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Seltener Fund in Römervilla

Seit 2014 gräbt der Archäologische Dienst des Kantons Bern in Port, Bellevue, Teile einer römischen Villa aus. Unter den Resten des luxuriösen Gebäudes, das im späten 1. Jahrhundert erbaut wurde, befinden sich Spuren älterer Bauten. Vor einigen Wochen kam hier ein Objekt zum Vorschein, welches ein neues Licht auf diese frühere Besiedlung werfen könnte. 

Seit 2014 untersucht der Archäologische Dienst in Port, Bellevue, eine grosse römische Villenanlage des späten 1. und 2. Jahrhunderts n. Chr. Unter den Ruinen der massiven Steinbauten befinden sich Spuren von älteren Gebäuden aus mindestens drei Besiedlungsphasen, die bis zur Zeitenwende, womöglich in die Jahrzehnte davor zurückgehen.

Anfang April 2017 kam auf der Grabung eine bronzene Kragenfibel (Gewandschliesse) zum Vorschein. Fibeln dieses Typs wurden von der einheimischen keltischen Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. und bis in die frühe Kaiserzeit getragen. Sie datieren damit aus der Zeit Caesars oder des Augusts, also unmittelbar bevor das Gebiet der heutigen Schweiz in das Imperium Romanum eingegliedert wurde.

Vergleichbare Funde sind auch aus den bedeutenden befestigten Siedlungen auf der Berner Engehalbinsel, bei Sermuz VD und vom Münsterhügel in Basel bekannt. Die Fibel liefert einen wertvollen Anhaltspunkt für die Datierung der frühen Siedlungsspuren von Port, Bellevue. Der Fund unterstreicht gemeinsam mit dem im 19. Jahrhundert in der Aare gefundenen Helm – welcher heute das Gemeindewappen von Port ziert – die Bedeutung des Raumes Port-Jensberg in der Zeit vor und unmittelbar zu Beginn der römischen Herrschaft. 

Späteisenzeitliche bzw. frührömische Kragenfibel aus Port-Bellevue. Erhaltene Länge des Stücks: 5,5 cm.

Bild vergrössern Späteisenzeitliche bzw. frührömische Kragenfibel aus Port-Bellevue. Erhaltene Länge des Stücks: 5,5 cm. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha

Späteisenzeitliche bzw. frührömische Kragenfibel aus Port-Bellevue. Erhaltene Länge des Stücks: 5,5 cm.

Bild vergrössern Späteisenzeitliche bzw. frührömische Kragenfibel aus Port-Bellevue. Erhaltene Länge des Stücks: 5,5 cm. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern, Badri Redha


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