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Buchvernissage Moosseedorf - Jungsteinzeitliche Siedlungen und ein Einbaum

Gut 160 Jahre nach der Entdeckung der ersten «Pfahlbausiedlung» legt der Archäologische Dienst des Kantons Bern eine aktualisierte Gesamtschau der prähistorischen Siedlungsbefunde und -funde vom Moossee vor. Am 24. August 2017 wurde die Publikation im Rahmen des 775-Jahr-Jubiläums der Gemeinde Moosseedorf der Öffentlichkeit übergeben. 

Bereits kurz nach ihrer Entdeckung im Jahre 1856 durch den archäologisch interessierten Arzt Johannes Uhlmann und den Altertumsforscher Albert Jahn erlangten die jungsteinzeitlichen Fundstellen vom Moossee nationale und internationale Berühmtheit. Seither wurden verschiedene Sondierungs- und Ausgrabungsprojekte im Bereich des Moossees durchgeführt, zuletzt 2011 im heutigen Strandbad. Der Archäologische Dienst des Kantons Bern barg dort unter anderem einen Einbaum – ein einfaches Holzboot – aus der Mitte des 5. Jahrtausends v. Chr.

Im Anschluss an die Rettungsgrabung von 2011 sind unter der Leitung von Christian Harb nun die wichtigsten prähistorischen Befunde und Funde im Umfeld des Moossees ausgewertet worden. Aus der Jungsteinzeit sind dies neben dem erwähnten Einbaum ein mit Holzbohlen befestigter Zugangsweg, Reste einer möglichen Dorfumfriedung und typisches Siedlungsmaterial hauptsächlich der Cortaillodkultur.

Die Publikation zeigt die bewegte und intensive Siedlungstätigkeit im Umfeld des heutigen Moossees. Daneben veranschaulicht das Werk aber auch den starken Wandel, den die Archäologie bei der Dokumentation und Bergung dieser wertvollen Kulturgüter in den letzten eineinhalb Jahrhunderten durchlebt hat.

Der reich bebilderte Band «Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung» wurde am 24. August 2017 – eine Woche vor dem Fest zum 775-Jahr-Jubiläum der Gemeinde – im Strandbad Moosseedorf präsentiert.

Der hölzerne Einbaum in Fundlage. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Der hölzerne Einbaum in Fundlage. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Drei Becher aus Hirschgeweih, wie sie in der Cortaillodkultur typischerweise auftreten. Wie die Perforationen zeigen, wurden die Becher an einer Schnur aufgehängt bzw. getragen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Drei Becher aus Hirschgeweih, wie sie in der Cortaillodkultur typischerweise auftreten. Wie die Perforationen zeigen, wurden die Becher an einer Schnur aufgehängt bzw. getragen. © Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Umschlag des Buches «Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung».
© Archäologischer Dienst des Kantons Bern

Bild vergrössern Umschlag des Buches «Moosseedorf, Moossee. Ein Überblick über 160 Jahre Pfahlbauforschung». © Archäologischer Dienst des Kantons Bern


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