Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Spezialunterricht

Spezialunterricht ist ein Angebot der Schule zur Unterstützung von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Die Schule bietet Spezialunterricht mit den folgenden Schwerpunkten an: Logopädie, Psychomotorik und integrative Förderung. Der Spezialunterricht ist für Eltern kostenlos und in der Bildungsgesetzgebung geregelt.

Wichtige Begriffe

  • Versorgungsgrad:
    Jede Region verfügt, abhängig von der Schülerzahl, über eine bestimmte Anzahl Lektionen Spezialunterricht.
  • Versorgungsauftrag:
    Mit den zur Verfügung stehenden Kapazitäten sind diejenigen Kinder, die einer Förderung im Spezialunterricht bedürfen, zu betreuen. Das verlangt eine Bewirtschaftung der Lektionen innerhalb der Region, die Teams der Lehrkräfte für Spezialunterricht verfügen dazu über Steuerungsinstrumente.
  • Stufenmodell:
    Eine Förderung im Spezialunterricht ist nur die letzte Massnahme in einer Kette von Möglichkeiten. Das Stufenmodell sieht zur Förderung ein vierstufiges Modell vor: Differenzierung im Unterricht, Unterstützung durch die Eltern, Beurteilung/Beratung durch eine Lehrkraft für Spezialunterricht, Förderung im Spezialunterricht.
  • Zwei Formen von Spezialunterricht:
    Spezialunterricht bei leichten Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten (SPU-A) kann durch die Schulleitung für max. vier Semester ohne Antrag verfügt werden.
    Spezialunterricht bei schweren Lern- und Entwicklungsauffälligkeiten oder bei komplexer Problematik (SPU-S), kann durch die Schulleitung auf Antrag verfügt werden.

Anmeldungen im Hinblick auf besondere Förderung/Spezialunterricht SPU-S

Wenn die Lehrkraft in ihrer Fragestellung und ihrer Beurteilung als mögliche Massnahme eine besondere Förderung oder Unterstützung im Spezialunterricht in Betracht zieht, gilt das Stufenmodell.

Stufe I: Differenzierung

Das Volksschulgesetz und der Lehrplan gehen davon aus, dass für die Förderung von Kindern mit Lernschwierigkeiten in erster Linie die Regelklassenlehrkraft oder die Kindergärtnerin/der Kindergärtner verantwortlich ist und diese Kinder durch innere Differenzierung bezüglich Leistungsanforderungen, Methodik und Beurteilung unterrichtet werden.

Stufe II: Unterstützung durch die Eltern

Viele Eltern sind bereit, die Bemühungen der Schule im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Sie sind aber auf genaue Instruktion, was, wieviel sie, wie und wie lange mit ihren Kindern arbeiten sollen, angewiesen. Diese Zusammenarbeit stärkt die Eltern in ihren elterlichen Funktionen, zeigt ihnen aber auch, dass die schulische Entwicklung ihres Kindes nicht allein Sache der Schule ist.

Stufe III: Beratung/Beurteilung

Beizug einer Lehrkraft aus dem Team der Lehrkräfte für Spezialunterricht zur Beurteilung und zur Beratung. Stufe III ist die wichtigste Stufe im Stufenmodell, hier findet eine Triage über die weiteren Schritte statt. Mögliche Wege sind z.B.:

  • Eine direkte Anmeldung bei der EB / der KJP mit entsprechender Fragestellung oder Weiterweisung an eine andere kompetente Stelle wie Schularzt, Schulkommission, Inspektorat oder Beratung des Inspektorats.
  • Zeitlich befristete Kurzintervention ohne Auftrag durch die Schulleitung (max. 12 Wochen) durch eine Lehrkraft für Spezialunterricht zur sorgfältigeren Beurteilung der Situation und Beratung der Lehrkraft.
  • Andere Massnahmen.

Stufe IV

Zeigt sich, dass eine Förderung im Spezialunterricht nötig ist, es sich aber um eine leichte Lern- oder Entwicklungsauffälligkeite handelt,meldet die Lehrkraft das Kind der zuständigen Schulleitung im Einverständnis mit den Eltern für SPU-A an.

Handelt es sich um eine schwere Störung oder eine komplexe Situation, bei der eine Beurteilung durch die Erziehungsberatung sinnvoll ist, meldet die Lehrperson das Kind im Einverständnis mit den Eltern bei der Erziehungsberatung an.Dder Anmeldung wird eine ergänzende fachspezifische Beurteilung (FSB) durch eine Lehrkraft für Spezialunterricht beigelegt.

Die Erziehungsberatung lädt die Eltern und das Kind zu einer ergänzenden pädagogisch-psychologischen Beurteilung ein und nimmt Kontakt mit den Lehrpersonen auf.

Die Erziehungsberatung stellt der Schulleitung Antrag für SPU-S für das Kind und schlägt eine zeitliche Befristung vor. Die Schulleitung verfügt den Spezialunterricht und die einzelnen Unterrichtsaufträge werden den Lehrkräften für Spezialunterricht zugeteilt.

Hier (PDF, 600 KB, 12 Seiten) finden Sie Informationen der Erziehungsberatung zu den besonderen Massnahmen, die Umsetzungshilfe zum Spezialunterricht und Informationen zu REVOS und der Änderung BMV.

Regionale Organisation

Die zeitliche und geografische Organisation und zum Teil auch die Abläufe in der Zuweisung sind regionenspezifisch ausgeprägt. Informieren Sie sich dazu bei ihrer Regionalstelle.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/erziehungsberatung/erziehungsberatung/unser_angebot/schulpsychologie/spezialunterricht.html