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Gymnasialer Unterricht im 9. Schuljahr (GU9)

Evaluation

Bern lässt als einziger Kanton der Schweiz mehrere Organisationsmodelle für das erste Jahr des gymnasialen Bildungsgangs zu. Im deutschsprachigen Kantonsteil entscheiden die Gemeinden, ob der gymnasiale Unterricht im 9. Schuljahr (GU9) an einer speziellen Sekundarklasse (spez. Sek.) mit erhöhten Ansprüchen oder in der Quarta eines Gymnasiums besucht werden soll. Im französischsprachigen Kantonsteil findet die Vorbereitung auf die Mittelschule (section préparant aux écoles de maturité) zwischen dem 7. und dem 9. Schuljahr an der Sekundarschule statt, bevor der Übertritt ins dreijährige Gymnasium erfolgt.

Diese Vielfalt an Organisationsmodellen für den GU9 ist schweizweit einzigartig und führt immer wieder zu Diskussionen, auch über die Qualität des gymnasialen Bildungsgangs. Deshalb wurde der Abteilung Bildungsplanung und Evaluation der Erziehungsdirektion des Kantons Bern im August 2010 der Auftrag erteilt, eine prospektive Evaluation des gymnasialen Unterrichts im 9. Schuljahr durchzuführen.

Gegenstand der Evaluation war das Organisationsmodell für den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr, insbesondere seine künftige Ausgestaltung (prospektive Evaluation). Ein Hauptanliegen des Projekts war es, die Sicht der Beteiligten zu erfassen.

Die Schulleitungen der Sekundarstufe I, die Rektorinnen und Rektoren der Gymnasien und die Gemeindebehörden sowie die Lehrpersonen und Lernenden beider Schulstufen sollten bei der Optimierung des gymnasialen Unterrichts im 9. Schuljahr (GU9/Quarta) mitreden können. Von Januar bis Juni 2011 führte die Erziehungsdirektion deshalb mit ihnen eine Reihe von Gruppendiskussionen durch. Dies mit dem Ziel, die nötigen Informationen zu sammeln, um eine mehrheitsfähige und finanziell realisierbare Lösung für den GU9 vorzubereiten.

Der Schlussbericht zur Evaluation (PDF, 878 KB, 90 Seiten) ist fertig gestellt und veröffentlicht.

Konsultation

Im Frühjahr 2012 hat die Erziehungsdirektion aufgrund der Erkenntnisse aus der Evaluation verschiedene Lösungsvarianten erarbeitet, die der Erziehungsdirektor im Herbst 2012 mit verschiedenen Ansprechpartnern diskutiert hat. Der Regierungsrat hat anschliessend einen Bericht erstellt, der drei verschiedene Varianten für die künftige Gestaltung des gymnasialen Unterrichts im 9. Schuljahr mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen aufführt. Dieser Bericht des Regierungsrates (Lösungsvarianten für den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr im Kanton Bern (PDF, 2 MB, 52 Seiten) wurde verschiedenen Anspruchsgruppen zwischen Juni und September 2013 zur Stellungnahme unterbreitet.

Die Ergebnisse dieses Konsultationsverfahrens sind im folgenden Dokument zusammengefasst: Bericht des Regierungsrates über die Ergebnisse des Konsultationsverfahrens (PDF, 254 KB, 13 Seiten).

Bericht des Regierungsrats geht an den Grossen Rat

Der Bericht des Regierungsrats wurde aufgrund der Rückmeldungen aus dem Konsultationsverfahren überarbeitet. Zudem hat der Grosse Rat in der Novembersession 2013 im Rahmen der ASP-Vorlage der Massnahme 18.1 „Quarta“ zugestimmt. Diese sieht die Einführung eines leicht angepassten Modells „Quarta“ vor und setzt eine Revision des Mittelschulgesetzes (MiSG) voraus.
Der Grosse Rat hat sowohl dem aktualisierten Bericht des Regierungsrats vom  5. Februar 2014 (PDF, 2 MB, 52 Seiten) zu den Organisationsformen für den gymnasialen Unterricht im 9. Schuljahr im Kanton Bern (Geschäft 2013.0753) als auch der revidierten Fassung des Mittelschulgesetzes (PDF, 51 KB, 5 Seiten) (Geschäft 2013.1554) in der Junisession 2014 ohne Gegenstimme zugestimmt.

Damit hat der Grosse Rat beschlossen, das Quarta-Modell mit einem vierjährigen Gymnasium für alle Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im deutschsprachigen Kantonsteil auf den 1. August 2017 einzuführen.

Weitere Unterlagen

Referate vom 31. Mai 2013 von Regierungsrat Pulver (PDF, 373 KB, 13 Seiten) und Brigitte Müller (PDF, 174 KB, 6 Seiten), Abteilungsvorsteherin BiEv. Folien (PDF, 662 KB, 19 Seiten) zur Eröffnung des Konsultationsverfahrens.

Dauer:

2010-2014

Projektleitung:

Claudio Stricker


Weitere Informationen

 


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Informationen über diesen Webauftritt

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