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Prototypische Situationen

Eine Gruppe von Berufseinsteiger*innen hat im Verlaufe des Jahres 2017 eine Zusammenstellung von prototypischen Situationen gemacht, welche den EB-Alltag von abschliessenden Assistent*innen beschreibt. Es ist eine Sammlung von gut 60 Geschichten entstanden.

Wie sind die Geschichten zu den prototypischen Situationen zu lesen?
So oder ähnlich wie in der Geschichte ist die Ausgangslage, welche zu dieser Situation führt, auch auf der EB-Stelle der Assistent*innen, so oder ähnlich sind die Gedanken, die Rückfragen, die Klärungen, die Handhabungen. (In der Regel eher «ähnlich» als «so»!)

In der Übersichtstabelle (PDF, 458 KB, 6 Seiten) sind die Situationen mit Nummer und Titel aufgeführt, dazu ganz kurz, worum es in der Geschichte geht.

Es gibt 3 Hauptkategorien von Situationen:

Pro Hauptkategorie werden Situationen gemäss den Angeboten der EB beschrieben:

  • Psychologische Beurteilung

  • Beratung

  • Vermittlung/Koordination/Triage

  • Unterstützung in Krisensituationen

Zudem werden administrative Themen separat umschrieben.

In der Tabelle wird in der letzten Spalte aufgeführt, für welche weiteren Fragestellungen / Massnahmen / Personengruppen etc. die Geschichten auch stehen könnten.

Die Geschichtensammlung ist ein Zwischenprodukt – das Endprodukt ist eine Überarbeitung des Ausbildungsplans.
Das Zwischenprodukt soll qualitativ genutzt werden können.

Beispiele:

  • Die Geschichten regen an, bestimmte Fragen, Dilemmata, Reaktionen etc. in der Supervision aufzugreifen.

  • Assistent*in und Mentor*in überlegen sich– im Sinne eines Zwischenhalts – welche (ähnlichen) Situationen in der Ausbildung bereits bewältigt werden konnten, wie man an der EB-Stelle und mit deren Möglichkeiten damit umgeht– ev. welche Entwicklungen der Assistentin/des Assistenten festgestellt werden…

  • Vielleicht gibt es Situationen, welche der/die Assistent*in bisher noch nicht kennengelernt hat. Gibt es Möglichkeiten, das Erfahrungsfeld der Assistent*innen auszuweiten?
    Nicht immer werden die Assistent*innen während ihrer Ausbildung alle beschriebenen Situationen gründlich üben können. Es gibt kein Anrecht der Assistent*innen darauf, in genau diesen Situationen umfassend ausgebildet zu werden (weil wir uns unser Klientel nicht nach den vorgegebenen Kategorien auswählen können) – aber es gibt eine Orientierungshilfe für alle, die Breite der Ausbildung im Blick zu behalten.
    Wir haben den Eindruck, dass die Situationen aus den Hauptkategorien – als Prototypen – auf allen EB-Stellen erlebbar sind.

Nicht alle EB-Stellen haben Psychotherapiegruppen (eine der «weiteren» Situationen).

Die Assistent*innen schätzen es, Einblick in die Gruppentätigkeit zu bekommen. Es besteht die Möglichkeit, dass die Assistent*innen einen Gruppendurchlauf auf einer anderen EB mitmachen – ihr könnt euch zwischen den EB-Stellen absprechen und die Rahmenbedingungen aushandeln. Ein Arrangement müsste für beide Seiten einen Vorteil bieten.

Wie sind die Geschichten zu den prototypischen Situationen also NICHT zu lesen?
Die Geschichten sind kein Rezeptbuch. Sie beanspruchen nicht, dass nur die in der Geschichte gestellten Fragen gestellt werden sollen, nur die angedachten Interventionen möglich sind etc. Mit der Geschichte wird eine von vielen verschiedenen möglichen «Antworten» auf die skizzierte Ausgangslage beschrieben.
Die Geschichtensammlung ist keine Checkliste zum abhaken. Es geht nicht darum, alle beschriebenen Geschichten «durchlaufen» zu haben – resp. es soll nicht die Idee entstehen, dass man eine bestimmte Fragestellung in der Assistenz nicht mehr bearbeiten muss, wenn man sie bewältigen kann.

Ich bin gespannt auf Rückmeldungen zu gemachten Erfahrungen!

Gute Unterhaltung!

Regula Mathys
Leiterin der Ausbildung (d)

regula.mathys@erz.be.ch


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