Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Die langfristige Erhaltung unserer Lebensgrundlagen und die Sicherung einer möglichst hohen Lebensqualität für die heutigen und die zukünftigen Generationen ist ein zentrales Anliegen. Bei der Nachhaltigen Entwicklung geht es darum, den wirtschaftlichen Fortschritt, die Erhaltung der Lebensgrundlagen und den gesellschaftlichen Ausgleich im Auge zu behalten. Das Zieldreieck umfasst also die ökonomische, die ökologische und die gesellschaftliche Dimension. Seit 2007 bezeichnet der Regierungsrat des Kantons Bern die „Stärkung der Nachhaltigen Entwicklung“ als Grundmaxime seiner Legislaturziele. Bis 2025 möchte der Kanton bei allen drei Dimensionen der Nachhaltigen Entwicklung besser dastehen als 2011.

Nachhaltige Entwicklung beinhaltet die Diskussion über Zielkonflikte, um eine auf Dauer einseitige Entwicklung zu verhindern. Jede Aktivität, die wir ergreifen, sollte nach Möglichkeit mindestens einem dieser Ziele dienen, den anderen aber nicht schaden.

Den Bildungsinstitutionen kommt bei der Vermittlung des Wissens und der Zusammenhänge eine Schlüsselfunktion zu. Dabei geht es nicht darum, ein „richtiges“ oder „falsches“ Verhalten zu definieren oder Vorgaben zu einem „nachhaltigen Leben“ zu vermitteln. Die Bildungsinstitutionen sollen Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten für das Thema sensibilisieren, ihnen die Zusammenhänge und Zielkonflikte aufzeigen und sie befähigen, ihre eigenen Handlungsspielräume zu erkennen.

Mit Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) kann die Voraussetzung geschaffen werden, dass sich Lernende mit der Bedeutung und dem Sinn einer nachhaltigen Zukunftsgestaltung befassen.

Nachhaltige Entwicklung im Quartier

Bild vergrössern Nachhaltige Entwicklung im Quartier

Ein Thema für alle Bildungsstufen

Gemäss Bildungsstrategie 2016 sollen die Bildungsangebote des Kantons Bern auf allen Bildungsstufen massgeblich zur Grundmaxime der Regierung beitragen, die nachhaltige Entwicklung langfristig sicherzustellen. Mittlerweile sind entsprechende Vorgaben für alle Bildungsstufen vorhanden:

Seit 2010 ist die Nachhaltige Entwicklung in den Leistungsaufträgen an die Universität Bern, an die Berner Fachhochschule und an die PHBern als neuer Schwerpunkt verankert. 

Auf der Sekundarstufe II ist die Nachhaltige Entwicklung in den Verträgen mit den Berufsfachschulen festgelegt. Dasselbe steht in den Leistungsverträgen mit den höheren Fachschulen, die erhöht subventioniert werden. In der beruflichen Grundbildung wurden einige Themen aus dem Bereich der Nachhaltigen Entwicklung für die Schullehrpläne im allgemein bildenden Unterricht als Standards festgelegt.  Die Auseinandersetzung mit Nachhaltiger Entwicklung ist ausserdem im Lehrplan 17 für den gymnasialen Bildungsgang sowie im Plan d’études cantonal francophone pour la formation gymnasiale verankert.

Auch im Lehrplan 21 und im Plan d’Etudes romand für die Volksschulstufe ist die Nachhaltige Entwicklung eingebettet. Seit Januar 2013 unterstützt éducation21 die Schulen bei der Umsetzung von BNE.

Ansprechperson: Vera Niedermann

Aktuelles

Revision Lehrplan für den gymnasialen Bildungsgang

Auf das Schuljahr 2017/2018 wird der neue Lehrplan 17 für den gymnasialen Bildungsgang eingeführt. Es ist erfreulich, dass es gelungen ist, die BNE-Thematik nun auch für diese Schulstufe in den Lehrplan zu integrieren, wobei jedes Unterrichtsfach einen Beitrag zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung leisten soll. Das Ziel des gymnasialen Bildungsgangs ist u.a., dass sich Schülerinnen und Schüler mit der natürlichen, technischen und gesellschaftlichen Umwelt auseinandersetzen und Einsicht erwerben in deren Erklärungsprinzipien, in die vielschichtigen Wechselwirkungen sowie in die Auswirkungen menschlicher Eingriffe. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit den Zielkonflikten zwischen den Ansprüchen von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft und erwerben ein grundlegendes Verständnis von nachhaltiger Entwicklung.

