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Regierungsrat verabschiedet Bericht Sonderpädagogik

10. Januar 2018 – Medienmitteilung

Nach einer breiten Konsultation hat der Regierungsrat den Bericht Sonderpädagogik zuhanden des Grossen Rates verabschiedet. Der Bericht Sonderpädagogik sieht vor, dass die Sonderschulbildung im Kanton Bern einfacher geregelt und besser steuerbar wird. Die Regel- und Sonderschulen sollen künftig unter dem gemeinsamen Dach der Volksschule geführt werden.

Der Bericht Sonderpädagogik wird dem Grossen Rat in der Märzsession 2018 zur Kenntnisnahme unterbreitet. Die Auswertung der Konsultation ergab, dass die im Bericht empfohlenen Massnahmen der Strategie Sonderschulbildung breite Zustimmung finden. Sie bestärkten den Regierungsrat, an der Strategie festzuhalten und keine wesentlichen Anpassungen vorzunehmen. Damit die im Bericht festgelegte Strategie Sonderschulbildung umgesetzt werden kann, muss das Volksschulgesetz revidiert werden.
Im Kanton Bern erhalten rund 2600 oder 2,4 Prozent aller schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen Sonderschulbildung. Davon besuchen rund 2100 eine Sonderschule oder werden in Sonderschulheimen unterrichtet (separative Sonderschulbildung). Die übrigen knapp 500 Schülerinnen und Schüler erhalten ihre Sonderschulbildung in der Regelschule (integrative Sonderschulbildung).

Sonderschulbildung wird in die Volksschule integriert

Die Strategie sieht vor, dass die Sonderschulbildung neu dem Volksschulgesetz untersteht. Damit wechselt die Verantwortung für die Sonderschulbildung von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion zur Erziehungsdirektion, die sozialpädagogischen Betreuung (in den Heimen) bleibt bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion. Der Lehrplan der Regelschule gilt auch für den Sonderschulunterricht. An der Finanzierung der Sonderschulen ändert sich nichts: Via Lastenverteiler Sozialhilfe tragen der Kanton und die Gesamtheit der Gemeinden je 50 Prozent der Kosten.

Standardisiertes Abklärungsverfahren

Welche Kinder und Jugendlichen Anspruch auf Sonderschulbildung haben, wird mit einemstandardisierten Abklärungsverfahren (SAV) ermittelt. Die Erziehungsberatungsstellen führen das SAV durch. Eltern, Kinder und Jugendlichen sowie die Schulen werden ins Entscheidungsverfahren einbezogen. Ziel ist, eine von allen Partnern getragene Lösung zu finden. Der Kanton ist für die Bereitstellung des geeigneten Sonderschulplatzes besorgt.

Aufnahme in Sonderschulen

Die Erziehungsdirektion schliesst mit jeder Sonderschule einen Leistungsvertrag ab. Dieser regelt die Rechte und Pflichten beider Parteien, unter anderem unter welchen Rahmenbedingungen sich die Sonderschule verpflichtet, die ihr zugewiesenen Schülerinnen und Schüler aufzunehmen.

Sonderschulen haben zwei Leistungsverträge: Einen für die Leistungen der Sonderschulbildung mit der Erziehungsdirektion und einen für die sozialpädagogischen Betreuungsleistungen (inkl. Pflege) mit der Gesundheits- und Fürsorgedirektion.

Einheitliche Anstellungsbedingungen für die Lehrkräfte

Die Anstellungsbedingungen der Lehrpersonen für die Sonderschulbildung werden denen der Lehrpersonen an der Volksschule angeglichen. Dies soll insbesondere bezüglich Gehalt und Gehaltsentwicklung, Altersentlastung und Treueprämie gelten.

Logopädie und Psychomotorik

Die aktuell individuell von der Gesundheits- und Fürsorgedirektion verfügte Logopädie und Psychomotorik sollen während der Volksschulzeit bis an wenige Ausnahmen im Regelschulangebot verankert werden.

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