beschäftigungsgrades der gesamtverantwortlichen Schulleiterinnen und Schulleiter auf 105 Prozent muss die Anstellungsbehörde, im Falle der kantonalen Schulen auf der Sekundarstufe II das Mittelschul- und Berufsbildungsamt, entscheiden. Der Entscheid über eine Erhöhung des Beschäftigungsgrades bei den übrigen Schulleitungsmitgliedern obliegt ebenfalls deren Anstellungsbehörde, d. h. in der Regel das gesamtverantwortliche Schulleitungsmitglied.

Gehaltskürzung
Übersteigt der gemeldete Gesamtbeschäftigungsgrad aller vom Kanton entschädigten Anstellungen den maximal entlöhnten Beschäftigungsgrad von 105 Prozent, wird das Gehalt nur bis zum maximal zulässigen Beschäftigungsgrad ausgerichtet. Eine allfällige Gehaltskürzung wird auf der am tiefsten eingestuften Teilanstellung vorgenommen.

Altersentlastung

Lehrkräfte erhalten nach zurückgelegtem 50., 54. und 58. Altersjahr auf Beginn des nächsten Semesters eine Altersentlastung. Diese beträgt je vier Prozent des individuellen Beschäftigungsgrads. Die Altersentlastung soll den Lehrkräften die Möglichkeit geben, sich mit einer Pensenreduktion zu entlasten. 
Anstelle der Pensenreduktion kann die gesamte Altersentlastung im IPB-/AE-Konto angesammelt werden. Der Entscheid zur Äufnung der Altersentlastung ist je auf Beginn des folgenden Schuljahres zu fällen. Ein Wechsel während des Schuljahres ist nicht möglich. Die geäufnete Altersentlastung kann in Form eines Urlaubs oder in Form einer Pensenreduktion bezogen werden. Der Zeitpunkt des Urlaubs bzw. der Pensenreduktion ist mit der Schulleitung oder der Anstellungsbehörde abzusprechen.
Die bewilligten Abweichungen der individuellen Pensenbuchaltung (IPB) und das durch die Altersentlastung geäufnete Guthaben dürfen zusammen 50 Beschäftigungsgradprozente nicht überschreiten. Individuelles Pensenbuchaltungs- und Altersentlastungskonto


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