STEP into action vom 4.-6. September 2017 in Burgdorf

„STEP into action“  ist ein Projekt von und für Jugendliche mit dem Ziel, Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II Berufs und Allgemeinbildung für ein Engagement im NE-Bereich zu sensibilisieren und zu motivieren. Die Jugendlichen setzen sich während eines dreistündigen interaktiven Parcours nicht nur konkret mit aktuellen globalen Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung auseinander, sondern erkennen dabei auch ihr eigenes Handlungspotential und machen sich mit den Möglichkeiten für ein persönliches Engagement vertraut. Gleichzeitig wird im Lehrpersonenworkshop die Einbettung von BNE in den Unterricht gefördert. Der Anlass findet an drei Tagen (4.-6. September 2017) im bzemme in Burgdorf statt. Eindrücke im Kurzfilm. Die Planung läuft, Anmeldungen sind ab April 2017 möglich.

Informationen für Lehrpersonen (PDF, 438 KB, 4 Seiten)

Ansprechperson: Vera Niedermann 

Jugend-Wasser-Zukunftstage 2017 in Bern

Die Stiftung Zukunftsrat mit Sitz in Bern (http://www.zukunftsrat.ch/) arbeitet seit 1997 im Bereich langfristiger Zukunfts-Gestaltung, und dies immer wieder auch mit Jugendlichen. In Zusammenarbeit mit dem Alpinen Museum nutzt die Stiftung die 14-monatige Zukunfts-Ausstellung „Wasser unser. Sechs Entwürfe für die Zukunft“ (Link: https://www.alpinesmuseum.ch/de/schulen), 2 Wasser-Zukunfts-Tage durchzuführen. Die Jugendlichen erkunden am Zukunftstag tragfähige Wege für unsere Wasser-Zukunft. Ihre Forderungen erörtern sie direkt mit Experten und politischen Entscheidungsträgern. Dabei können erste Schritte und Massnahmen eingeleitet werden.

11. September oder 23. Oktober 2017, jeweils ab 9.00 bis 16.30 Uhr, in Bern
Für Schulklassen, die sich bereits mit dem Thema Wasser auseinandergesetzt haben

Weiter Informationen und Anmeldung: www.cudrefin02.ch

1. Gemeinsamer Nachhaltigkeitstag der Berner Hochschulen

Am 6. April 2017 führten die PHBern, die Universität Bern und die Berner Fachhochschule den ersten gemeinsamen Nachhaltigkeitstag durch unter dem Titel „Nachhaltig3.. Vernetzen und Synergien schaffen“. Der Tag hat aktuelle Themen im Bereich Nachhaltigkeit aus der Lehre, der Forschung und dem Betrieb sichtbar gemacht und den Dialog im Bereich Nachhaltigkeit innerhalb der jeweiligen Hochschule und zwischen den Hochschulen gefördert.

http://nachhaltigkeitstag-bern.ch/web/

 

Lehrmittelreihe "Querblicke": Unterstützung für Lehrpersonen bei der Umsetzung von BNE

Die von der PHBern in Zusammenarbeit mit der PH der Fachhochschule Nordwestschweiz erarbeitete Lehrmittelreihe "Querblicke" besteht aus einem Grundlagenband, acht thematischen Umsetzungsheften, einer Instrumenten-Box und einer online-Plattform mit elektronischen Lernmedien. Das Lehrmittel unterstützt Lehrpersonen (Kindergarten bis 6. Klasse und Sekundarstufe I) bei der Umsetzung von BNE. Ergänzende Materialien und Arbeitsblätter für die Schülerinnen und Schüler können heruntergeladen werden. Unter Querblicke-Praxis können zudem Informationen zu Aus- und Weiterbildungsangeboten rund um das Lehrmittel "Querblicke" und BNE sowie weitere Unterstützungsangebote abgerufen werden. 

Weitere Informationen

Die Integration von BNE in den Lehrplan 21

Der Lehrplan 21 tritt im Kanton Bern ab 1. August 2018 gestaffelt in Kraft. Neben den Fachbereichen, den Modulen und den überfachlichen Kompetenzen enthält der Lehrplan Kapitel zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Mit Querverweisen BNE werden Kompetenzen und Kompetenzstufen in den Fachbereichslehrplänen markiert, die sich besonders für den Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung eignen.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

http://www.erz.be.ch/erz/de/index/direktion/ueber-die-direktion/dossiers/nachhaltige_entwicklung.html