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HarmoS im Kanton Bern

Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Bern haben die kantonale Vorlage "Beitritt zur interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Volksschulen" am 27. September 2009 mit 51.5 Prozent angenommen. Die Stimmbeteiligung lag bei 38,7 Prozent.

Mit der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (HarmoS-Konkordat) werden der Schuleintritt, die Dauer der Volksschule und die Ziele für die einzelnen Bildungsstufen gesamtschweizerisch vereinheitlicht. Dies mit dem Ziel, die Qualität der Volksschule zu verbessern und den Schülerinnen und Schülern den Schulwechsel zu erleichtern, wenn sie in einen anderen Kanton ziehen.

Die wichtigsten Elemente des HarmoS-Konkordats

  • 11-jähriges Bildungskonzept für Kinder
  • Zweijähriger Kindergarten ab 5. Lebensjahr
  • Einheitlich definierte Grundbildung
  • Sprachregionale Lehrpläne
  • Koordination Fremdsprachenunterricht
  • Bildungsstandards (gleicher Bildungsstand)
  • Bildungsmonitoring (Steuerung/Qualitätssicherung)
  • Blockzeiten und Tagesschulen

Bildungsartikel in der Bundesverfassung

2006 nahm das Schweizer Stimmvolk die revidierten Bildungsartikel in der Bundesverfassung deutlich an. Die Bildungsartikel verpflichten die Kantone, das Bildungswesen im Bereich der Volksschule zu koordinieren. Das HarmoS-Konkordat setzt dieses Ziel um. Dies erleichtert den Schülerinnen und Schülern den Wechsel der Schule, wenn sie in einen anderen Kanton ziehen.

Dauer der obligatorischen Schulzeit

Mit dem HarmoS-Konkordat wird die obligatorische Schulzeit vereinheitlicht. Diese soll künftig elf Jahre dauern (zweijähriger Kindergarten und neunjährige Volksschule) und ist in drei Stufen gegliedert: Die zwei Kindergartenjahre und die zwei ersten Primarschuljahre bilden die vierjährige Eingangsstufe. Die folgenden vier Jahre (heute: 3.–6. Schuljahr) bilden die Mittelstufe. Darauf folgt die dreijährige Sekundarstufe I. Die Schülerinnen und Schüler sollen die einzelnen Stufen ihrer Entwicklung entsprechend schneller oder langsamer durchlaufen können.

Bildungsstandards

Am Ende jeder Stufe sollen die Schülerinnen und Schüler gemäss den auf interkantonaler Ebene definierten Bildungsstandards einen bestimmten Bildungsstand erreichen. Die Bildungsstandards werden eine wichtige Grundlage für die sprachregional einheitlichen Lehrpläne der deutschsprachigen und französischsprachigen Schweiz bilden.

Blockzeiten, Tagesschulen, Fremdsprachen

Weiter wird die Schule in Blockzeiten (jeweils am Morgen während vier Lektionen) organisiert und bietet ein bedarfsgerechtes Angebot an Tagesschulen an, für welches die Eltern ihre Kinder freiwillig anmelden können. Blockzeiten und Tagesschulangebote werden im Kanton Bern mit der Revision 08 des Volksschulgesetzes bereits umgesetzt.

Schliesslich legt das HarmoS-Konkordat auch die Grundsätze für den Fremdsprachenunterricht fest.

Zeitplan Inkraftsetzung

Das HarmoS-Konkordat ist durch die EDK auf den 1. August 2009 in Kraft gesetzt worden, weil mehr als zehn Kantone beigetreten sind. Es gilt mit einer Übergangsfrist von sechs Jahren nur für die Beigetretenen.

Westschweizer Schulvereinbarung

Parallel zum HarmoS-Beitritt hat der Grosse Rat am 8. September 2008 mit 124 zu 12 Stimmen dem Beitritt zur Westschweizer Schulvereinbarung zugestimmt. Die Westschweizer Schulvereinbarung gilt für den französischsprachigen Teil des Kantons Bern.


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